Tagesarchiv für 11. Juli 2018

RTZapper

Bericht aus Berlin – Sommerinterview: Robert Habeck

Mittwoch, den 11. Juli 2018
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SO 08.07.2018 | 18.30 Uhr | Das Erste

Kommen wir ganz am Ende mal noch kurz auf andere Themen zu sprechen.
Das war am Sonntag im Ersten der Satz der Sätze. 20 Minuten hat jeder Gast im Sommerinterview im “Bericht aus Berlin”. 20 Minuten, um über die Lage in Deutschland zu sprechen, und jeder weiß, dass es viel zu besprechen gibt.

Am Sonntag war Robert Habeck von den Grünen zu Gast auf der Terrasse direkt an der Spree. Ziemlich laut ist es dort. Mal läuten in der Ferne irgendwelche Glocken, die Schiffe dröhnen, der Wind weht. Lärm und Ablenkung macht sich immer gut für ein Interview.
Und wie gesagt: 20 Minuten Zeit. Davon ging es gefühlte 18 um die Asylpolitik. Um Flüchtlinge. Um die CDU/CSU/SPD-Koalition. Wie umgehen mit den Flüchtlingen? Wohin sollen sie? Und was ist mit dem Masterplan von Seehofer?
Das ist ein wichtiges Thema.
Das Problem ist nur: In Wirklichkeit hat Deutschland viel drängendere Themen. Während sich die Union und die SPD um Themen streiten, die zahlenmäßig aktuell gar nicht so akut sind, wie sie akut geredet werden – die AfD sieht das natürlich anders – gibt es weiter riesige Probleme in der Pflege, mit der Infrastruktur, und von der Umwelt wollen wir gar nicht erst anfangen.
Fragt man die Deutschen, was denn eigentlich die drängendsten Probleme in Deutschland sind, landen nicht die Flüchtlinge ganz oben. In Talkshows hat man aber den Eindruck, es gäbe nichts anderes mehr.

RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (49): Auto fährt allein

Mittwoch, den 11. Juli 2018
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(48) -> 2.6.2018

Was neue Technik angeht, bin ich ja meistens ein Skeptiker. Ich setze so lange auf das Alte, Herkömmliche, bis es das entweder nicht mehr gibt oder bis ich das Neue aufgezwungen bekomme.
Ich fahre bis heute einen Schaltwagen. Weil ich immer sage, dass ich ja im Auto noch ein bisschen was zu tun haben möchte. Da ist irgendwie immer noch was dran. Aber andererseits ist es auch immer schön, wenn ich leihweise doch mal ein Auto mit elektronischer Schaltung fahre.

In Schweden hatten wir auf unserer mehrtätigen Tour ein Auto mit elektronischer Schaltung und mit Tempomat.
Ach, war das herrlich!
Nicht nur, dass man nicht mehr schalten muss. Hat man erst mal das erlaubte Tempo erreicht, stellt man den Tempomat ein und muss sich um nichts mehr kümmern. Das Auto bremst dann, wenn davor ein anderes Auto bremst oder langsamer fährt. So kommt man sogar durch Ortschaften, ohne irgendwann selbst aktiv zu werden. Denn wird der Vordermann schneller, wird auch das Auto selbst wieder schneller – bis zu dem eingestellten Tempo.

Das Auto hatte sogar einen Spurassistenten. Man konnte also auch mal kurz (pssst) unaufmerksamer sein, und das Auto lenkt trotzdem. Selbst beim Überholen spürt man einen kurzen Widerstand beim Spurwechsel. Muss man sich auch erst mal dran gewöhnen.

Während ich also in meinem Auto meine Füße und die Hände im Einsatz habe, ist es beim gelegentlichen Elektronik-Schaltungsauto nur noch ein Fuß. Plus die Hände. Beim Leihwagen in Schweden konnte man mit den Füßen zur Autoradio-Musik mitwippen – denn zum Fahren brauchte man die Füße meist nicht. Und auch die Hände konnte man mal runter nehmen.

Würden alle Auto einen solchen Tempomat haben und auch benutzen, wäre das Fahren sicherlich viel ungefährlicher. Denn wenn alle wirklich gleich schnell sind, entstehen weniger Staus und keine gefährlichen Überholsituationen mehr. Aber so weit wird es dann doch nicht kommen…