Tagesarchiv für 15. März 2012

aRTikel

Moment mal: Teamgeist

Donnerstag, den 15. März 2012
Tags: ,

Im Theaterkurs lernen die Schüler fürs Leben, sagt RT

MAZ Oranienburg, 15.3.2012

Oberhavel hat viel mehr Kultur zu bieten als die meisten Leute denken. Erst gestern und vorgestern Abend wieder, da spielten Schüler des Oranienburger Runge-Gymnasiums das Märchen von „Peter Pan“ auf der Bühne vor. Das war sehenswert. Die Vorstellungen in der Aula waren nahezu ausverkauft, aber schulfremde Zuschauer scheinen diese Angebote kaum zu nutzen. Schade, denn die Theaterstücke, die in diesen Wochen an den Schulen im Landkreis vorgestellt werden, sind in den meisten Fällen auf einem sehr hohen Niveau. Da lohnt es sich, ein Auge draufzuwerfen. Und mal ehrlich: Wo bekommt man solche kulturellen Angebote noch für einen so kleinen Preis?

Die jungen Leute proben wochen- und monatelang für die zwei bis drei Auftritte. Aus den meisten werden später, nach dem Abitur, keine professionellen Schauspieler. Aber darum geht es in den Kursen „Darstellendes Spiel“ auch gar nicht. Die Schüler erleben einen Teamgeist, der sie durch die Arbeit eng aneinander bindet. Im Unterricht wird nicht nur ein Stück erarbeitet, sondern die Schüler lernen, dem Bühnenpartner zu vertrauen, sich zuzuhören, selbstbewusst zu werden.
Ihnen Applaus zu spenden – das ist etwas, was den jungen Leuten ein Leben lang bleibt.

Hits: 105

RTZapper

TV total: Jürgen Milski

Donnerstag, den 15. März 2012
Tags: , ,

MI 14.03.2012 | 23.15 Uhr | ProSieben

Warum der Call-in-Quiz-Heini Jürgen Milski ständig in irgendwelche Unterhaltungssendungen eingeladen werden muss, ist mir ein Rätsel. Animierte er früher bei 9Live die Menschen, ihre Kohle bei Anrufspielen zu verschleudern, quakt er nun sein Marktschreier-Gesülz bei Sport1.

Am Mittwochabend war er bei Stefan Raab in der ProSieben-Show “TV total” zu Gast, um über irgendeine uninteressante Show bei Super RTL zu faseln. Sie heißt “Die Entertainer”. Darin coacht Milski Leute, die, wie er sagt, noch schlechter sind als manche Casting-Kandidaten bei “DSDS”. Und das sei ja alles brüllend komisch.
Es ist gerade ekelahft, wie sich Milski über diese Menschen lustig macht und das ganz offen, in seiner widerlichen Art, ausplaudert.
Ob Raab kein Mitspracherecht bei seinen Gästen hat? Er wirkte jedenfalls nicht so, als würde er Milski besonders leiden können. Als der Ausschnitt aus der Super-RTl-Show lief, schien auch Raab nicht sonderlich begeistert zu sein. Schade, dass er dann doch nicht den Arsch in der Hose hat, zu sagen, dass er das alles ziemlich scheiße findet.

Milski erzählte aber dennoch eine nicht ganz uninteressante Sache: Er konzipiert auch Sendungen, die sogar schon bei RTL gelaufen seien: Ein Konzept sei in der Reihe “Mitten im Leben” gelaufen. Es ging um verstrittene Ehepaare, die wieder zusammengebracht werden sollten – durch außergewöhnliche Aktionen.
Milski ist es also, der sich so kranke Sachen einlassen lässt, dass sich Leute beispielsweise mit Nudeln beschmieren, damit Frauchen von seinem Körper nascht? Widerlich!
Raab wurde dann zum Glück auch hellhörig: Ob denn das Ganze gescripted sei, oder woher man denn die Assis bekommen würde, die da mitmachen. Milski antwortete, da sei gar nichts geschrieben.
Hat Milski da gelogen? Schließlich ist “Mitten im Leben” für seine gescripteten Geschichten bekannt.

Milski war übrigens ein bisschen enttäuscht, dass er diesmal nicht bei der Wok-WM dabei sein durfte. Warum man ihn denn nicht gefragt habe, fragte er Raab. Der überhörte die Frage ganz dezent, und Milski erinnerte daran, dass er beim Stock-Car-Rennen ja als Titelverteidiger wieder dabei sei.
Vielleicht haben wir ja Glück, und die “TV total”-Leute vergessen den Widerling Milski auch bei diesem Ereignis, wieder einzuladen.

Hits: 93

ORA aktuell

Bombensuche: Lehnitzstraße gesperrt

Donnerstag, den 15. März 2012
Tags:

Die Oranienburger Lehnitzstraße ist zwischen dem Gewerbehof mit Aldi und Rewe und der Saarlandstraße derzeit vollgesperrt. Grund ist die Bombensuche an der Stelle.
An der Kreuzung Lehnitzstraße/Saarlandstraße regelt eine Baustellenampel den Verkehr.

Die Bombensuche soll am heutigen Donnerstag beginnen und bis Mittwoch nächster Woche dauern.
Danach wird die andere Seite der Kreuzung in Richtung Lehnitz vollgesperrt. Am 30. März sollen die Bauarbeiten an der Stelle erledigt sein.

Hits: 76

ORA aktuell

Schlossplatz: Verträge unterschrieben

Donnerstag, den 15. März 2012
Tags:

Das neue Oranienburger Schlossplatzcenter kann kommen. Wie die Märkische Allgemeine am Mittwoch berichtete, ist der städtebauliche Vertrag zwischen der Stadt Oranienburg und dem niederländischen Investor Ten Brinke unterzeichnet.

