Tagesarchiv für 12. August 2017

RTelenovela

Hennigsdorf auf Usedom

Samstag, den 12. August 2017
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Die vielen örtlichen Facebook-Gruppen wandeln sich immer mehr zum Nachrichten- und Serviceportal und zu einem Ort der Nachbarschaftshilfe. Da posten Leute und fragen, ob man denn speziellen Bastelkram bekommt oder von woher man sich am besten Essen liefern lassen kann.

In einer der Hennigsdorf-Gruppen hatte neulich jemand ein besonderes Anliegen. Er fragte, auf wessen Grundstück er mal parken könne, um dort im Auto zu übernachten. Denn er wolle einfach mal frei und unkompliziert (heißt: besonders preiswert) ein Wochenende auf Usedom verbringen und dort mit seinem Klapprad rumfahren.
Immerhin gab der Mann zu, dass es sich um eine etwas ungewohnte Frage handele.

Allerdings stand auch die Frage im Raum, warum er auf einem Hennigsdorfer Grundstück parken will, um auf Usedom Rad zu fahren. Ist ja doch ein bisschen weit.
Des Rätsels Lösung: Er hatte sich in die falsche Gruppe verirrt, wollte eigentlich in Heringsdorf irgendwo parken.
Hennigsdorf. Heringsdorf. Das kann schon mal passieren.
War dann immerhin so was wie der Thread der Woche.

ORA aktuell

Investor-Wechsel am Oranienburger Speicher

Samstag, den 12. August 2017
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Am Oranienburger Speicher nahe des Louise-Henriette-Stegs soll ein neues Wohngebiet entstehen. Allerdings hat der bisherige Investor seine dortigen Pläne aufgegeben. Stattdessen plant nun die TAS-Gruppe aus Hamburg.

Wie Geschäftsführer Marcus Schwarz mitteilte, sind auf dem Areal 263 Miet- und Eigentumswohnungen geplant. Im alten Getreidespeicher könnten 20 Wohnungen entstehen.
Im Frühjahr 2018 könnte Baustart, 2020 Bauende sein.

RTZapper

zibb-Sommergarten: Takeo Ischi

Samstag, den 12. August 2017
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DO 10.08.2017 | 18.30 Uhr | rbb

“Wiar i binauf d’Alm aufi ganga, hab mer wolln mei Bibi-Henderl fange. Gel mei Bibi-Hendl, gel bi-bi, gel mei Bibi-Hendl, jetzt duckst Di!”
Und dann fängt er an zu jodeln. Und zu gackern.

Takeo Ischi habe ich das erste Mal irgendwann Mitte der 90er gesehen. Damals gab es das wunderbare “Zapping” auf premiere, wo jeden Tag die seltsamsten Fernsehausschnitte des Vortages liefen.
Da tauchte er irgendwann auf. Der Japaner hatte eine bayerische Tracht an, sang ein Lied, in dem Hendl vorkamen, was man aber wegen des urbayerischen Dialekts mit japanischem Slang nicht verstehen konnte, und dann jodelte er und gackerte er – und machte dazu Flügel-Flug-Bewegungen. Und schon damals dachte ich: auweia.

Inzwischen ist Takeo Ischi 70, meine erste Begegnung mit ihm ist mehr als 20 Jahre her. Und noch immer macht er dasselbe: jodeln und gackern. Am Donnerstagabend war er damit zu Gast im “zibb-Sommergarten” des rbb.
Nun frage ich mich ja einerseits, warum man sich diesen peinlichen Auftritt in die Sendung holt. Da hoppelte der 70-Jährige durchs Bild, natürlich ist es immer eine Geschmacksfrage. Aber es ist unsäglich, und das mittlerweile seit Jahrzehnten. Zumal zwar das Playback mit Technorhythmen aufgefrischt worden ist, der Gesang aber klingt wie damals, in den frühen 90ern. Wie würde das wohl live klingen?

Möchte man wirklich ein Leben lang als der lustig-irre Japaner (Ischi kommt aus Tokio, lebt aber inzwischen in Deutschland) auftreten und sich lächerlich machen? Takeo Ischi scheint das zu wollen. Oder zu müssen. Aber beim rbb hätte man sich diese Nummer gern verkneifen können. Gibt doch sicherlich noch andere Künstler, die was drauf haben.