Tagesarchiv für 22. Mai 2017

RTelenovela

Ab ins Kino: Fressen, Rascheln, Quatschen

Montag, den 22. Mai 2017
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Gemeinsam mit anderen Menschen ins Kino zu gehen, ist eine schöne Sache. Da sitzen dann ein paar Dutzend Leute und schauen gemeinsam einen Film.
Ja, da ist es doch herrlich, vom Popcorn zu naschen, und dem Liebsten ab und zu was zuzuwispern, und, ach ja, der Film läuft ja auch noch.

Man kann das aber auch anders sehen, und am Sonntag stand ich in Oranienburg während “Alien: Covenant” mal wieder fast vor einem Wutanfall. Denn es gibt Leute, die begreifen einfach nicht, dass sie nicht allein sind im Kinosaal. Denen es völlig wurscht ist, dass da noch andere Leute sind, die vielleicht gestört sein können von:
Davon, dass man sich hinsetzt und erst mal schön in der Popcorntüte wühlt. Immer wieder. Sie so richtig toll rascheln lässt. Raschelraschelraschel.
Davon, dass man das Popcorn frisst. Ja, frisst. Mit offenem Mund, dass es so richtig schön knatscht und schmatzt.
Davon, dass man nicht in der Lage ist, zu flüstern. Dass man mit dem Freund alle Szenen erörtern und kommentieren muss.
Davon, dass man pupertär über blöde Witzchen lacht, obwohl gerade gar nichts lustig ist – und man schlicht die Handlung nicht kapiert.
Davon, dass man einfach nervt.

Ja, die junge Frau mit ihrem Freund hinter uns war so eine. Fressen, rascheln, quatschen. Es ist zum Verzweifeln, und wen das Kino mal untergeht, dann wegen solchen Leuten. Da baut man sich irgendwann doch lieber zu Hause die Großleinwand auf.

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RT im Kino

Alien: Covenant

Montag, den 22. Mai 2017

Es ist inzwischen 38 Jahre. 1979 kam der erste “Alien”-Schocker von Ridley Scott ins Kino. Die ekligen Wesen, die aus Menschenkörpern schlüpften, sorgten schon damals für Angst und Schrecken. Inzwischen gab es diverse Fortsetzungen, Prequels, Sequels. 2017 geht es weiter – und das mit einer sehr viel ausgereifteren Tricktechnik als damals.
Die Geschichte spielt lange vor dem eigentlich Teil 1.

Es ist der 5. Dezember 2104. Das Kolonieschiff “Covenant” wird von einem Weltraumsturm getroffen. Die Crew erwacht aus einem mehrjährigen Schlaf. Eigentlich soll die zum Planeten Origae-6 führen, mehr als sieben Jahre soll die Reise noch dauern. 2000 dauerschlafende Menschen sind an Bord, um dort eine neue Kolonie zu bilden.
Doch dann entdecken sie einen viel näher liegenden Planeten – aufmerksam werden sie durch einen Funkspruch und dem Song „Take me Home, Country Roads“. Sie wagen es und ändern die Route.
Sie landen auf dem fremden Planeten, und es scheint, als sei er perfekt. Aber er ist es nicht – er ist die Hölle, die sie bald feststellen müssen.

In der eigentlichen “Alien”-Reihe ist “Covenant” der 5. Teil – aber gesamten Alien-Universum mit Prometheus und Predator ist es schon Film Nummer 8.
Einerseits ist es erstaunlich, wie schnell sich der Kapitän der “Covenant” auf das riskante Abenteuer mit dem fremden Planeten einlässt, andererseits ist die Verlockung groß, doch nicht mehr so lange unterwegs zu sein.
Die Story ist größtenteils sehr spannend. Der Ausflug auf dem fremden Planeten ist faszinierend. Die Idee, dass das Böse nur durch kleine Partikelchen durch die Ohren oder andere Körperöffnungen in den Menschen gelangen, ist genial. Die Momente, in denen die Alien sich aus den Menschen befreien, sind durchaus ein Stück weit angsteinflößend. Die moderne Tricktechnik lassen das sehr… real ist vielleicht das falsche Wort – aber doch: real aussehen.
Ein paar Wendepunkte gibt es zum Glück auch, was ein paar maue Minuten vergessen lässt – und natürlich einen Cliffhanger für Film Nummer 6. Kein Film des Jahres, aber toller Horror und spannende Unterhaltung.

