Tagesarchiv für 26. März 2017

RTelenovela

Adieu, Funkmast! Zehlendorf hat ausgeblinkt

Sonntag, den 26. März 2017
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Das kleine Zehlendorf hat am Sonnabend vermutlich seine ersten Staus erlebt. Hunderte, vermutlich sogar tausende Menschen pilgerten am frühen Nachmittag an den Dorfrand, um ihn fallen zu sehen: den alten Funkmast.

360 Meter hoch war, er galt nach dem Berliner Fernsehturm als das zweithöchste Bauwerk Deutschlands. Bis 1991 wurde dort der Deutschlandsender, bzw. die Stimme der DDR ausgestrahlt. Danach bis 2014 strahlte er die Langwelle für das DeutschlandRadio Kultur aus, sie wurde zugunsten des Digitalradios abgeschaltet. Zu DDR-Zeiten schon strahlte er die DDR-Langwellensender nach Europa aus. Später kamen ein paar UKW-Sender hinzu.
Die UKW-Frequenzen waren sogar noch bis Freitagvormittag im Betrieb. Auf der 90,8 MHz sendete Antenne Brandenburg vom rbb – die Frequenz fällt weg. Auf der 91,8 MHz sendete Power-Radio, auf 95,4 und 107,9 MHz verschiedene Regionalversionen von BB Radio – sie sind nach Eberswalde umgezogen. Auf der 104,9 MHz sendete Radio B2 – die Frequenz zieht nach Gransee um.

Nur einen Tag nach der Abschaltung der Sender, ist der Funkmast in Zehlendorf gesprengt worden.
Auf den schmalen Sandpisten an den Feldern bildeten sich zuvor lange Autoschlangen, Felder verwandelten sich zu Parkplätzen, überall standen und liefen die Menschen und warten auf den Knall.
Der kam gegen 13.59 Uhr, zuvor sind zwei Signale ertönt.
Erst die Explosionen, dann fiel der Turm in sich zusammen. Nur wenige Sekunden dauerte das, dann war er weg.
Vereinzelter Applaus, aber im Großen und Ganz auch viel Wehmut war bei den Menschen dabei.

Früher standen in Zehlendorf mehrere Funkmasten, am Ende blieb nur einer übrig. Aber dieser Funkmast war ein Wahrzeichen Zehlendorfs, der ganzen Region. Denn man sah ihn nachts schon von weitem blinken. Er war ein Stück Heimat. Aber jetzt hat sich’s ausgeblinkt.

Die Sprengung auf Youtube.

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KeineWochenShow

#12 – Willst du was von meiner Fleischpeitsche?

Sonntag, den 26. März 2017
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Tusch! Ausgabe 12 von unser schnuckeligen, kleinen Internetsendung ist technisch endlich so, dass wir erst mal damit leben können.
Diesmal haben wir Donnerstagabend aufgezeichnet, so dass es auch ein bisschen was zu essen gibt – Fleischpeitschen! Mhm, lecker!

In dieser Woche besprechen wir noch einmal die Ereignisse in London. Wie sicher sind wir eigentlich vor Anschlägen? Wie sicher können wir jemals sein?
Weitere Thema sind das Bürgerbegehren für die Offenhaltung des Flughafens Berlin-Tegel und gegen die Kreisgebietsreform in Brandenburg. Zwei Fälle, in denen die Politiker bockig zu sein scheinen.
Auch die Sprengung des Zehlendorfer Funkmastes sprechen wir an, und wir würdigen Chuck Barry.
Nicht zuletzt beschäftigen wir uns mit der Frage, warum sich viele Frauen eigentlich nur geschminkt aus dem Haus trauen.
Und ein Bier gibt’s natürlich auch…

Folge 12 gibt es auf Youtube.

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