Tagesarchiv für 19. November 2012

RTZapper

Daniel Barenboim & WEDO spielen Beethoven

Montag, den 19. November 2012
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SO 18.11.2012 | 0.40 Uhr (Mo.) | arte

Das Publikum in Konzerthäusern wird auch immer ungehobelter? Es raschelt, flüstert und hustet ständig? Nicht so in London! Das Publikum in der Royal Albert Hall weiß, was sich gehört.
Sehr schön zu sehen (und zu hören!) war das am späten Sonntagabend bei arte. Der Kultursender zeigte unter dem Titel “Daniel Barenboim & WEDO spielen Beethoven” ein Konzert vom Sommer 2012, als Daniel Barenboim ein Konzert des West-Eastern Divan Orchestras dirigierte.

Als eines der Lieder zu Ende war, herrschte eine ganz kurze Stille im Saal. Dann, ganz plötzlich, setzte es ein: ein regelrechtes Aufatmen, ein Gemurmel, unzählige Leute husteten. Und dann, wieder ganz plötzlich, war es still. Ausgemurmelt. Ausgehustet. Zwei Sekunden später setzte das Orchester zur nächsten Hymne an, Beethovens Neunter: Freude, schöner Götterfunken!
Ein interessanter, wenn auch sehr kurzer, schöner Fernsehaugenblick.

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RT im Kino

Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte

Montag, den 19. November 2012
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“Affe braucht Liebe!” Es war ein ganz besonderer Moment, als die Band Fraktus im Jahre 1983 in der ARD-Musikshow “Formel Eins” auftrat und diesen Song präsentierte. Sie waren die wirklichen Gründer des Techno, ihre Beats für ihre Zeit revolutionär.
Doch dann schlossen sie sich einer großen Plattenfirma an, und alles ging bergab. Das Aus kam für Fraktus dann recht zügig. Gut 20 Jahre lang haben sich die drei Musiker nicht mehr gesehen.
Nun aber soll es die Sensation geben – die Wiedervereinigung der Band!
Diese Doku zeigt, was Fraktus in den 80ern war und wie es dazu kam, dass sie sich wiederfanden und wieder zusammenarbeiteten.
Stars wie H.P. Baxxter, Ex-MTV-Ikone Steve Blame, Westbam, Marusha und viele andere kommentieren dazu die Karriere und die Musik von Fraktus.

Alles gefaket. Von vorne bis hinten. Fast jedenfalls. Fraktus gibt es, aber erst seit diesem Film.
Dieser Film ist jedoch ein extrem witziger, unglaublich interessanter Fake. Dahinter steckt das “Studio Braun”, die Comedytruppe mit Heinz Strunk, Rocco Schamoni und Jacques Palminger. Sie spielen die Fraktus-Mitglieder. Dazu kommt Devid Striesow, der den Journalisten spielt, der mit der Band-Wiedervereinigung den großen Coup landen will.
“Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte” ist eine Mockumentary, also eine Doku, die gar keine ist. Sie sorgt für ein Dauerschmunzeln – insbesondere in den ersten Minuten, in denen die (angebliche) Bandgeschichte aufgerollt wird, mit (angeblichen) Originalaufnahmen aus Videoclips, Fernsehauftritten und Livemitschnitten. Dazu noch die Interviews mit den (echten) Stars, die das ganze echt erscheinen lassen.
Herrlich absurd und überdreht, ein bissiger und doch auch liebevoller Blick auf das deutsche Musikbusiness.

8/10

Hits: 48

RTZapper

Schlag den Raab: Verzählt

Montag, den 19. November 2012
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SA 17.11.2012 | 20.15 Uhr | ProSieben

Eilmeldung! Im Spielcasino in Aachen ist wieder eine Stelle frei. Wichtigste Voraussetzung: Kopfrechnen!

Es war nicht der allerbeste Tag, den der Croupier aus dem Aacher Casino da erlebt hat. Er war am Sonnabend zu Gast in der ProSieben-Show “Schlag den Raab”. Es ging darum, so schnell wie möglich alle Würfelaugen zu zählen.
Die Aufgabe des Croupiers: den Würfelbecher ausschütten und dann die Augen zählen.
Nun kann man darüber streiten, warum man dazu eine Casinokulisse und einen Croupier braucht. Und wie sich gezeigt hat, konnte das Moderator Steven Gätjen sowieso viel besser, also das Zählen.

Gätjen war es, der den Croupier gleich mehrfach darauf hinweisen musste, dass sich der gute Mann verzählt hat.
Die Nervosität! Glücklicherweise gibt es in der Spielbank keine Fernsehkameras, die die Spiele live in die Welt übertragen, denn dann müsste der Croupier wahrscheinlich Urlaub nehmen, um die Spielbank nicht in den Ruin zu treiben…
Und beim nächsten Casinospiel in “Schlag den Raab” sollte dem Croupier dringend ein Schiedsrichter beiseite gestellt werden…

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RTelenovela

Facebook: Sex ist okay, aber nur gegen Kohle

Montag, den 19. November 2012
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Die Leute bei Facebook sind rigoros, wenn es um Nacktfotos geht. Über jede Titte und jeden Schwanz ist man bei Facebook dermaßen empört, dass die Bilder sofort gelöscht werden und, wenn man Pech hat, der Account gleich mit. Facebook weist dann auf die Richtlinien hin, und dass so was auf der Internetplattform nicht gern gesehen ist.

Außer man zahlt dafür. So warb neulich eine Seite namens “Underground Sex Club – HOT” bei Facebook. Die Frau auf dem daneben stehenden Foto war zwar nicht nackt, aber der Inhalt der Reklame ist ja dann doch ziemlich eindeutig.
Wenn also ein Sexclub Kohle für Reklame bei Facebook ausgibt, dann ist das mit dem Sex völlig in Ordnung. Interessante Doppelzüngigkeit.

Hits: 48