Tagesarchiv für 16. November 2011

aRTikel

Erst 24 und schon Vizechef

Mittwoch, den 16. November 2011
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Porträt: Arne Lüthke ist der neue stellvertretende Leiter der Musikschule Hennigsdorf

MAZ Oranienburg, 16.11.2011

Der junge Hennigsdorfer setzte sich gegen 50 Mitbewerber durch und ist nun Nachfolger von Rolf-Peter Büttner.

HENNIGSDORF
Für Jubel hatte Arne Lüthke keine Zeit. Als er am Telefon erfahren hat, dass er der neue stellvertretende Leiter der Musikschule Hennigsdorf wird, stand er gerade vor einer wichtigen Prüfung. Erst danach realisierte er, was passiert war. Unter 50 Bewerbern hat sich der Hennigsdorfer für diesen Posten durchgesetzt. Er ist der Nachfolger von Rolf-Peter Büttner.
Arne Lüthke ist an der Musikschule kein Unbekannter. Er lernte dort Klarinette spielen, war Mitglied in verschiedenen Ensembles, spielte einst den „König Winter“, war auch im Musical „Yomo“ dabei. Jetzt also der Aufstieg – mit nur 24 Jahren.

In Zukunft hat er dort zwei Aufgaben. Er gibt Kurse für Klarinette und Blockflöte, macht musiktheoretischen Unterricht und leitet das Jugendorchester und das Nachwuchsbläser-Ensemble. Andererseits kümmert er sich um Organisation und Verwaltung und vertritt den Musikschulleiter Ronny Heinrich bei Bedarf.
Ein Ensemble zu leiten ist Arne nicht ganz neu: „Ich habe schon vor zwei Jahren etwas mit dem Jugendorchester einstudiert“, erzählt er. „Da konnte ich mich schon mal ausprobieren.“ Neu für ihn sei die Regelmäßigkeit. „Ich bin mit dem Orchester aber momentan sehr zufrieden.“

Nach dem Abi ging er nach Weimar und studierte an der Hochschule für Musik das Fach Schulmusik, also auf Lehramt. Er beschäftigte sich mit Instrumentalpädagogik – perfekt für seinen Job an der Musikschule. „Deshalb hat die Ausschreibung vom Profil her auch gut gepasst“, sagt Arne.
Dass er nun – schon mit 24 Jahren – zum Führungsteam der Musikschule gehört, ist recht außergewöhnlich. „Ja, wenn man von außen drauf sieht, ist das schon kurios.“ Mit seinen Kollegen gab es bislang keine Probleme. Das bestätigt auch Ronny Heinrich, der Leiter der Musikschule. „Für mich ist das eine tolle Sache“, sagt er. „Es ist schön, dass es jemand geworden ist, der die Schule schon kennt. Er hat dadurch ganz andere Einsichten.“ Arne habe sich bereits recht gut eingearbeitet, so Heinrich weiter. „Er ist sehr wissbegierig.“ Sein junges Alter habe nie eine wirkliche Rolle gespielt. Arne lächelt und sagt: „Dass es so gut läuft, damit habe ich nicht gerechnet.“

Kaum noch Zeit bleibt allerdings für andere Hobbys. Bisher ist er ab und zu bei „klitzekleinen Mucken“ aufgetreten. „Ich habe auch einen Segelschein“, erzählt Arne. Aber sein kleines Boot, das in Neuruppin liegt, hat er schon lange nicht sehen können. In Weimar ist er gerade mit Ruth, seiner Verlobten, zusammengezogen. „Wir sehen uns aber momentan nur am Wochenende“, sagt Arne. Auf lange Sicht wollen die beiden wohl hier in der Region sesshaft werden.
In den nächsten Monaten will er weiter in seine neue Aufgabe hineinwachsen. „Aber das wird schon“, sagt er und lächelt wieder.

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RTelenovela

Meine Spende an die Stadt Oranienburg

Mittwoch, den 16. November 2011
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Ich habe soeben der Stadt Oranienburg 5 Euro gespendet.
Die Stadt Oranienburg, insbesondere die zentrale Bußgeldstelle, nennt es ein Verwarngeld.

Angeblich habe ich am 2. November um 16.56 bis 17.02 Uhr in Oranienburg, Schulstraße 3 Parkplatz, dies begangen haben: “Sie parkten (…) ohne die (…) vorgeschriebene Parkscheibe von außen gut lesbar im oder am Fahrzeug angebracht zu haben.” Zeuge ist ein Außendienstmitarbeiter.

Der arme Mann. Er braucht eine Brille.
Meine 5-Euro-Spende ist an eine Bedingung gekoppelt: Der Außendienstmitarbeiter muss sich entweder eine neue Brille oder eine Taschenlampe kaufen.
Zufällig weiß ich nämlich ganz genau, dass ich am 2. November eine Parkscheibe im Auto zu liegen hatte. Sie stand auf halb 5. Ich weiß das deshalb, weil ich an einer Stelle der Schulstraße parkte, an der ich noch nie parkte. Da merkt man sich ja solche Sachen.
Ich parkte auch nicht von 16.56 bis 17.02 Uhr (was bedeutet diese unsinnige Zeitangabe?), sondern von 16.15 bis 19 Uhr. Als ich losfuhr, legte ich die Parkscheibe, die auf dem Armaturenbrett links zwischen Lenkrad und Seitenscheibe lag, weg. Erst als ich am Abend in Berlin wieder losfuhr, zeigte mir ein Freund, dass da ein Knöllchen am Scheibenwischer klemmte. Ich wunderte mich schon, wieso ich eins bekommen habe.

Ich habe gezahlt. Denn: Ich kann es nicht beweisen, dass sich der Außendienstmitarbeiter geirrt hat, dass er sich verguckt hat. Dass der Vorwurf falsch ist. Andererseits muss man schon mal fragen: Wieso können Außendienstmitarbeiter irgendwas behaupten? Haben sie Fotos?

Eigentlich müsste ich bei der Stadt jetzt einen gut haben. Eigentlich.

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