Tagesarchiv für 9. August 2016

RTZapper

Hautnah – Gott mitten im Leben

Dienstag, den 9. August 2016
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SO 07.08.2016 | 5.30 Uhr | Anixe

Gott höchstpersönlich hat am Sonntagmorgen dem Social-Media-Sender joiz den Saft abgedreht. Er hat eingegriffen, als bei joiz das Chaos herrschte, vermutlich konnte er sich das Getöse dort nicht mehr ansehen.
Gerade als die Sendung “Random” lief, eine Zusammenschnitt-Sendung mit den lustigen Pannen, wurde das Bild schwarz, und eine Kirchensendung begann.

Der Kleinstsender Anixe übernimmt jede Nacht ein paar Stunden das Programm von joiz. Um 5.30 Uhr aber, da ist Schluss. Egal, was dann bei joiz läuft, Anixe zieht den Stecker.
Am Sonntag begann dann die Sendung “Hautnah – Gott mitten im Leben”. Thema dieses Interviewformates war, wie Gott eine junge Frau aus ihrer Lebenskrise rausholte. War sicherlich sehr, sehr, sehr spannend. Aber ich hätte dann doch lieber mit den joiz-Leuten weitergelacht.
Aber wenn Gott dazwischenfunkt, dann muss man das eben akzeptieren. Er ist halt mitten im Leben, auch wenn’s grad nicht passt. Amen.

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RT im Kino

Lights out

Dienstag, den 9. August 2016

Licht aus: Geist da.
Licht an: Geist weg.
Im Grunde ist das schon die Hauptaussage des Horrorfilms “Lights out” von David F. Sandberg. Eigentlich genial und aufregend. Ja, eigentlich.

Der kleine Martin (Gabriel Bateman) hat Angst. Im Haus, in seinem Zimmer, geschieht Unerklärliches. Ein Geist sorgt für Schrecken, aber nur wenn das Licht aus ist. Sobald man es einschaltet, ist der Geist weg und man ist vor ihm sicher.
Dieser Geist aber, eine gewisse Diana hat eine seltsame Verbindung mit Martins Mutter Sophie (Maria Bello). Sophie scheint Diana immer irgendwie in Schutz zu nehmen.
Als aber Martin kaum noch schläft, dafür aber in der schule einschläft, kommt seine Schwester Rebecca (Teresa Palmer) ins Spiel. Die Vorgänge um Diana sind ihr nämlich nicht neu. Gemeinsam mit ihrem Freund Bret (Alexander DiPersia) will sie Diana den Garaus machen. Aber klar, das ist alles andere als einfach.

Also, könnte man meinen. Denn die Auflösung ist gerade ärgerlich simpel. Ganz plötzlich kommt diese Auflösung daher, und schwupps ist der Film auch schon vorbei.
Immerhin dauert “Lights out” auch nur 81 Minuten, zieht man den Abspann ab, bleiben gute 75. Das ist wenig und sorgt beim Zuschauer dann auch für die Frage: “Das war alles?”
Die Idee des Geistes der Dunkelheit (und nur der Dunkelheit) hat seinen Reiz, sorgt auch für einige gute Effekte und Schreckmomente. Aber es macht den Eindruck, als dass die Macher mittendrin keine Lust mehr hatten und das Geschehen einfach abbrachen.
Zack, aus, Licht an, auf Wiedersehen.

Lights out
USA 2016, Regie: David F. Sandberg
Warner, 81 Minuten, ab 16
6/10

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RT liest

Tommy Jaud: Überman

Dienstag, den 9. August 2016

Neues von Simon Peters. Nach dem auch verfilmten Roman “Vollidiot” und “Millionär” folgt nun der dritte Teil, geschrieben von Tommy Jaud.
Aber, um es vorweg zu nehmen: Simon Peters ist immer noch ein Vollidiot. Das Problem ist: Im ersten Buch war er damit immer noch ein Sympathieträger. Ein bisschen bekloppt und überdreht, aber immer noch nett. Jetzt, im dritten Roman “Überman” ist Peters ein kotzbrockiger, strunzdämlicher Vollidiot. Das allerdings ist nicht wirklich lustig.

Simon Peters wollte die ganz große Kohle machen. Mit einem rumänischen Waldfonds und Zertifikate auf Magerschwein. Doch dann tauchte in seinem Portfolio die Zahl -211,2 Prozent auf, und Simon wusste: Das Geld ist futsch. Falsch angelegt. Auf Nimmerwiedersehen. Privatinsolvenz. Denn das Finanzamt wartet auch noch auf ordentlich Kohle, und spätestens dann ist alles aus.
Simon versucht sich aus dem Dreck zu ziehen – gerät aber immer tiefer rein.

