Tagesarchiv für 7. Februar 2013

aRTikel

Das Jazzkomplott wird hypermütig

Donnerstag, den 7. Februar 2013
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Die Oranienburger Band bringt ein neues Album heraus

MAZ Oranienburg, 7.2.2013

Die Record-Release- Party fand in der Berliner „Wabe“ statt. Zu Pfingsten sind die Musiker in Hohen Neuendorf.

ORANIENBURG
Seit fast 15 Jahren macht das Jazzkomplott nun schon Musik. „Wir sind erstaunt, dass das noch so gut läuft“, sagt Pianist Konrad Litschko. Kein Wunder: Alle haben sie zu tun. Saxophonist Hannes Rössler steht im Medizinstudium kurz vor der Prüfung. Schlagzeuger Clemens Litschko studiert in Leipzig. Es erfordert viel Organisation, damit die Band weiterarbeiten kann. „Wir versuchen, lange Proben zu machen, die Songs werden schon vorher rumgeschickt“, erzählt Konrad. Sie proben entweder im heimischen Raum in Oranienburg oder im Berliner Jazzinstitut.

Nun gibt es ihr neues Album. Es heißt „Hypermut“. Der Name kommt von übermütig und hyperaktiv, so erklärt es Konrad Litschko. „So ein Bandprojekt über all die Jahre zu ziehen, das hat ja was von Hypermut.“ Sechs der acht Songs auf dem Album hat Hannes Rössler komponiert, die anderen beiden stammen von Konrad Litschko. „Man merkt schon den Unterschied“, sagt Hannes. „Konrad schreibt geile Melodien“, ergänzt er. Konrad grinst und antwortet: „Dafür sind deine Melodien überraschender.“
Auf dem Album gibt es im Vergleich zu den Vorgängern mehr Modernjazz, weniger Funkelemente. „Es bildet sich langsam ein Bandsound heraus“, sagt Konrad, „eine klare Linie.“ Hannes ergänzt: „Früher hatten wir das Gefühl, wir müssten mehr abdrücken, mehr Effekte reinpacken.“ Das sei nun anders.

500 CDs haben sie pressen lassen. Einen Teil davon verkauften sie auf der Record-Release-Party vor zwei Wochen in der Berliner „Wabe“. Der Klub war voll. „Das ist einer der unterschätztesten Konzertsäle in Berlin“, sagt Hannes. „Der Sound dort ist super.“
Aufgenommen haben sie das Album an der Berliner Hochschule für populäre Musik. Dafür mussten sie fast nichts zahlen. „Wir haben die Aufnahmen gewonnen“, erzählt Hannes. „2011 waren wir beim Berliner Jazztreff, da gab es einen Wettbewerb: Die beste Band bekommt Studioaufnahmen.“ Eigentlich sei das als eine Art Demotape gedacht gewesen, am Ende wurde ein ganzes Album draus.

Ein paar Auftritte in der Region stehen auch schon fest. Im Juni tritt das Jazzkomplott beim Hennigsdorfer Jazz-Open-Air auf, zu Pfingsten sind die Musiker in der Hohen Neuendorfer Havelbaude zu Gast. „Wir freuen uns über jedes Festival und lassen uns von den Anfragen überraschen“, sagt Konrad Litschko.

Die CD kann über www.jazzkomplott.de bestellt werden.

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RTelenovela

Zutritt erst nach 15-mal klingeln

Donnerstag, den 7. Februar 2013
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Manchmal erlebt man im Büro wirklich sehr seltsame Dinge. Wir haben tagsüber einen großen Haupteingang, aber auch einen Hintereingang.
Neulich klingelte es am besagten Hintereingang. Einmal. Zweimal. Und kurz hintereinander weitere Male. Irgendwer klingelte da Sturm.
Ja, geht’s noch?

Ich stellte mich an die Tür. Ich musste erstaunlicherweise nicht mal den Summer betätigen, offenbar war die Tür sowieso offen.
Irgendwann stand eine ältere Frau vor mir. Ich konnte mir natürlich nicht die Frage verkneifen, ob sie das war, die da sturmgeklingelt hat.
“Ja”, antwortete sie. Draußen stünde doch dran, dass man 15-mal klingeln sollte. Das war mir wirklich neu! Ich weiß zwar, dass unten an der Tür steht, dass man nach Geschäftsschluss klingeln solle, aber doch nicht 15-mal! Vielleicht hat sich die gute Frau schlicht verlesen und unsere Hausnummer 15 irgendwie falsch interpretiert.

Irgendwie ist diese Geschichte bei uns nun ein Running Gag geworden.

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