Tagesarchiv für 21. November 2017

aRTikel

Luchpiraten erleben Abenteuer rund um Beetz

Dienstag, den 21. November 2017
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Matthias Trümper hat ein Kinderbuch geschrieben – es dreht sich um eine alte Sage aus dem Dorf

MAZ Oranienburg, 21.11.2017

Beetz.
Eigentlich ist er Immobilienkaufmann, aber der Beetzer Matthias Trümper macht auch Musik – und jetzt hat er ein Kinderbuch herausgegeben. „Der Schatz der Wasserburg“ könnte der Beginn einer neuen Reihe sein. Alles dreht sich um die Kinder Mia, Josch, Spargel, Stulle und den Hund Lilli. Alle zusammen sind sie die Luchpiraten.
Erzählt wird von einer alten Sage, die tatsächlich auch in Beetz spielt. „Im Luch in der Nähe des Dorfes gibt es eine glatte Wiese“, erzählt der 53-Jährige. „Mittendrin gibt es aber eine etwa zwei Meter hohe Erhebung.“ Sie habe Ausmaße von etwa 50 mal 50 Metern. Ringsherum sei ein Graben zu sehen. „Man merkt, das ist ein rechteckiges Areal, und irgendwas war da mal. Was, das bleibt aber im Verborgenen. Man spricht von einem Pfahlbau.“ Die alten Beetzer würden von einer Wasserburg sprechen, die da vor sehr vielen Jahren mal gestanden habe. Um diese Sage hat sich Matthias Trümper das Kinderabenteuer ausgedacht. Immer wenn seine Kinder abends noch eine Geschichte hören wollten, dann kam ihm diese Sage in den Sinn – und es konnte los gehen.

Im Sommer 2016 war die Idee für ein Buch geboren. Der Beetzer machte viele Fotos mit Ansichten aus dem Dorf. „Ich wollte Bilder einbauen, damit die Kinder erkennen, dass es in Beetz spielt.“ Er lernte den Illustrator Ralph Groß aus Berlin kennen, der aus den Fotos bunte Zeichnungen anfertigte. Diese sind nun im gut 60-seitigen Buch alle zu finden. Ein Jahr später war alles fertig, das Buch konnte in den Druck gehen, Trümper ließ auf eigene Kosten 200 Exemplare herstellen. „Es ist ein Herzensprojekt”, sagt er. Dennoch überlegt er, bei Verlagen nachzufragen, ob Interesse besteht. Bei den Beetzern selbst besteht es auf jeden Fall – 100 Bücher sind schon verkauft worden. „Ich hatte auch eine Testlesung in der Beetzer Schule, die Kinder waren sehr aufmerksam dabei.“

Ideen für weitere Bücher gibt es schon. Immerhin bekam Matthias Trümper kürzlich von Hartmut Ern aus Beetz einen dicken Ordner mit einer Dorfchronik überreicht. Viel Stoff für weitere Storys mit den Luchpiraten.
Wer Interesse hat, kann sich an Kathrin Trümper wenden, 0172/8 05 88 11. Das Buch kostet 15  Euro.

RTelenovela

Radler haben immer Recht – und Vorfahrt

Dienstag, den 21. November 2017
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Immer wieder gibt es in Oranienburg schwere Unfälle mit Radlern und Autos. In der Folge wird meistens darüber diskutiert, ob alles besser wäre, wenn Autos in der Innenstadt nur noch Tempo 30 fahren dürften.
Dabei würde es schon helfen, wenn sich alle an die Verkehrsregeln halten würden – auch die vermeintlich schwächeren Radfahrer.
Zwei Beispiele.

Bernauer Straße, Ecke Stralsunder Straße. Ich habe Grün und will links in die Bernauer abbiegen. Plötzlich sehe ich, wie ein älterer Herr auf dem Rad von der Innenstadt kommend vom Radweg plötzlich nach links auf die Straße schert und rüber rollt. Ich musste scharf bremsen, weil ich ihn in der Geschwindigkeit so schnell nicht wahrgenommen habe – und schon gar nicht ahnen konnte, dass der Radler nicht anhält, sondern über die Straße rollt. Was er dort nicht darf. es ist noch mal gut gegangen.

Willy-Brandt-Straße, Ecke Mittelstraße. Aus der Mittelstraße kommend muss ich auch auf Radler achten, die entgegen der Einbahnstraße auf dem Radweg fahren dürfen. Fast hätte ich dennoch einen Mann übersehen, der nicht auf dem Rad-, sondern auf dem Fußweg unterwegs war. Und natürlich erbost schien, dass ich so unverschämt war, ihn so spät wahrzunehmen.

Davon, dass Radfahrer anscheinend nicht mehr Fahrtrichtungsänderungen anzeigen müssen, ganz zu schweigen. Wollen Radfahrer sicherer unterwegs sein, wollen sie Kollisionen mit Autos vermeiden, dann wäre es hilfreich, wenn auch sie sich an Vorschriften halten. Ich als Autofahrer muss das auch.

RTZapper

Tagesthemen extra: Jamaika-Sondierung gescheitert

Dienstag, den 21. November 2017
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SO 19.11.2017 | 0.02 Uhr (Mo.) | Das Erste

Eigentlich arbeitet Arnd Henze als Reporter für die ARD, um im Hauptstadtstudio über die politische Lage zu berichten. Völlig unbemerkt hat er am späten Sonntagabend aber erstens den Beruf und zweitens den Sender gewechselt. Er arbeitet nun als Hellseher für Astro TV, durfte aber trotzdem noch mal für die ARD ran.

Die Sondierung für eine Jamaika-Koalition sind gescheitert. Nachdem FDP-Chef Christian Lindner am Sonntag um kurz vor Mitternacht das Ende der Gespräche verkündete, unterbrach Das Erste sein Programm für eine Extra-Ausgabe der “Tagesthemen”.
Wie das aber in Breaking-News-Situationen ist: Nach spätestens zehn Minuten war alles gesagt und erklärt – aber einfach so beenden wollte man die Nachrichtensendung auch nicht.
So musste Arnd Henze ran. Er stand vor der Vertretung von Baden-Württemberg, um die brennenden Fragen von Moderatorin Caren Miosga zu beantworten.

Herr Henze, wie wird sich der Bundespräsident entscheiden: etwa für eine Neuwahl?
Herr Henze, wie stehen die Chance, dass Angela Merkel doch wieder die SPD ins Boot holen kann?
Herr Henze, was ist bei CDU/CSU möglicherweise schief gelaufen?

Eines muss man dem Herrn Henze lassen: Mehrere Minuten lang – und das in nicht nur ein Interview-Block – sprach er kunstvolle Ich-glaube-Sätze und Es-könnte-sein-Floskeln. Eventuell. Wir müssen abwarten. Vielleicht und irgendwie. Und alles nur, um noch ein paar Sendeminuten zu füllen, weil es ja eigentlich immer noch nichts Neues gibt und die anderen Parteien erst in einer Dreiviertelstunde was sagen wollen.
Deshalb hatte die Regie wohl bald doch noch ein Einsehen und ließ Caren Miosga die Sendung beenden. Der unterbrochene Film lief weiter und wurde auch nicht noch mal gestoppt, als sich dann endlich auch die anderen Partien zum Jamaika-Aus äußerten.