Und das leider auf völlig überdrehte und absurde Art und Weise. Tommy Jaud gräbt wirklich ganz tief in der Kalauer-Schublade. Seine Story entwickelt sich immer mehr zur blöden Räuberpistole. Sein Simon Peters erweist sich als völlig Irrer, aber eben leider nicht als sympathischer Irrer. Jaud verrät seine Romanfigur, in dem er sie zu einem Hassobjekt macht. Denn als Leser fragt man sich schon, wie man eigentlich so bekloppt sein kann wie Peters. Das war in “Vollidiot” noch nicht so. Auch dort glitt Jaud ins Absurde ab, aber immerhin noch relativ glaubhaft.
Das maue Ende macht “Überman” dann endgültig zur Enttäuschung.

Tommy Jaud: Überman
Fischer-Taschenbuch, 368 Seiten
3/10

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RTZapper

Sportschau – Olympia Rio 2016: Eröffnungsfeier

Dienstag, den 9. August 2016
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FR 05.08.2016 | 1.00 Uhr (Sa.) | Das Erste

Doping? War da was? Für den IOC-Präsident offenbar nicht. Die olympischen Sommerspiele 2016 in Rio sind eröffnet, und für Thomas Bach war die Dopingkrise bei der Eröffnungsfeier kein Wort wert. Augen zu und durch, und lächeln – das schien in der Nacht zum Sonnabend sein Motto gewesen zu sein.
Olympia ist das größte und abwechslungsreichste sportliche Event, das wir haben. Da freuen wir uns drauf und schauen uns Sportarten an, die sonst so gar nicht im Fokus liegen.
Aber nicht alles ist Friede, Freude, Eierkuchen: Das wohl systematisch angewandte Doping bei den Russen wird ein großes Thema sein, dass dennoch ein riesige Anzahl an Sportlern aus Russland teilnehmen darf, ist bemerkenswert, ja ärgerlich.

Das Erste übertrug die Eröffnungsfeier aus Rio, die aber dennoch ein aufregendes Spektakel war. Die Geschichte Brasiliens ist dargestellt worden, und plötzlich wurde es auch ernst, als plötzlich die drohende Zerstörung der Umwelt ein Thema war. Angesichts der Verschmutzungen in Brasilien schon bemerkenswert.

Reden müssen wir allerdings über die Klamotten der deutschen Olympiamannschaft. Was bitte war das? Die Frauen in engen Hosen, darüber eine Art Minirock, ein braunes Dingsbums obenrum, garniert von etwas, was wie eine gräuliche Regenjacke aussah. Und man fragte sich: Olympia oder eher Gartenarbeit zu Hause?
Großen Applaus gab es für den Einmarsch des Flüchtlingsteams in Rio. Unter der Olympiaflagge treten auch Refugees an. Eine schöne und wichtige Geste in unserer unruhigen Zeit.

Unruhig wurde es aber auch, als Brasiliens Übergangspräsident Michel Temer die Spiele eröffnete – er erntete Buhrufe. Nicht für die Eröffnung, sondern für seine Politik. Was zeigt, dass auch Olympia den Ernst des Lebens nicht erspart und die Menschen im Stadion nicht vergessen, was sie neben dem Sport noch umtreibt.

Bis kurz vor 5 Uhr dauerte die Eröffnungsfeier. Brasilien liegt fünf Stunden hinter uns, und somit werden das wohl sehr lange Olympia-Nächte werden in den nächsten zwei Wochen…

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RTelenovela

Rügen 2016 (9): Romeo muss weg

Dienstag, den 9. August 2016
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(8) -> 8.8.2016

Romeo hat ein Problem. Mama und Papa wollen weg vom Strand. Darauf hat Romeo allerdings so gar keine Lust, schließlich hat er doch gerade ein anderes Kind zum Spielen getroffen.
Es ist eine Mischung aus Komödie und Drama. Aufführungsort ist der Strand von Binz, direkt vor dem Kurhaus.
Romeo hat vier oder fünf Jahre alt, und Papa wird langsam ungeduldig, weil der Kleine keine Anstalten macht, mitzukommen. Papa bewegt sich auf die Treppe zum Kurhausplatz zu. “Dann gehen wir eben alleine”, sagt Papa, und Romeo antwortet ganz keck: “Tschüss, Papa!”
Und Papa ist kurz baff, denn sein Romeo scheint wirklich nicht mitkommen zu wollen. Also dreht sich Papa um und macht ein paar Schritte. Dann zögert Papa. Und Romeo zögert auch. Einer muss nachgeben, und natürlich hat Romeo die schlechteren Karten. Vermutlich ahnt der Junge das auch.
Papa bleibt also noch mal stehen, blickt sich um, macht noch einen Schritt – und dann hat sich Romeo entschieden, dass der Papa eben doch das Sagen hat. Romeo muss gehen.

Kurze Zeit später, ein paar Meter weiter. Eine Familie mit Kind sorgt für Trubel am Strand. Die kleine Luna rennt durch den Sand, schießt den Ball von A nach B und macht sich lautstark bemerkbar. Mutti ruft genervt: “Luna, sei doch mal ein Mädchen!”
Luna ruft lachend, dass sie das offenbar gerade nicht vor hat. Von ihr kommt ein “Nein!”, und Mutti stöhnt.
Dürfte spannend werden, ob dieser Dialog in zehn bis zwölf Jahren immer noch nötig sein wird…

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