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Sorry für alles

MI 07.08.2019 | 20.15 Uhr | ZDF

Ähm, nein.
Das ist die Erwiderung auf “Sorry für alles”.
So heißt die neue Versteckte-Kamera-Show, die am Mittwochabend erstmals im ZDF lief. Das wirklich Gute an dieser Sendung war allerdings, dass sich das ZDF schon mal über die Titelgebung bei den Zuschauern entschuldigte.

Das Team von Steven Gätjen hat einen Mann und eine Frau vier Wochen lang mit der versteckten Kamera begleitet und die beiden in absurden Momenten gefilmt.
Buchhändler Dennis haben sie unter anderem Thomas Herrmanns in den Buchladen geschickt – als Dennis mal kurz draußen war. Herrmanns gab Autogramme, plauderte, und er hat sich wieder rausgeschlichen, als Dennis zurückkam. Sehr originell und wahnsinnig lustig. An anderer Stelle war Dennis zu Gast bei einem Dinner mit Johann Lafer, das Essen war jedoch furchtbar, aber Dennis hat Lafer dennoch gesagt, dass alles gut war. Selten so gemacht.
Nun saß Dennis neben Gätjen im Studio und wunderte sich.

Nun ist die versteckte Kamera nur dann lustig, wenn die Ideen witzig und die Reingelegten besonders reagieren. Ist bei “Sorry für alles” nicht der Fall. Der Kandidat schien höflich bestürzt und kommentiere brav das Gesehene, es passierte nichts wirklich Außergewöhnliches, und dass eine halbe Sendung lang immer derselbe Typ reingelegt wird, ermüdet schnell.
Später gab es die ähnliche Prozedur noch mit einer Kandidatin, aber das war die Lust, weiterzuschauen aber kaum noch messbar.

Die Versteckte Kamera ist im Idealfall ein schnelles Format. Entweder trifft es einen Promi oder Normalos. Ist das Filmchen langweilig, kann man es zur Not wegschmeißen. Wenn man überhaupt nur zwei Kandidaten hat, ist das schwierig. Der Show fehlt es an Tempo, an Witz und an Einfallsreichtum. Die Streiche sind betulich, da waren Kurt und Paola Felix in den 80ern noch innovativer.

Das ZDF sagt “Sorry für alles”.
Na, okay. Aber bitte nicht noch mal.

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