Tagesarchiv für 19. Februar 2013

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T.A. Wegberg: Klassenziel

Dienstag, den 19. Februar 2013

Als Benjamin zu seinem Vater in die Berliner Eichkampsiedlung zieht, muss er bei Null anfangen. Er hat keine Freunde, er ist neu auf der Schule, seine Mutter wohnt weit weg von ihm. Und sein Bruder – ist tot. Dass Dominik einen Amoklauf an der Schule plant, hat Benjamin nicht gewusst. Er hat zwar – ganz im Innern – geahnt, dass irgendwas nicht mit ihm stimmt. Aber dass er diese schreckliche Tat verüben könnte, wäre ihm nie in den Sinn gekommen.
Nach dem größten Schock, kommt der Neuanfang in Berlin. Die Phase der Neuorientierung. Der Suche nach einem Halt, nach neuen Freunden und Freuden.

Es braucht ein wenig Zeit und Seiten, bis man sich in T.A.Wegbergs Geschichte vom “Klassenziel” einfuchst. Aber irgendwann erreicht einen die ganze Wucht der Gefühle und der Spannung.
Die Geschichte von Benjamin – oder Jamie, wie er in Viersen noch genannt wird – wird in zwei Ebenen erzählt. Jedes der 130 (!) kurzen Kapitel zeigt das Leben in Viersen und das in Berlin, immer im Wechsel. Wir erfahren, wie es zur Katastrophe kam und wie sie die Familie und Benjamin selbst verarbeiten.
Es sind mitunter aufwühlende Momente, tieftraurige, auch schockierende – weil gewisse Dinge dann ganz plötzlich geschehen. Aber auch heitere, sogar richtig fröhliche.
Ein sehr beeindruckendes Buch, das sich sehr schnell liest, das sich aber auch nicht so einfach weglegen lässt.

T.A. Wegberg: Klassenziel
ro ro ro Rotfuchs, 286 Seiten
9/10

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RTelenovela

Vor 20 Jahren (93): Zum ersten Mal im Kurhaus

Dienstag, den 19. Februar 2013

(92) -> 18.2.2013

Freitag, 18. Februar 1993.
Das Kurhaus in Binz auf Rügen war schon immer das beste Haus am Platze, ein Schmuckstück. Vor 20 Jahren jedoch mehr oder weniger eher von außen. Drinnen war alles noch ein bisschen renovierungsbedürftig.

Bei unserem Binzer Kurzurlaub im Februar 1993 – das letzte Mal waren wir im Juli 1989 auf Rügen – entschlossen wir uns, uns im Kurhaus einzumieten. Damals war das zwar sicherlich schon nicht die preiswerteste Herberge, aber das das Ansehen und die heutigen Preise galten da noch nicht. Und es waren extrem wenige Gäste im Haus.
So wirkte es drinnen dann auch recht kühl und düster. Es war temperaturmäßig auch wirklich nicht sehr warm.
Die Zimmer wirkten noch sehr ostig. Allerdings wohnte ich in einem Zimmer, das heute wahrscheinlich gar nicht mehr bezahlbar wäre – allerdings ist es im heutigen Kurhaus auch kein Zimmer mehr.
Ich wohnte von der Strandpromenade aus gesehen im rechten Flügel, ganz unten – direkt vor der Promenade. Machte ich das Fenster auf, hörte und sah ich die Ostsee.

Heute ist an der Stelle, wo ich damals für drei Nächte wohnte, offenbar ein Café. Irgendwann später wurde das komplette Haus renoviert. Heute ist das Kurhaus eine echte Luxusherberge. Und irgendwann mal meins.

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