Tagesarchiv für 2. Juni 2018

RT im Kino

Tully

Samstag, den 2. Juni 2018

Marlo (Charlize Theron) ist nervlich und körperlich am Ende. Gerade ist ihr drittes Kind geboren worden. Nachts muss sie immer wieder raus, an Durchschlafen ist nicht zu denken. Ihr Sohn macht in der Schule Probleme, und ihr Mann Drew (Ron Livingston) kümmert sich nicht wirklich und muss beruflich immer wieder weg.
Marlo kann nicht mehr. Ihr Bruder Craig (Mark Duplass) merkt das. Er bietet ihr an, für sie eine Nachtnanny zu buchen. Damit sie mal zur Ruhe kommt. Anfangs lehnt Marlo das empört ab, aber dann findet sie, dass die Idee doch ihren Charme hat. Also steht eines Tages Tully (Mackenzie Davis) vor der Tür steht. Sehr schnell wird klar: Tully ist ein Segen für Marlo.

Regisseur Jason Reitman und Drehbuchautorin Diablo Cody blicken in “Tully” in den beschwerlichen Alltag einer dreifachen Mutter. Obwohl vielen diese Situation bekannt sein dürfte, tut es mitunter weh, zu sehen, wie sich Marlo quält. Was ein bisschen verwundert, ist, dass die Rolle ihres Mannes überhaupt nicht in Zweifel gezogen wird. Bräsig liegt er abends auf dem Bett und zockt. Oder er tingelt ins Haus und wundert sich, dass es nichts Gutes zu essen gibt, während seine Frau völlig fertig am Tisch sitzt. Niemand zweifelt das an – es wird so hingenommen.
Abgesehen davon ist “Tully” aber eine spannende Menschenstudie, die später noch eine sehr interessante Wende macht. Charlize Theron spielt die Rolle der Mutter großartig. Eine Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs.

Tully
USA 2017, Regie: Jason Reitman
DCM, 96 Minuten, ab 12
7/10

RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (48): Blinker geht. Geht nicht. Geht.

Samstag, den 2. Juni 2018
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(47) -> 25.4.2018

Eigentlich ist das ja ein uralter und schlechter Gag: Geht der Blinker? Geht. Geht nicht. Geht. Und so weiter.
Neulich aber, auf dem Weg nach Berlin, ging der vordere linke Blinker plötzlich gar nicht mehr. Die moderne Technik im Auto macht es möglich, dass mir das im Cockpit auch gleich angezeigt wird.
Am Sonntagnachmittag kann man da natürlich nicht viel machen. Außer vielleicht: nicht so oft nach links fahren. Hinten wurde zwar noch geblinkt, aber wegen des fehlenden vorderen Impulses in doppelter Geschwindigkeit.

Irgendwie war damit klar: Montag geht’s in die Werkstatt.
Bis ich später wieder in Oranienburg war – und der Blinker plötzlich wieder ging. Keine Warnlampe mehr. Dafür regelmäßiges Blinken.
Nanu?

Nächste Fahrt: nach Kremmen. Als ich in Oranienburg losfahre, geht der Blinker. An der zweiten Kreuzung ist aber wieder Schluss, Blinker: geht nicht.
In Kremmen angekommen, steige ich aus und haue einmal mit der Faust gegen den Scheinwerfer mit dem Blinker. Und tatsächlich: Es bringt was. Scheinbar muss irgendwas locker sein an der Stelle, denn seitdem geht das Teil wieder. Oder eher: Geht. Geht nicht. Geht.