Monatsarchiv für April 2019

KeineWochenShow

#121 – Treffen und grüßen

Sonntag, den 28. April 2019

Wir müssen in Folge #121 die Katastrophen der vergangenen beiden Wochen aufarbeiten: Notre-Dame, Madeira, Sri Lanka. Dazu noch die Trauer um Heidi Hetzer und Hannelore Elsner. Und um die Trockenheit hierzulande geht es auch. Außerdem sprechen wir über das nahende DFB-Pokal-Finalduell zwischen Leipzig und München.

Und sonst so? Wir hatten ziemliche Akkuprobleme, weshalb wir ab und zu mal schauen, ob wir noch da sind (und einen heimlichen Schnitt gibt es auch), und ein kleines gesundheitliches Problem gibt es auch.
Werden wir diese Sendung überleben? Seht selbst: KeineWochenShow #121 auf Youtube.

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RTZapper

Rammstein: Radio

Sonntag, den 28. April 2019
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DO 25.04.2019 | 20.55 Uhr | radioeins

Wieder mal ein echtes Event – und dazu noch eines, das Sinn macht. Am Donnerstagabend hatte der neueste Song von Rammstein Premiere. Und das wissen wir ja inzwischen: Wenn Rammstein was raushaut, dann muss es knallen. So auch diesmal.

Der neue Song heißt “Radio”, und er erinnert an eine Zeit, als man sich abends noch zum Radiohören zurückgezogen hat, weil da eine bestimmte Sendung auf einem bestimmten Sender lief.
Deshalb lief die Premiere des Songs auch im Radio – beim rbb auf radioeins.
Dazu gab es aber noch eine besondere Aktion: An einer Hauswand in Berlin-Mitte wurde das Musikvideo gebeamt – allerdings ohne den Ton. Wer live vor Ort war, bekam diesen Ton nämlich aus dem Radio – womit sich der Kreis schloss.

Und so standen am Donnerstagabend gut 1000 Leute in Mitte und sahen sich den Videoclips an – und der Ton dazu kam aus vielen mitgebrachten Radios.
Eine schöne und wirklich durchdachte Aktion, die noch mal die Qualitäten des Radios und die Liebe zum Radio hervorhebt.

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RTelenovela

Zoo vs. Tierpark

Samstag, den 27. April 2019
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Berlin leistet sich zwei Tiergärten. Es gibt den Tierpark in Friedrichsfelde und den Zoologischen Garten in Charlottenburg.
Ob es nun daran liegt, dass ich ein Ossi bin, weiß ich nicht – aber ich finde den Tierpark viel schöner. Und das, obwohl der Zoo sehr viel älter ist und der artenreichste Zoo der Welt ist. Der Tierpark ist flächenmäßig sehr viel größer, hat aber nur die Hälfte der Tiere, die im Zoo zu sehen sind.

Vielleicht hat das aber wirklich damit zu tun, dass der Tierpark wirklich ein Park ist. Man kann dort wunderbar spazieren, es gibt breite Alleewege, riesige Wiesen. Auf vielen Flächen sind die Tiere ohne Zäune zu sehen, nur getrennt durch Wassergräben oder ähnliches.

Neulich waren wir im Zoo, und natürlich sind wir nicht durch jede Ecke des Geländes gelaufen, aber nach nicht mal zwei Stunden war schon völlig die Luft raus.
Wir haben uns die Pandabären angesehen, jedenfalls nachdem wir uns durch die Menschenmassen gedrängelt haben, und irgendwie ist es dann auch nicht sehr schön, wenn man im Gedrängel rumsteht und glotzt. Die Elefanten waren irgendwie in der Ferne, der Eisbär hatte sich verkrochen. Die Affen waren ganz spannend.
Aber die ganze Anlage versprüht irgendwie nur wenig Flair.

1990 stand wohl kurz mal im Raum, den Tierpark in Friedrichsfelde zu schließen, weil Berlin ja schon den alten in Charlottenburg hatte. Gut, dass das damals nicht getan worden ist.

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RTZapper

Streetfun

Samstag, den 27. April 2019
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DO 25.04.2019 | 20.15 Uhr | ProSieben Maxx

Vier junge Typen sitzen auf einem Sofa, schauen ihr eigenen Filme und beömmeln sich. Ja, das will man zur Primetime sehen. Also, nicht. Das weiß man auch bei ProSieben, weshalb das neue Format “Streetfun” auch nur beim kleinen Ableger ProSieben Maxx läuft.

Das Format ist allerdings auch nicht ganz so neu. Die jungen Mäner quatschen auf der Straße oder in einem Park Leute an, um sie zu veralbern. Oder sie drängeln sich dreist an der Achterbahn-Schlange vor, und wir sehen die Reaktionen.
Kennen wir von “Comedystreet”, und mit Simon Gosejohann war das einst eine oft extrem lustige Show. Leider hat das später nicht mehr so gut funktioniert, weil Gosejohann zu bekannt wurde und er öfter erkannt worden ist.
Deswegen ist es auch nicht verwerflich, solche Konzepte mit neuen Leuten aufzuwärmen. Allerdings zeigt “Streetfun” auch, dass so eine Sendung mit den Darstellern steht oder fällt. Und natürlich mit den Ideen.

