Tagesarchiv für 18. Dezember 2016

RTZapper

Domian: Letzte Sendung

Sonntag, den 18. Dezember 2016
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FR 16.12.2016 | 1.00 Uhr (Sa.) | WDR

In den letzten fünf Minuten sehen wir Jürgen Domian dabei zu, wie er sein kleines Studio rückbaut. Wie er die Kulissen im 1Live-Studio zurechtrückt. Wie er ein paar Sachen sortiert und einpackt. Und wie er dann geht.
In der Nacht zum Sonnabend endete im WDR und bei 1Live eine Ära. Eine, die tatsächlich mehr als 22 Jahre gedauert hat. “Domian” gibt es nicht mehr.

Die letzte Sendung verlief relativ normal. Noch mal ein paar Probleme der Anrufer. Eine Oma (73), die schon mal vor ein paar Jahren angerufen hatte, um Domian von ihrem Oralverkehr im Wald zu berichten, und sich nun verabschieden wollte. Ein Ex-Brummifahrer, der Domian dankte für all die Jahre.
Der Brummifahrer war der allerletzte Anrufer, und das passte gut. Denn 22 Jahre war Domian für alle die Nachtschwärmer da, die warum auch immer zwischen 1 und 2 Uhr nicht schlafen können oder wollen.
22 Jahre hörte er sich Probleme an, lustige Geschichten, Alltägliches, Abnormales. Die ganze Bandbreite.

Nun ist Schluss, Domian wird bald 60, und die Sache mit dem Biorhythmus wird ja auch nicht leichter. Ganz weg wird er nicht sein, vielleicht kehrt er mit einer Talkshow wieder zurück.

Völlig unverständlich ist aber, warum der WDR sich nicht um eine Nachfolge bemüht. Warum das scheinbar nicht mal ein Thema war – zumindest öffentlich. Anderthalb Jahre stand fest, dass Domian Ende 2016 aufhört. Es wäre genügend Zeit gewesen, einen Nachfolger zu suchen.
Dass man aber diesen Sendeplatz, dieses Format mit Domians Abgang einfach so fallen lässt, das ist unfassbar traurig, fast schon beschämend. Jeder Nachfolger von Domian hätte es schwer gehabt, aber er/sie hätte auch eine Chance verdient. Und vor allem die Hörer und Zuschauer hätten eine Chance verdient gehabt, an diesem Format weiter teilhaben zu können.

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RTelenovela

Eine Spreefahrt, die ist lustig – auch im Winter

Sonntag, den 18. Dezember 2016
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Aus den Lautsprecherboxen ertönt “Happy New Year” von ABBA. Währenddessen gleiten wir am ARD-Hauptstadtstudio in Berlin vorbei. Vom Wasser aus. Wir befinden uns auf der Spree. Mit “Alexander”, so heißt unser Schiff, schippern wir von Plänterwald bis nach Tiergarten und zurück.

Eine Schifffahrt, die ist lustig, und das nicht nur, wenn es draußen hell und warm ist. Wir haben uns zu einer Lichterfahrt entschlossen. Und das heißt in diesem Fall: An den Lichtern der Großstadt vorbeifahren.
“Alexander” startete in einem kleinen Hafen im Berliner Bezirk Plänterwald. Am Treptower Hafen vorbei ging es durch die dortige Schleuse auf die Unterspree. Vorbei am Medienzentrum mit Universal und Co., an der großen Konzertarena vorbei, am Nikolaiviertel, am Dom, dem neuen künftigen Stadtschloss, unter der Friedrichstraße hinweg, durch das Regierungsviertel bis zum Hauptbahnhof.

Die Hinfahrt erlebten wir abendbrotessend im Schiffsinneren. Zunächst wunderten wir uns, dass an jedem Fenster eine große Papierrolle stand. Dann aber war klar: Wir brauchen sie, um alle paar Minuten die Scheiben abzuwischen. Ansonsten hätten wir wegen Beschlagenheit nichts gesehen.

Auch im Winter, wenn es dunkel ist, ist so eine Schifffahrt eine schöne Sache. Die allermeisten Gebäude werden angestrahlt, an vielen Stellen gibt es Weihnachtsbeleuchtung. Hinterm Fernsehturm sind die Fahrgeschäfte des Rummel-Weihnachtsmarktes am “Alexa” zu sehen.
Bei Temperaturen um die 0 Grad, leichtem Fahrtwind und warm eingepackt ist das ein entschleunigendes Erlebnis.

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