Tagesarchiv für 11. August 2016

ORA aktuell

Linde auf Oranienburger Schlossplatz wird gefällt

Donnerstag, den 11. August 2016
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Eine der vier Linden auf dem Oranienburger Schlossplatz muss gefällt werden. Der Zustand des betroffenen Baumes hatte sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert, es sind bereits Seilsicherungen angebracht worden.
Im Frühjahr 2017 soll dort eine neue Linde gepflanzt werden.

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RTZapper

Super-Dad

Donnerstag, den 11. August 2016
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DI 09.08.2016 | 20.15 Uhr | Sat.1

Warum sich eigene Geschichten ausdenken, wenn man sie doch gut kopieren kann?
Mark holt die Vergangenheit ein. Er war mal Samenspender, es entstanden daraus 99 Sprösslinge, die aber blöderweise nun alle ihren Erzeuger kennenlernen wollen.
“Super-Dad” hieß die Eigenproduktion aus dem Jahre 2015, die Sat.1 am Dienstagabend wiederholte. Die Geschichte, die dort erzählt worden ist, sollte aber alles andere als neu.

2012 lief der kanadische Film “Starbuck” in den deutschen Kinos an. Dort hieß der Masturbator David und hat nicht nur für 99 Kinder gesorgt, sondern für gleich mehr als 500. Muss sich ja schließlich lohnen. 142 davon wollten ihn kennenlernen.
Kurz danach folgte “Der Lieferheld” aus den USA. Ein Remake. Vorsichtshalber hat sich Ken Scott aber selbst kopiert, in dem er “Starbuck” für die USA einfach noch mal drehte. Er änderte dafür nicht mal den Masturbator-Namen und die Zahl der Kinder. Wäre zu anstrengend gewesen.

Die Mühe hat man sich beim Sat.1-Movie immerhin gemacht. Da hat man sich auf 99 Kinder beschränkt. Entweder weil es glaubwürdiger ist, oder weil man sich ein paar Komparsen sparen wollte. Aber braucht man solche Abklatsch-Filmchen wirklich?

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RTelenovela

Rügen 2016 (11): Warten auf’s Saläterchen

Donnerstag, den 11. August 2016
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(10) -> 10.8.2016

Über den hippen Burger-Laden an der Binzer Strandpromenade habe ich an dieser Stelle schon mehrmals geschrieben, zuletzt war ich im Frühjahr dort. Was uns diesmal besonders sauer aufstieß, ist mir damals nur bedingt aufgefallen.
Aber in diesem Laden scheint es Gesetz zu sein, alle Leute zu duzen. Nun ist das erst mal ja nicht verwerflich, aber wenn mich eine Kellnerin kumpelhaft von der Seite anquatscht, dann werde ich stutzig.

“Na, ihr Lieben, habt ihr denn schon was Schönes gefunden?”, flötete die junge Frau, die uns bediente (und die, so glaube ich, auch die Babybänderin vom Frühjahr war).
Woher weiß sie, ob und wie lieb wir sind? Auch die schon etwas älteren Herrschaften am Tisch nebenan, duzte sie kumpelhaft. Und ganz ehrlich: So was wirkt dann doch irgendwie peinlich und aufgesetzt. Ich kann damit nur wenig anfangen.

Wir bestellten unser Essen, was auch ein paar Minuten später geliefert worden ist – an den Nebentisch. Zumindest Teile unserer Bestellung. Wir konnten das nur aus der Ferne beobachten, den Leuten am anderen Tisch ist erstaunlich spät aufgefallen, dass das gar nicht ihr Essen ist.
Irgendwann brachte sie dann das Essen, einen Burger mit Pommes. Nur: Pommes hatte ich gar nicht bestellt, sondern einen Salat. “Na ja, dann habt ihr was zum Naschen”, flötete sie. Dabei hatten wir schon genug Pommes, weil einer von uns welche hatte, außerdem standen Süßkartoffeln auf dem Tisch. “Dann bringe ich dir gleich noch das Saläterchen.”

Saläterchen.
Sie sagte: Saläterchen.
Ich habe keine Ahnung, in welcher Phase die junge Frau stehengeblieben ist, wir waren jedenfalls ein wenig angepisst. Erstens weil das mit dem Essen nicht funktioniert hat. Zweitens weil sie einer von uns ein Burgerfleisch angedreht hat, was angeblich total lecker sei – dass es 2 Euro mehr kostet, verschwieg sie. Unseriös. Und drittens, weil die Ansprache irgendwie gar nicht geht.
Irgendwann kam dann auch das Saläter…, äh, der Salat. Hat ein bisschen gedauert, denn ich hatte ein anderes Dressing bestellt als vorgesehen ist (Allergie).

Die Burger schmecken okay. Man muss leider sagen, dass sie eben nicht besser schmecken als okay. Ja, die Zutaten sind edler, aber wenn McDonald’s einen guten Tag hat (was zugegebermaßen immer seltener vorkommt), dann können die da mithalten.

Und dann begann das Warten. Die Saläterchen-Frau ignorierte uns. Und auch den Nebentisch. Sie ließ sich schlicht nicht mehr blicken, oder schaute nicht zu uns, wenn wir ihr Zeichen gaben.
Das brachte dann das Fass zum Überlaufen. Auch dass sie keck der Küche die Schuld gab, dass sie das Essen falsch verteilt hat. Sie traf keine Schuld, sagte sie.
Egal. Wir bezahlten, ich ohne Trinkgeld. Macht man sonst ja nicht, weil die Bedienungen bei Fehlern oft keine Schuld trifft – dort aber schon.
Den Nebentisch bediente kurz danach übrigens ein junger Mann – der die Leute siezte und viel angenehmer drauf war. Gibt es doch keine Duz-Anweisung?
Ich werde wohl in Zukunft auf’s Saläterchen und die Burger dort verzichten.

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