Tagesarchiv für 26. Oktober 2011

RT im Kino

Atemlos – Gefährliche Wahrheit

Mittwoch, den 26. Oktober 2011

Eigentlich sollte es ein Referat werden. Thema: Vermisste Kinder im Internet. Dass Nathan Harper (Tylor Lautner) selbst vermisst wird, das ist Nathan neu. Zumindest steht dort sein Foto, dort, auf der Internetseite mit Bildern von vermissten Jungs. Er muss es sein: das T-Shirt mit dem Fleck, das Kinn.
Was Nathan nicht weiß: Als er er die Hotline anruft, löst er Alarm aus.
Er kann sich gar nicht so schnell umgucken, wie sich sein Leben rasant ändert – von einer Minute zur anderen.
Erstens: Seine Eltern sind nicht seine Eltern. Zweitens: Seine Eltern, die nicht seine Eltern sind, werden von zwei Fremden erschossen. Drittens: Das ganze Haus fliegt in die Luft. Und viertens: Ab jetzt ist Nathan gemeinsam mit seiner Freundin Karen (Lily Collins) auf der Flucht. Denn es scheint noch mehr dahinter zu stecken, warum seine Eltern nicht seine Eltern waren.

Tyler Lautner? Das Gesicht werden viele Kinogänger kennen – aus den “Twilight”-Filmen. Aber schließlich kann man ja nicht immer nur die eine Rolle spielen. In John Singletons Film “Atemlos – Gefährliche Wahrheit” spielt er einen jungen Mann, der gejagt wird. Er hetzt von einem Ort zum anderen, ständig verfolgt.
das ist recht unterhaltsam und spannend, wenn auch anspruchslos. Die Geschichte ist durchaus wendungsreich und nur bedingt vorhersehbar. Singleton hat einen brauchbaren Thriller abgeliefert.
Und Tyler Lautner? Der übt hoffentlich für seine nächsten Filme noch an seinen Gesichtszügen. Die wirken manchmal noch ziemlich verkrampft, so ekelhaft cool. Wenn Lautner böse guckt, wirkt das stellenweise unfreiwillig komisch. Aber das wird schon noch…

7/10

Hits: 105

RTelenovela

Mobbing – Wie alles begann

Mittwoch, den 26. Oktober 2011
Tags: ,

Dumm gelaufen: Ein Junge, vielleicht 11 oder 12, stellt im Imbiss in der Oranienburger Schulstraße eine Cola und eine Sprite auf den Tresen. Verkäufer: “3 Euro.” Junge: “Wieso 3 Euro? Da steht 1,50 Euro.” – “Ja, und 1,50 Euro und 1,50 Euro sind 3 Euro.” Der Junge überlegt kurz und stellt schließlich die Cola wieder in den Schrank. es ist ihm sichtlich peinlich, dass er sich geirrt hat. Seinem Freund, der daneben steht, zischt er mit Blick auf die Sprite zu: “Die lässt du aber stehen.”
Er holt eine Büchse Cola raus, die kostet nur einen Euro. Er kramt in seinem Geldbeutel. Er schmeißt den Taler auf den Geldteller und sagt zu seinem Kumpel: “Los, komm, und wage dir, die Cola aufzumachen!”

Die beiden sehen aus wie Freunde, aber der Schmächtigere scheint nicht zu merken, dass er die ganze Zeit ganz schön runtergemacht wird.
“Mann, bleib stehen!”, sagt der Größere, und der andere bleibt stehen und sieht zu, wie sein Kumpel genüsslich von der Limo trinkt.
Beide setzen sich wieder in Bewegung. Vor dem Eingang zur MAZ bleibt der Größere wieder stehen. “Hier bleiben wir stehen.” Und immer dieser Befehlston.
So geht das wahrscheinlich los, wenn man sieht, wie Leute andere kommandieren und befehlen und es vielleicht gar nicht anders kennen. Und irgendwann wird Mobbing draus.

Hits: 72