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Bad Banks

SO 04.03.2018 | 22.10 Uhr | ZDF

Die Medienkritik hat diese Serie mal wieder als Meilenstein gefeiert, als das ganz große Ding. Besoffen von den guten Kritiken hat das ZDF eine zweite Staffel in Aussicht gestellt, bevor die erste überhaupt mal ganz gelaufen ist.
Als “Bad Banks” dann aber erst bei arte und dann im ZDF gesendet worden ist, kam die große Ernüchterung. Von Anfangs fast vier Millionen Zuschauern blieben am Ende nicht mal zwei übrig. Die Zuschauer hat also scheinbar nicht besonders interessiert, was bei den Banken so abgeht.

In “Bad Banks” geht es um eine junge Frau, die in eine Intrige verstrickt wird. Sie wird gewungen, ihrer eigenen Bank zu schaden. Daraus erwächst eine Krise, die die Finanzen des Landes ruinieren könnte.

Eigentlich ein interessantes Thema. Immerhin beschäftigt uns eine drohende Banken- und Finanzkrise nicht erst seit Ende der 2000er, wo es schon mal ganz düster aussah. “Bad Banks” zeigt, dass die Bedrohung keineswegs gesunken ist.
Gut gemacht ist die Serie deshalb aber nicht. Der Anfang – und leider nur der Anfang – ist elektrisierend. Da sieht man nämlich viele Menschen auf den Straßen in langen Schlangen um ihr Geld zittern.
Doch die kleinen Leute scheinen bis Folge 3 keine Rolle in dieser Serie zu spielen, und das ist ein gewaltiger Fehler. Stattdessen geht es wieder nur um die großen Player, um Machtspiele. Die sind bisweilen kompliziert und für den Otto-Normal-Zuschauer leider auch nicht sonderlich durchschaubar oder gar spannend.

Wenn es nun wieder heißt, die deutschen Zuschauer können einer über sechs Folgen gestreckten Handlung nicht folgen, dann stimmt das nicht. Aber diese Handlung muss die Menschen auch packen. Und “Bad Banks” ist leider viel zu oft nicht packend.
Vermutlich hätte die Serie ansonsten auch keinen Sendeplatz am späten Abend bekommen, sondern wäre prominenter ausgestrahlt worden.

Hits: 50

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