Alien: Covenant
USA 2017, Regie: Ridley Scott
Fox, 122 Minuten, ab 16
7/10

Hits: 43

KeineWochenShow

#20 – Uschi und Cher retten die Bundeswehr

Montag, den 22. Mai 2017
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Seufz. Es ist schon wieder geschehen. Schon am Donnerstagabend hatten wir Folge 20 unserer kleinen Nicht-Show aufgezeichnet, und am Freitagmittag habe ich erfahren, dass davon nur 5 der 29 Minuten aufgezeichnet waren.
Eigentlich hatte ich an diesem Punkt die Schnauze voll und hatte eine kreative Pause ausgerufen – und davon auch schon einigen Leuten erzählt. Wir werden uns eine Kamera kaufen, damit das alles ein bisschen besser und auch praktischer für uns wird.
Aber schon in der Nacht zum Sonnabend bereute ich die Entscheidung und schlug vor, am Sonnabendnachmittag doch wieder mal einen zweiten Versuch zu starten.
Der funktionierte dann auch.

Und so gibt es Folge 20 also doch!
Ausführlich besprechen wir den Eurovision Song Contest 2017 – den Sieg von Portugal und den eventuellen Ausflug nach Lissabon 2018 und natürlich den vorletzten Platz von Deutschland.
Ein großes Thema ist der 25. Geburtstage von “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” und die Jubiläumsfolge vom Mittwoch.
Wir huldigen den Promigeburtstagen der Woche. Mit dabei ist Cher – Teile von ihnen werden 70, und zu Cher habe ich eine besondere Beziehung, die mit der Bundeswehr zu tun hat.

Folge 20 von “KeineWochenShow” mit einem wirklich schönen Folgentitel (der, wenn wir keinen zweiten Versuch gestartet hätten, auch verloren gegangen wäre) gibt es auf Youtube.

Hits: 25

RTZapper

Dieter Bohlen – Die Mega-Show

Montag, den 22. Mai 2017
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SA 20.05.2017 | 20.15 Uhr | RTL

Oh, Dieter, mein König! Du bist der Beste, deine Songs sind die Größten. Keiner ist cooler als du, keiner hat mehr Erfolg als du. Huldigung! Am Sonnabend räumte RTL fast vier Stunden Programm frei für die Königskrönung des Schlager- und selbsternannten Poptitans Dieter Bohlen. Für die “Mega-Show”.
Anlass: Es war ein Sendeplatz am Sonnabend frei, weil das DSDS-Finale ja nun hinter uns liegt (keine Ahnung, wer hat da noch mal gewonnen?), und irgendwie hatte Dieter Bohlen doch noch Zeit. Kein runder Geburtstag, kein Jubiläum von irgendwas – einfach das Dieter-Bohlen-Dasein ist gefeiert worden.

Er durfte zum gefühlten 397. Mal über Thomas Anders und seine Nora lästern – und natürlich war Thomas Anders nicht da, um sich zu verteidigen, was ihm vermutlich auch zu doof gewesen wäre.
Wir erfuhren, dass Dieter Bohlen sogar für die schrecklichen Amigos Songs geschrieben hat (dafür sollte ihm der Poptitan-Titel zwangsentzogen werden!) und überraschenderweise “You’re my Heart, you’re my Soul” sein erfolgreichster Titel aller Zeiten ist.
Zwischendurch kamen diverse Gäste vorbei, sangen Songs, die Dieter für sie geschrieben hat und erzählten, wie lieb sie den genau diesen Dieter auch haben. Außer Chris Norman – der erzählte in einem Einspieler, dass es damals musikalisch nicht gepasst habe – was Dieter fast das Herzilein gebrochen hat, wie er danach total traurig sagte.

Versteht mich nicht falsch: Ich mag den Dieter wirklich. Ich bin vielleicht der letzte, der immer noch jede DSDS-Folge sieht. Aber diese Poptitanen-Königshuldigung am Sonnabend war dann doch des Guten ein bisschen zu viel.

Hits: 24