Tagesarchiv für 20. September 2016

RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (36): Das Navi sagt “links”

Dienstag, den 20. September 2016
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(35) -> 24.7.2016

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie hörig viele Autofahrer gegenüber ihrem Navigationsgerät sind. Und scheinbar nur noch selten den Kopf einschalten.
Neulich habe ich das wieder mal im Autobahnkreuz Oranienburg erlebt. Plötzlich zog vor mir ein Auto auf die linke Spur – ohne Grund. Es hab niemanden zum Überholen.
Ich vermute, das Navi hat dem Fahrer gesagt: Bitte links halten!
In vielen Navis werden Straßengabelungen falsch interpretiert. Dann heißt es, man solle sich links halten, obwohl man schlicht auf der Strecke bleiben soll und nicht nach rechts fahren soll. Im Fall des Kreuzes Oranienburg: links (oder eher weiter geradeaus) auf der B96 nach Oranienburg, rechts in Richtung A10 und Birkenwerder.
Mitdenkende und auf die Schilder achtende Autofahrer wüssten und sehen das. Die anderen hören blind auf’s Navi und sind ein Verkehrshindernis für den folgenden Verkehr.

Vermutlich sind das auch die Falschfahrer, die, wenn das Navi auf der Autobahn sagt: “Bitte wenden” wirklich wenden und zum Geisterfahrer mutieren. Oder ins Hafenbecken donnern, nur weil das Navi irgendwas Falsches gesagt hat.
Leute, denkt doch mal nach!

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RTZapper

OGOT – Old Guys on Tour

Dienstag, den 20. September 2016
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MO 19.09.2016 | 22.05 Uhr | Tele 5

Dagegen ist das Dschungelcamp der reinste Urlaub. Tele 5 schickte im Frühjahr vier alternde Promis auf den Jakobsweg – und zwei Kamerateams gleich mit.
Seit Sonnabend zeigt der kleine Sender fünfmal pro Woche “OGOT”. Das ist kein Schreibfehler, sondern die Abkürzung für “Old Guys on Tour”.

Jörg Draeger war mal ein bekannter Gameshow-Moderator. Frederic Meisner war mal ein bekannter Gameshow-Moderator. Harry Wijnvoord war mal ein bekannter Gameshow-Moderator. Björn-Hergen Schimpf war mal… na ja, du weißt schon. Gemeinsam laufen sie mehrere hundert Kilometer. Und sie labern. Und sie streiten. Und sie lästern. Und sie verlaufen sich. Sie leiden. Sie lachen.

Das Projekt ist in mehrerlei Hinsicht mutig. Erstens, weil natürlich niemand weiß, wie viele von den vieren am Ende des Jakobsweges noch gesund sind. Zweitens: Ist es spannend, vier Herren (und dem Team dahinter) beim bloßen Laufen zuzusehen? Passiert da überhaupt was? Reicht das für zwölf Folgen?
Die letzte Frage lässt sich nach drei Folgen am Montagabend noch schwer beantworten. Denn es passiert nicht allzu viel. Wir sehen die Landschaften und die Herren. Das Interessante ist: Diese Nicht-Spannung ist dann doch irgendwie spannend, irgendwie faszinierend. Slow-TV.

Schade ist, dass Tele 5 das Ding selbst kaum und schlecht promotet. Der Titel “OGOT” ist zwar mehrdeutig-lustig, aber dass da vier Promis auf dem Jakobsweg laufen, kann man daraus nicht erkennen, wenn die etwas ältere Zielgruppe in die Fernsehzeitung schaut. Hätte man besser machen können.

Und es darf gern noch interessanter werden. Immerhin hat uns Hape Kerkeling in seinem Jakobsweg-Buch auch viel über die menschlichen Begegnungen erzählt. Ob die vier Herren noch andere Menschen treffen, ist offen. Bislang waren sie auf noch abgelegenen Teilen des Weges unterwegs. Das belebte Stück kommt erst noch.
Auch sieht man nichts über die Herbergen entlang des Weges, aber vermutlich übernachtet das Team in Hotels und nicht dort, wo die Otto-Normal-Pilger schlafen.
Aber es sind ja noch neun Folgen.

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