Tagesarchiv für 14. Mai 2017

RTelenovela

Überraschungsevent (10): Die Faszination eines leeren Stadions

Sonntag, den 14. Mai 2017
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(9) -> 27.3.2017

Der Startschuss fiel im April 2016: Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im Juni ist sie dran.
Allerdings im Mai ist das Event (von dem ich nicht weiß, was es ist) ausgefallen – wegen Krankheit beim Veranstalter. Wird aber demnächst nachgeholt.

Diesmal ging es ins Berliner Olympiastadion. Wenn dort keine Fußball-Spieltage sind, kann man sich zu geführten Touren anmelden. Dadurch kommt man an Orte, die man so nie kennenlernen wird.
Man bekommt den Raum gezeigt, in dem die Spieler interviewt werden und sie vorher darauf warten, aufs Feld zu dürfen. Wir sahen uns in der Umkleidekabine um, in der zuletzt die Spieler von RB Leipzig waren. Inklusive Duschen und Entspannungsbecken. So leer ist das natürlich – einfach ein leeres Bad.
Weiter ging es in die VIP-Bereiche und in die Aufwärmhalle. Wir konnten uns ein paar Minuten dort hinsetzen, wo sonst nur die wichtigen Leute sitzen – und wo Hitler einst seine Tribüne hatte.
Ein bisschen was Geschichtliches gab es auch – nach gut 75 Minuten war die Führung zu Ende.

Schön ist aber, dass man sich danach noch weiter im Stadion aufhalten kann. So saßen wir auf zwei der vielen Stadionplätze und schauten auf das leere Feld. Auch mal schön, denn auch das leere Stadion strahlt eine Faszination aus.

Wenn man das Stadion so sieht, dann fragt man sich auch, warum Hertha BSC unbedingt ein neues will. Ja, durch die Laufbahn drumherum, ist das Fußballfeld nicht ganz dicht dran – aber meine Güte! Die Hertha soll froh sein, ein so tolles Stadion bespielen zu dürfen und nicht so dekadent sein.
Zumal es schwierig werden dürfte, einen neuen Standort zu finden. Die favorisierte Stelle im Olympiastadion-Umfeld müsste auch von der Stadt Berlin gekauft oder gemietet werden – und das dürfte problematisch sein. Berlin spielt da wohl nicht mit. Und raus nach Brandenburg – da machen wohl die Fans nicht mit.

Was zu essen gibt’s im kleinen Bistro übrigens auch – aber die Bockwurst ist leider nicht zu empfehlen.
Aber an sich ein Besuch des (leeren) Olympiastadions lohnt sich in jedem Fall.

KeineWochenShow

#19 – Die ultimative Roland Kaiser Hitparade

Sonntag, den 14. Mai 2017
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Vielleicht hätte da noch mal jemand genauer hinschauen sollen? In Folge 19 sitzt nur eine Person in der Mitte des Bildes, wähhrend eine zweite eher am Rande sitzt und manchmal gar nicht zu sehen ist.
Tja, blöde Sache. Nächstes mal dann wieder sorgfältiger…

Wir gratulieren Roland Kaiser zum 65. Geburtstag mit einer kleinen Hitparade. Wir singen seine größten Hits! Außerdem geht es um 25 Jahre “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” und natürlich um den Eurovision Song Contest. Dass Levina nicht den ersten Platz macht, haben wir schon vorher gesagt.
Neues zum Oranienburger Bürgermeisterwahlkampf gibt es auch. Auch diskutieren wir über das geplante Einheitsdenkmal in Berlin und über Kinderserien, die wir heute irgendwie gar nicht mehr so toll finden.

KeineWochenShow #19 gibt es auf Youtube.

RTZapper

Eurovision Song Contest 2017

Sonntag, den 14. Mai 2017
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SA 13.05.2017 | 21.00 Uhr | Das Erste

Hach, das hat ja nun niemand, also wirklich niemand erwartet. Zwar nicht Letzter, aber Vorletzter. Beim Eurovision Song Contest 2017 ist Deutschland einmal mehr baden gegangen, und beim NDR tut man so, als sei man davon kalt erwischt worden. Kommentator Peter Urban versteht die Welt nicht mehr, wo doch 69 Prozent der Deutschen für Levinas Song gevotet haben und…

Moment mal.
Warum reden wir eigentlich ausschließlich über uns? Als die Show gelaufen ist, wurde ausschließlich über Deutschland geredet. Typisch: Erst mal ich ich ich. Dass es einen Sieger gibt, dass Portugal der Gewinner ist, das hätte man gern mal irgendwann am Beginn der nachfolgenden “Grand Prix Party” honorieren können. Aber nichts davon – stattdessen das Keiner-wählt-uns-Geheule. Und das Wir-verstehen-das-gar-nicht-Genöle.

Aber zurück zu uns.
Beim NDR ist man also, ähm, überrascht, dass wir 25. geworden sind.
Allerdings ist man öffentlich nur beim NDR überrascht.
Immerhin ist Levinas Song (wie hieß er noch gleich?) nicht mal in Deutschland ein Hit gewesen. Der deutsche Vorentscheid hatte miese Einschaltquoten. Die Deutschen haben treffsicher das schlechtere Lied gewählt (aber es waren ja nicht so viele). Die Live-Performance war erschütternd lahm. Ein grau-weißes Bühnenbild vor grau-weißer Sängerin, die so rumsteht. Ein schlimm ödes Bühnenbild, das nicht mal kaschiert, dass wir nur einen durchschnittlichen Song haben.

Es wird dringend Zeit, dass sich neue Leute um den Eurovision Song Contest kümmern. Der NDR sollte es jetzt mal sein lassen. Es müssen neue Leute her. Die den ESC auch vorher wieder in Deutschland zum Event machen. Die wirklich gute Songs finden (und die müssen natürlich auch erst mal eingereicht werden). Die ganz allgemein frischen Wind reinbringen. Dazu gehören auch die drögen Ansagen von Kommentator Peter Urban. 20 Jahre reichen.
Levina hat mit Ansage verloren, nur der NDR hat diese Ansage nicht gehört – oder die Leute wollten sie nicht hören.
Wie schon 2016.

Ansonsten war aber auch Spanien zurecht Letzter. Der Song war schwach, der Sänger erst recht – und so stand auch bei mir die 26 auf dem Stimmzettel.
Belgien hat definitiv den besten Song 2017 abgeliefert – konnte aber nicht mit der Performance auf der Bühne überzeugen. Blanche kam einfach nicht gut rüber.
Dass Österreich von den Zuschauern nicht einen einzigen Punkt (und damit weniger als Levina) bekommen hat, ist auch merkwürdig – ein toller Song!
Erfrischend kam Rumänien mit seiner Jodel-Nummer daher – und kam damit auf einen guten 7. Platz. Ein schöner Erfolg.

Kleiner Zwischenfall am Rande: Beim Auftritt von Jamala in der (eher lahmen) Pausenshow stürmte ein Typ auf die Bühne, der seinen blanken Hintern zeigte und daraufhin rüde von der Bühne gezogen wurde (es gab keine Verhandlungsbasis). Aber da muss Kommentator Peter Urban gerade auf dem Klo gewesen sein, denn dieses Ereignis blieb komplett unkommentiert. Wenn man den Urban nur einmal braucht…

Fast ein bisschen untergegangen ist der traurige Abschied von Israel: Weil der übertragende Sender dicht macht, kann das Land wohl nicht mehr am ESC teilnehmen – nach 44 Jahren.