Da werden Leute nicht zu einer Veranstaltung eingelassen oder Polizisten reagieren nicht auf Vorfälle. Das ist viel zu selten lustig, und nicht nur, weil die Leute heutzutage schon viel zu abgebrüht sind, als dass sie irgendwie speziell reagieren. Und dass man immer wieder die vier Typen auf ihrem Sofa sitzend dabei zuhören muss, wie sie das Gesehene noch mal durchkauen – da kommt dann wirklich Langeweile auf. Wäre “Streetfun” gut, würde sie ohne Erklärungen und Einwürfe auskommen.

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ORA aktuell

Ab Mai könnten wieder Schiffe auf dem Oder-Havel-Kanal fahren

Freitag, den 26. April 2019
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Die beiden Bombenverdachte am Oranienburger Treidelweg sorgen für eine Sperrung des Oder-Havel-Kanals unterhalb des Lehnitzsees. Das sorgt für erhebliche Probleme im Schiffsverkehr.
Ab Mai könnte der Kanal vorübergehend freigegeben werden. Das teilte das Wasserschifffahrtsamt mit.

Am Ufer soll eine zweilagige Container-Splitterschutzwand aufgestellt werden. Funktioniert das, könnten wieder Schiffe fahren – allerdings nicht montags bis donnerstags zwischen 7 und 17 Uhr – zu diesen Zeiten läuft die systematische Bombensuche.

Wenn die Bombe freigelegt werde, dann müsse der Oder-Havel-Kanal jedoch wieder gesperrt werden. Das könnte Ende Mai der Fall sein.

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RTZapper

Wetten, das war’s..?

Freitag, den 26. April 2019
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MI 24.04.2019 | Youtube

Er sagt, das sei vermutlich eine seiner letzten Sendungen. Er ist jetzt 77 und hat gerade seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht.
Frank Elstner hat eine neue Sendung, aber eigentlich macht er das, was er schon immer gut konnte: mit Menschen reden. Sich zu interessieren. Ein wirklich ernsthaftes Gespräch zu führen.
Am Mittwochabend ging mit “Wetten, das war’s..?” ein neues Talkformat auf Sendung – online auf Youtube. Mehr als 50 Minuten lang sitzen sich in der Premiere Frank Elstner und Jan Böhmermann gegenüber, um miteinander zu plaudern. Darüber, wie sich das Showbusiness verändert hat. Was heute geht und was damals vielleicht nicht ging. Auch über die Erdogan-Affäre.

Der 77-Jährige könnte diese Sendung durchaus auch im herkömmlichen Fernsehen laufen lassen. Aber nun sorgt er dafür, dass auch Youtube mehr niveauvollen Content bekommt.
Den beiden zuzusehen und zuzuhören, ist spannend – auch weil da zwei Show-Generationen aufeinander treffen. Der alte Hase und der junge Wilde. Elstner ist gut vorbereitet, aber Zettel braucht er nicht. Böhmermann kontert da, wo es angebracht ist.

Nur gut 30 Stunden nach Veröffentlichung hat das Video auf Youtube fast 166.000 Klicks. Ein wirklich großer Erfolg. Hoffentlich ist Elstner fit genug für viele weitere spannende Gespräche.

-> “Wetten, das war’s..?” auf Youtube.

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RT liest

Susanne Fischer: Wolkenkönigin

Donnerstag, den 25. April 2019

Eigentlich heißt sie Corinna. In der Schule wurde sie oft Corry genannt, und ein paar Jungs machten daraus “Currywurst”. Und das ging ihr dann doch zu weit.
Aber jetzt ist sie auf einer neuen Schule. Sie musste mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Jona mal wieder umziehen.
Sie sagt, sie führen ein Klapp-Leben. Denn die ständigen Umzüge der kleinen Familie sorgen dafür, dass sie sich gar nicht mal richtig einleben können. Ihr Vater lebt nicht mehr mit ihrer Mutter zusammen, er hat jetzt eine neue Familie am Stadtrand. Das macht es nicht unbedingt leichter.
Es passiert einfach, aber in der Schule nennt sie sich Marie. Was sie nicht ahnt: Dieser Name ist bei einigen in der Schule mit einer dunklen Vergangenheit versehen. Und die holt sie auch bald wieder ein, und Marie gerät mit ihnen in schwierige Situationen.

Susanne Fischer gelingt es in “Wolkenkönigin” ganz gut, sich in die Gefühlswelt eines Teeniemädchens einzufühlen. Wenn sie erzählt, wie sich sich fühlt in der neuen Wohnung und in der neuen Schule, dann kann man das gut nachvollziehen.
Sie lernt nach und nach auch neue Leute kennen, und zwei Jungs geraten näher in ihr Blickfeld. Da gibt es dann auch tatsächlich sehr schöne Momente in diesem Jugendroman, wenn Corinna mit Nico oder Marc abhängt. Eine Atmosphäre, die Susanne Fischer gut einfängt.
Am Ende aber vollzieht die Geschichte einen merkwürdigen Wandel, dann wird aus dem Roman eine ziemlich Crimestory, die zudem seltsam oberflächlich ist. Da beginnt man plötzlich, Absätze zu überlesen.

Susanne Fischer: Wolkenkönigin
Rowohlt Rotfuchs, 224 Seiten
5/10

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