Wie Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke sagte, habe der Investor die Qualität und die städtebaulichen Vorteile des Grundstücks im Herzen der Stadt sehr wohl erkannt.

Im Jahr 2013 soll das neue Einkaufszentrum eröffnet werden. Schon vor 20 Jahren, im Jahr 1992, war dort ein Center geplant. Damals scheiterte allerdings das Vorhaben.

Hits: 88

RTelenovela

Brüssel (2): Pluff!

Donnerstag, den 15. März 2012
Tags: ,

(1) -> 13.3.2012

Die Leute in dem Brüsseler Hotel können froh sein, dass meine Englischkenntnisse nicht so gut sind, als dass ich mich adäquat über die Ereignisse beschweren könnte, wie es eigentlich notwendig wäre.
Nach dem Frühstück im kleinen Bistro gegenüber, wollten wir noch einmal auf unser Zimmer, bevor wir auf Brüssel-Tour gehen. Noch unsere Chipkarte verweigerte uns den Zutritt zu unserem Zimmer.
Ich vermutete, dass das mit dem nächtlichen Ereignis zu tun hatte. Dass das Schloss durch die fremde Karte deaktiviert wurde.
Doch an der Rezeption wunderte man sich. Der Computer spukte keine nennenswerten Infos aus. Besser noch: Der Mann wusste nicht mal, wie lange wir denn im Hotel wohnen. Was wäre bloß gewesen, wenn das Ding ausgebucht gewesen wäre? Hätten wir dann auf der Straße gesessen?
Dolles Hotel…

Unser Weg durch die Stadt führte uns zunächst an die Schaltstelle der europäischen Macht. Allerdings ist an einem Sonnabend auf dem Gelände rund um das Europaparlament nichts los. Auch die Touristeninfo hat am Wochenende geschlossen. In Brüssel rechnet am Wochenende offenbar nicht mit Touristen.
Zwischen einem Park mit einem hübschen See und diversen alten Bauten steht nun der dahingeklotze Parlamentsprunkbau. Beeindruckend, aber nicht extrem schön.

Wenn man auf den Grand Place läuft, stutzt man erst mal: Man fühlt sich wie auf dem Marienplatz in München. Das Rathaus von Brüssel hat große Ähnlichkeit mit dem Neuen Rathaus in München. Aber es ist nicht Bayern, sondern Belgien.
Tatsächlich ist der Grand Place einer der schönsten Plätze in Brüssel. Hier scheint sich die Welt zu treffen, es sind Stimmen zu hören, die die verschiedensten Sprachen sprechen.

Wir laufen weiter, denn wir haben ein touristisches Ziel vor Augen: das Manneken Pis.
Es ist merkwürdig: Vor der kleinen Statue – und der pissende Junge ist wirklich klein – steht eine Menschenmenge und guckt und knipst. Und weil das so ist, guckten und knipsten wir auch. Die Belgier haben dem Kleinen einen Anzug angezogen, einen Hut aufgesetzt und eine Schärpe in den belgischen Farben umgelegt.
Drumherum stehen diverse Pis-Fälschungen. Seltsam, dass die Leute so eine Figur abfahren, das in aller Öffentlichkeit nicht die Hand vom Pullermann lassen kann…

Belgische Waffeln? Joa, ganz okay. In Binz schmeckt die Waffel besser.

Die belgischen Autofahrer haben ein Problem: Bordsteinkanten. Wer in Brüssel unterwegs ist, wird das Geräusch knarzender Reifen an Bordsteinkanten öfter hören. Beim Einparken, beim Ausparken, beim Dranvorbeifahren. Und wenn’s nicht der Bordstein ist, dann muss der Poller dran glauben. Pluff!

Nicht fehlen auf dem Brüssel-Programm durfte der Besuch des Atomiums. Das Bauwerk wurde für die EXPO 1958 errichtet.
Der Eintritt kostet 11 Euro. Man kann entweder ganz nach oben fahren, um die Aussicht zu genießen, oder in den verschiedenen Kugeln sich eine Ausstelung über die EXPO 1958 in Brüssel ansehen.
Leider ist der Fahrstuhl nach oben etwas unterdimensioniert. Nach einer guten halben Stunde anstehen, konnten wir endlich hochfahren. Und oben standen wir dann wieder ewig an, um runter zu kommen. Nun ja, die Aussicht war trotzdem nett.
Von der Ausstellung habe ich leider nicht mehr so viel mitbekommen, denn meine Füße haben mich zu diesem Zeitpunkt bereits umgebracht. Dafür habe ich den Film über den Bau des Atomiums schätzungsweise viermal gesehen.

Im Kneipenviertel wähnt man sich zwischenzeitlich auf der Hamburger Reeperbahn. Vor fast jedem Restaurant steht ein Herr, um die Gäste in sein Lokal zu locken. Komischerweise wirken viele dieser Lokale, als ob es überall das Gleiche gibt: Fisch, Fisch und Fisch.
Wir wählten eine Gaststätte aus, bei dem der Wirt es nicht nötig hatte, Lockangebote zu machen. Zurückhaltung muss belohnt werden!

Gut neun Stunden Spaziergang durch Brüssel – natürlich mit Pausen – haben ihre Spuren hinterlassen. Wir liefen ins Hotel zurück – ich völlig fertig und schon leicht humpelnd.
Schon am Sonntagmorgen ging es zurück zum Flughafen und weiter nach Hause. Ein Tag und einen Abend in Brüssel hat völlig ausgereicht, wir haben einige wirklich schöne Ecken der Stadt gesehen – auch wenn wir ganz sicher nicht alles ausgetestet haben.

Hits: 98