Tagesarchiv für 27. Oktober 2016

RTZapper

Schlagerbooom – Das internationale Schlagerfest

Donnerstag, den 27. Oktober 2016
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SA 22.10.2016 | 20.15 Uhr | Das Erste

Ganz ehrlich: Respekt an den mdr! Waren die Feste der Volksmusik im Ersten einst eine betuliche Angelegenheit, ist die Show nach und nach behutsam modernisiert worden. In den vergangenen Jahren verschwand die Volksmusik aus dem Sendungstitel, langsam zog auch die moderne Musik bei Florian Silbereisen ein.
Und jetzt? “Schlagerbooom”! Eine Show, die sich erstaunlich gut sehen lassen kann.

Die Show kam am Sonnabend live aus der Dortmunder Westfalenhalle und wirkte wie ein Megaevent – wie der Eurovision Song Contest. Die Bühne ist wie eine Arena in der Mitte der Halle aufgebaut worden, Kulissen gab es ansonsten kaum.
Das Publikum war sehr gemischt – im Innenraum standen vor allem junge und mittelalte Leute, die ordentlich Party machten.

Helene Fischer feierte nach ihrer Bühnenpause ihr Comeback. Maite Kelly kam und heulte vor Rührung. Howard Carpendale sang seine größten Hits. Zwischendurch hatte Patricia Kaas einen Auftritt, der Volks-Rock-‘n’-Roller Andreas Gaballier und natürlich Silbereisens Band Klubbb3.
Es war ein spannendes Potpourri, und zu keinem Zeitpunkt glitt das Ganze wieder in die betuliche Schlagerwelt ab. Vielen Künstlern war deutlich anzusehen, wie sie selbst beeindruckt waren von dieser Kulisse, von dieser Art Popfernsehen zur Primetime, bei dem sie dabei sein durften. Nur eines sollte Pflicht sein: live singen!

Man kann von Florian Silbereisen halten, was man will. Aber er hat es geschafft, den Schlager in Deutschland wieder salonfähig zu machen, ja, man möchte fast sagen: cool. Kein Wunder, dass fast sechs Millionen Leute die weit mehr als dreistündige Show einschalteten, und sogar überdurchschnittlich viele junge Zuschauer dabei waren.
Liebe Verantwortlichen des Musikantenstadls, die die Sendung als Stadlshow ruiniert und in den Müll geworfen haben, weil sie absolut unfähig waren, etwas Gutes mit der Show anzufangen – beim “Schlagerbooom” seht ihr, wie man es richtig macht.

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ORA aktuell

Wirbel um DHL-Standort in Oranienburg

Donnerstag, den 27. Oktober 2016
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Es gibt Pläne der Deutschen Post, den DHL-Solution-Fashion-Standort in Oranienburg zu verlagern. Das berichtet der Oranienburger Generalanzeiger. Wohin der Standort verlegt wird, sei aber noch unklar. Bis 2018 soll das geschehen.
Das sieben Hektar große Grundstück Am Wald 1 soll für Wohnhäuser genutzt werden – die Rede ist von 130 Reihen- und 34 Doppelhäusern sowie einem Gebäude mit 20 Appartements.

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RT im Kino

Burg Schreckenstein

Donnerstag, den 27. Oktober 2016

Stephan (Maurizio Magno) soll aufs Internat. Seine Eltern sind getrennt, und wenn sie sich sehen, zoffen sie sich. Seine Mutter Melanie (Jana Palaske) bringt ihn zur Burg Schreckenstein, seiner neuen Heimat.
Auf der Burg leben nur Jungs, und natürlich beäugen die anderen Jungs Stephan erst mal sehr gründlich. Aber schnell stellt sich raus, dass dort alles weniger streng ist als gedacht – zumindest auf Schülerseite.
Allerdings sind die Schreckensteiner im Krieg – mit dem Mädchen vom Internat Rosenfels, und dieser Krieg wird leidenschaftlich gern ausgetragen – natürlich nicht immer mit feinsten Methoden…

Nicht gerade wenige 27 Bände umfasst die Jugendbuchserie “Burg Schreckenstein” von Oliver Hassencamp, geschrieben zwischen 1959 und 1988. Jetzt gibt es den ersten (und vermutlich nicht letzten) Film dieser Reihe im Kino.
Natürlich hat Drehbuchautor Christian Limmer die Geschichte ein bisschen mehr ins Heute verfrachtet. Dass sie aber dann doch ziemlich von gestern sind, merkt man diesem Film leider doch deutlich an.
Das ewige Mädchen-Jungen-Bashing mit durchaus üblen (und heute eigentlich lahmen) Klischees sind auf Dauer leider langweilig. Und auf etwas anderes baut dieser Film kaum auf. Zwar gibt es noch die kleine Nebengeschichte von Stephan, die ist aber auch nicht spannend genug, um den Film allein zu tragen. Das Burgleben erscheint auch irgendwie unmodern und lebensfern.
Klar, die Darsteller sind herzig (plus Harald Schmidt als kauziger Alter), der Soundtrack stimmig. Dennoch zieht sich “Burg Schreckenstein” doch sehr.

Burg Schreckenstein
D 2016, Regie: Ralf Huettner
Concorde, 96 Minuten, ab 0
5/10

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