Tagesarchiv für 12. August 2016

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Ein neues Streichelgehege als lebensrettende Maßnahme

Freitag, den 12. August 2016
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Auf dem Flatower Karolinenhof wird morgen ein weiteres Gelände für die Ziegen eröffnet

MAZ Oberhavel, 12.8.2016

Flatow.
Manchmal haben Besucher Pech. Dann lässt sich direkt auf dem Karolinenhof, zwischen Flatow und Kuhhorst, kaum eine Ziege blicken, wenn sie nämlich draußen auf dem Feld sind. Immer wieder haben Besucher nachgefragt, ob es nicht auch ein kleines Streichelgehege auf dem Hof geben könnte. „Das ist für mich als Landmenschen natürlich erst mal schwer verständlich“, gibt Betreiberin Gela Angermann zu. Aber sie ließ sich gern umstimmen.
Am morgigen Sonnabend wird das neue Streichelgehege gegen 16 Uhr eröffnet. Drei bis vier Ziegen werden darin leben, eventuell kommt im kommenden Jahr noch das eine oder andere Schaf dazu. Besucher können durch ein Doppeltor – sicher ist sicher – in das kleine Gehege gelangen. Die Tiere haben aber direkt dahinter noch einen Stall, in den die Gäste nicht reinkommen. Ebenfalls direkt daneben befindet sich noch ein kleines Auslaufgelände für die Ziegen, das ebenfalls für Besucher tabu ist.

Das Gehege ist genau genommen auch eine Art lebensrettende Maßnahme. Eine der Ziegen ist anderthalb Jahre alt und so klein, dass im Frühjahr bei dem Tier beim Gebärvorgang ein Kaiserschnitt vorgenommen werden musste. Das Tier wird keine Zicklein mehr bekommen. Im Normalfall wäre das Tier früher oder später geschlachtet worden. Nun aber darf es ins Gehege, ebenso wie mehrere weitere Ziegen, die auch keine Milch mehr geben. Die Tiere können bis zu 15 Jahre alt werden, sagt Gela Angermann.Die Ziegen in den Ställen sind immer im Winter eine Attraktion. Hier ein Foto vom Februar 2016.Juliane Weser
Das Gehege selbst entstand mithilfe von Studentinnen der Fachhochschule Eberswalde. Die Idee dafür hatte Sarah Spindler, die auf dem Hof die Ziegenkäserei bewirtschaftet. „Wir sind ganz zufrieden, was dabei herausgekommen ist“, sagt Gela Angermann, „mal sehen, wie es die Ziegen finden.“

Am Sonnabend können die Besucher auf dem Karolinenhof aber auch bei der „Ziegenhochzeit“ dabei sein. Das ist der Moment, wo die beiden Böcke in die übrige, 110 Tiere starke Ziegenherde zurück dürfen. Die Böcke haben dann in den nächsten Wochen ordentlich „zu tun“, immerhin sollen im Januar die nächsten Zicklein das Licht der Welt erblicken.
Neu ist am Sonnabend auch, dass erstmals der „Alte Karolinenhöfer“ verkauft wird, eine besondere Schnittkäse-Sorte, die länger gereift ist. Am 27. und 28. August findet auf dem Gelände zudem wieder das Hoffest statt. Am Abend des ersten Veranstaltungstages spielt eine Live-Band, es gibt außerdem die Möglichkeit, im mitgebrachten Zelt oder Campingbus zu übernachten.

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RTelenovela

Rügen 2016 (12): Die Sache mit der Edeka-Schranke

Freitag, den 12. August 2016
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(11) -> 11.8.2016

Wer beim Edeka-Markt in der Binzer Dünenstraße parken will, muss durch eine Schranke. Und wer länger als eine Stunde dort auf dem Platz steht, muss zahlen. So will man verhindern, dass sich Dauerparker dort ansiedeln, denn überall in Binz muss fürs Parken tief in die Tasche gegriffen werden.
Ein Autofahrer aus Potsdam muss aber irgendwie das System nicht kapiert haben, oder er hat nicht nachgefragt, oder er war einfach nur doof.
Der Mann stand mit seinem Wagen an der Ausfahrtschranke und kam irgendwie nicht weiter. Warum auch immer. Er regte sich jedenfalls tierisch darüber auf. Irgendwas muss da schiefgelaufen sein, denn er schrie rum.
Schließlich lenkte er sein Auto rechts vorbei auf den Gehweg, direkt am Edeka-Eingang vorbei. Die Fußgänger dort schrie er rüde weg, mit einem diskutierte er rum – es klang wie ein Blöken.
Bei den Passanten sorgte das für Heiterkeit. So seien die Ossis eben, sagte eine Frau. Nein, nein, so seien die Potsdamer, sagte eine andere Frau. Warum hat er nicht nachgefragt, fragte eine Verkäuferin.

Der Potsdamer fühlte sich jedenfalls von Edeka – warum auch immer – verarscht. Ging mir später auch so, wenn auch aus einem anderen Grund.
Wer in dem Laden zur Salatbar geht, findet ein ziemlich großes Angebot. Allerdings wird ordentlich getrickst. Der Eisbergsalat liegt in einem schweren Dressing, wurde geradezu in Flüssigkeit getaucht. Das Leichteste in der Schüssel war schon schwer, und man zahlt ja pro Gramm. Je schwerer die Schüssel, desto teurer. Und siehe da: alle Zutaten lagen in Flüssigkeiten. Der Mais, der Schafskäse, einfach alles. Ich hätte den Kram vielleicht stehenlassen sollen, zumal der Eisbergsalat in der Tunke nicht besonders doll geschmeckt hat. Letztlich ist es Abzocke.
Das ist in anderem Edeka in der Binzer Schillerstraße ein wenig anders, dort geht man fairer mit den Kunden um.

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