Tagesarchiv für 27. Februar 2017

RT im Kino

Lion – Der lange Weg nach Hause

Montag, den 27. Februar 2017

Saroo (Sunny Pawar) ist fünf. In Indien lebt er in armen Verhältnissen. Aber er ist glücklich. Mit seinem Bruder ist er immer wieder unterwegs – auch als es darum geht, einen neuen Job anzunehmen. Und eigentlich wollte sein Bruder nur kurz etwas erledigen, als er Saroo kurz am Bahnhof der Kleinstadt zurücklässt.
Als der Junge aber nachts auf einer Bank aufwacht, ist sein Bruder immer noch verschwunden. Er beginnt ihn zu suchen, auch im Zug, der gerade am Bahnsteig steht. Dann aber setzt sich der Zug in Bewegung. Zwei Tage lang ist er unterwegs – erst in Kalkutta kann Saroo wieder aussteigen. Und ist ganz allein.
Lange schlägt er sich allein durch, bis er in einem Heim landet. Da aber seine Herkunft nicht ermittelt werden kann und seine Familie unerreichbar ist, landet er schließlich bei Adoptiveltern (u.a. Nicole Kidman) in Australien. 20 Jahre später beginnt Saroo (Dev Patel) dann, zu recherchieren, wo er denn nun wirklich herkommt…

Garth Davis erzählt die wahre Geschichte eines Menschen, der seine Familie verliert und damit auch seine gesamte Vergangenheit. Saroo Brierley hat in Australien ein gutes Leben – und dafür ist er auch dankbar. Aber er will wissen, wer er ist und wo er herkommt.
Das ist berührend. Sogar sehr berührend. Erstaunlicherweise ist “Lion – Der lange Weg nach Hause” aber gar nicht besonders kitschig. Das braucht er auch nicht, denn es ist die Geschichte selbst, die so aufwühlend ist.
Der kleine Sunny Pawar spielt hinreißend. Ein fröhlicher Junge, der sich dann plötzlich ganz alleine durchschlagen muss. Diese Angst, diese Einsamkeit spielt er hervorragend. Der Film findet aber auch eindringliche Bilder. Der harte Alltag von Kalkutta überträgt sich auf der Leinwand, und es ist atemberaubend. Im Guten und im Schlechten.
Aber auch Dev Patel, der den erwachsenen Saroo spielt, kann überzeugen in seiner Unsicherheit, niemanden zu verletzen mit seiner Suche nach dem Ich.
Das ist das Kino der tollen Geschichten, dafür ist das Kino erfunden worden.

Lion – Der lange Weg nach Hause
USA / GB / Australien 2016, Regie: Garth Davis
Universum, 120 Minuten, ab 12
9/10

Hits: 65

KeineWochenShow

#8 – Oranienburg Helau! Endlich Karneval!

Montag, den 27. Februar 2017
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Eines vorweg: Leider ist die Bildqualität der 8. Show ziemlich erbärmlich. Eigentlich dachten wir, dass wir das bei der zweiten Live-Ausgabe hinbekommen, aber leider hat es technisch nicht so funktioniert, wie wir uns das dachten. So ist’s öfter mal ein Bildmatsch.
Das ist um so bedauerlicher, weil die Show eigentlich ganz gut war!

Diesmal feiern wir nämlich Karneval! Wir haben Luftschlangen, eine Clownsnase, wir singen – und wir warten vor allem auf den Karnevalsumzug, der direkt durch unser Studio ins neue Holländische Viertel von Oranienburg laufen soll.
Darüber hinaus gibt es eine echte Neuigkeit, die in der Show erstmals berichtet wird: Im September wird es ein neues Unterhaltungsformat in Kremmen geben. Nicht mehr nur Talk, sondern viel mehr!

Auch sonst haben wir viel zu besprechen. Es geht um den Verkauf von Luftgitarrensaiten, um einen Prozess Veronika Fischer gegen die DDR (oder so), um die fehlende Empathie bei der Leipziger Schülerunion und um einen Poetry Slam.
Außerdem spielen wir das mögliche Aufeinandertreffen von Michel Friedman und Reinhold Beckmann.
Es gibt einen CD-Tipp mit toller Musik aus Finnland und eine nicht lustige DVD sowie ein bisschen Metal.

Könnte spannend sein, und wenn das Bild matschig ist, macht man halt die Augen zu und genießt den Audio-Podcast…
Und zwar hier – auf Youtube.

Hits: 56

RTZapper

Boy Machine

Montag, den 27. Februar 2017
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SA 25.02.2017 | 20.15 Uhr | Tele 5

Ach, diese 90er. Das waren noch Zeiten. Als in der “Bravo” der Kampf unter den Boygroups ausbrach. Und natürlich in den Klassenräumen – wenn es darum ging, ob die New Kids on the Block, Take That, die Backstreet Boys oder ‘N Sync die beste Band ist.
Tele 5 erinnerte am Wochenende daran und machte wieder mal die Rolle rückwärts – mit einem 90er-Special. Inklusive dem alten Logo aus dieser Zeit, Nachrichtenberichten von damals und Werbespots aus dieser Zeit.

Höhepunkt des Revivals war die schwedische Comedyserie “Boy Machine” – über eine Gruppe Männer, die mal als Boygroup sehr erfolgreich waren und sich nun wieder zusammenraufen wollen. Aus Geldgründen oder wegen der Nostalgie, alle haben andere Gründe.
Die achtteilige Serie zeigt, ob es den Männern gelingt, wieder durchzustarten.
Dass es ausgerechnet die Schweden sind, die mit einer solchen Serie um die Ecke kommen, verwundert nicht. Immerhin ist Schweden ja eine der erfolgreichsten Eurovision-Song-Contest-Nationen. Mit Musik kennen die sich also aus.
Und mit Comedyserien? Na ja. Hätte lustiger und knalliger sein können.

Hits: 49