Tagesarchiv für 21. Februar 2015

RTelenovela

Nicht wegweisend

Samstag, den 21. Februar 2015
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Einige Bewohner in Oranienburg-Süd regen sich über die diversen Einbahnstraßen- und Sperrschilder in den Wohngebieten auf. Da wird eine Zufahrt gesperrt und dort eine weitere. Alles, damit es ruhig bleibt in den Straßen, damit da bloß kein Fremder durchrauscht.

In der Birkenallee zum Beispiel. Wer von der B96 kommt, darf an der Kreuzung Saarlandstraße nicht geradeaus weiter. In der Stadt hat man vor zu viel Verkehr in dem Gebiet Angst. Obwohl die Straße saniert und damit die Bodenwellen-Erschütterungen wegfallen.
Dabei müsste man wahrscheinlich gar keine Angst haben, wenn man die Strecke vernünftig ausschildern würde. Wer von der B96-Abfahrt Oranienburg-Süd kommt, wird nämlich mit der Strecke ziemlich allein gelassen. Nach weit über zehn Jahren ist der Kreisverkehr am Gewerbegebiet noch immer komplett schilderlos. Wer zum Rewe-Lager will oder ins Zentrum, muss selbst wissen, wohin es geht.
An der Saarlandstraße gibt es zwar ein kleines weißes Schild, das den Weg ins Zentrum weist, aber normalerweise müssten doch auch dort die orangen Wegweiser stehen.
Wird Zeit, dass da was passiert – und dann kann auch die überflüssige Sperrung der Birkenallee wegfallen.

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RT im Kino

300 Worte Deutsch

Samstag, den 21. Februar 2015

300 Worte Deutsch. Die sind Pflicht. Ansonsten müssen die türkischen Frauen, die zum Heiraten hergekommen sind, das Land wieder verlassen. Denn dann steht für Amtsleiter Ludwig Sarheimer (Christoph Maria Herbst) fest, dass die Frauen nicht aus Liebe nach Deutschland gekommen sind.
Cengiz Demirkan (Vedat Erincin) hat die Gruppe Frauen geholt. Die Männer in seiner Gemeinde sollen sie heiraten, schließlich muss ja alles seine Ordnung haben. Weil nun aber die behörden daruf aufmerksam wurden, müssen die Frauen einen Deutschkurs absolvieren. Cengiz’ Tochter Lale (Pegah Ferydoni) übernimmt den und nutzt ihn auch dafür, den Frauen noch mehr beizubringen – ihren Willen zu behalten und durchzusetzen.
Außerdem funkt es zwischen Lale und Marc (Christoph Letkowski), dem Neffen von Amsleiter Sarheimer. Was wiederum Vater Cengiz alles andere als gut finden.

In “300 Worte Deutsch” treffen Kulturen aufeinander, etwas, was in Deutschland alltäglich ist, kommt komprimiert auf die Leinwand.
Es ist auch ein Kampf der Kulturen. Sie müssen sich gegenseitig akzeptieren, es geht um Regeln, gegenseitige Rücksicht und Einsicht. Und natürlich um die Liebe, die ihre eigenen Wege geht und sich nicht zwingend vorschreiben lässt, wie sie zu funktionieren hat.
Ein kurzweiliger Film, den an einigen Stellen den Finger in diverse Wunden legt und dabei aber immer auch prima unterhält.

300 Worte Deutsch
D 2013, Regie: Züli Aladag
DCM, 96 Minuten, ab 12
7/10

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