Tagesarchiv für 12. April 2012

RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (16): Im verflixten siebenten Jahr

Donnerstag, den 12. April 2012
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(15) -> 26.2.2012

Ich bin seit Tagen handylos. Pünktlich zum Ostersonntag hat es sich weitgehend von mir verabschiedet. Ich habe es eingeschaltet, alles lief normal, bis das Display regelrecht eingefroren ist. Nichts passierte mehr, keine Taste reagierte – nicht mal der Aus-Knopf.
Erst am Abend gelang mir der Neustart, aber das Phänomen zeigte sich erneut.
Der Akku? Hat sich der Akku verabschiedet?
Nach fast sieben Jahren kann das schon mal passieren.
Ich lud den Akku wieder auf. Am Stromstecker funktioniert das Handy tatsächlich auch. Sobald das Ding wieder über den Akku läuft, ist jedoch Sense.
Was aber auch so funktioniert: der Vibrationsalarm. Von Ostermontagmittag bis in die nacht zum Mittwoch vibrierte er durch – ich konnte nichts dagegen tun. Vor allem, weil ich das Handy nicht aufbekomme. Ich komme also nicht an den Akku ran, und einen Fingerbruch will ich nicht riskieren.

Immerhin konnte ich inzwischen alle Daten sichern. Zweimal am Tag – morgens und abends – schalte ich es kurz ein, ob Kurznachrichten da sind. Eine Kollegin (!) half mir, das Ding zu öffen.
Aber nun ist die Frage: neuer Akku oder neues Handy? Ob nur nur Akku im Eimer ist, ist unklar. Neues Handy bedeutet aber auch neuer Vertrag. Denn dann sollte es naürlich ein moderneres sein, ein Smartphone.
Ich werde mir das bis zum Wochenende überlegen müssen. Denn so ganz ohne Handy momentan ist schon doof – schon deshalb, weil ich damit nicht nur handylos, sondern auch ohne Uhr rumlaufe…

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RTZapper

Dem Fluglärm ausgeliefert

Donnerstag, den 12. April 2012
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DI 10.04.2012 | 0.00 Uhr (Mi.) | EinsExtra

Kurz vor 5 Uhr am Morgen. Irgendwo in einer Wohnung in der Nähe von Frankfurt/Main. Noch herrscht Ruhe. Aber dann: ohrenbetäubender Lärm, ein regelrechtes Kreischen, ein Dröhnen. Es ist der blanke Horror, der sich da um Punkt 5 Uhr das erste Mal über dem Dach des Hauses abspielt. Und dann alle paar Minuten.

Es sind schockierende Bilder, die EinsExtra am späten Dienstagabend zeigte. Dabei ging der hr, der die Doku “Dem Fluglärm ausgeliefert” hergestellt hat, gerade bei der oben beschriebenen Szene einen einfachen Weg: Die Filmemacher besuchten schlicht am frühen Morgen eine Frau und ihren Sohn in der Wohnung und schauten, was passierte. Und dann nahmen sie das Alltägliche, aber dennoch Unfassbare auf.
Der Flughafen in Frankfurt/Main hat eine neue Landebahn. Nun donnern die Flieger über Wohngebiete, in denen der Lärm bislang nicht so dramatisch war.
Wer die Bilder und die Töne dieser Doku gesehen hat, wird mit den Leuten mitfühlen können, die direkt in der Einflugschneise wohnen.

Mit ganz einfachen Mitteln zeigte der Film die Kehrseite der Medaille. Wenn die Wirtschaftsleute sagen, es schade dem Airport, wenn nachts nicht geflogen werden darf oder wenn es keine weitere Startbahn gäbe, dass die Wirtschaft dann den Bach runtergehe. Das stimmt sicherlich, aber dann sehen wir in dieser Doku, was die Leute erleben, die sich nicht wehren können. Die schon lange Zeit in ihrer Wohnung leben, dort eigentlich nicht wegwollen, aber nun nach und nach krank werden. Und selbst wenn sie wegwollen: Wer kauft denn ein Haus oder eine Wohnung, über das ständig Flugzeuge hinwegdonnern?
Ein krasser Gegensatz.

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