Tagesarchiv für 14. August 2011

RTZapper

Arena – Liga live: Bundesliga-Schlusskonferenz

Sonntag, den 14. August 2011
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SA 13.08.2011 | 16.05 Uhr | radioeins

Mensch, die Schalker lassen sich ja diesmal verdammt viel Zeit. Die Bundesliga-Schlusskonferenz am Sonnabendnachmittag bei radioeins ist schon fast zu Ende. Aber eben nur fast. Das Spiel auf Schalke gegen die Kölner läuft noch. Offenbar hat es später angefangen als alle anderen.

Bei radioeins scheinen sie ins Schwitzen gekommen zu sein. Schließlich musste noch ganz dringend ein Musiktitel gespielt werden. Es lief ja schon 30 Minuten keine Musik mehr, der Titel um kurz vor halb sechs stand schließlich im Sendeplan. Und überhaupt: Schalke gegen Köln, wen interessiert das schon. Ach, und dann stand es 5:1, da passiert doch sowieso nichts mehr.
Was also machte radioeins? Man blendete sich aus der Bundesliga-Konferenz aus, mitten im Redefluss von Kommentatorin Sabine Töpperwien. Danke, Sabine, aber jetzt müssen wir Musik spielen.

Eine ziemlich blöde Aktion von radioeins, denn die drei Minuten hätten wir die musiklose Zeit auch noch ausgehalten. Schluss ist, wenn das letzte Spiel abgepfiffen ist – und nicht, wenn’s den radioeins-Redakteuren zu langweilig wird.

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RTZapper

50 Jahre Mauerbau

Sonntag, den 14. August 2011
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SA 13.08.2011 | 10.03 Uhr | Das Erste

13. August 2011, 12 Uhr. Für eine Minute sollte Berlin schweigen. Innehalten. In Gedenken an den Bau der Berliner Mauer vor 50 Jahren. Ausgehen sollte das Schweigen von der zentralen Gedenkfeier, die am Sonnabendvormittag auch im Ersten übertragen wurde.
Doch leider krankte die Aktion am fehlenden Timing der Veranstalter. Um nicht zu sagen: Sie haben versagt.

Es war 11.55 Uhr als die Politiker in der Gedenkstätte rumstanden und nichts mehr zu tun hatten. Das Programm war abgearbeitet, fehlte nur noch die Schweigeminute. Also schwiegen alle. Sogar länger als eine Minute, aber immer noch weit vor 12 Uhr. Der rbb, der sich um 12 Uhr dazuschalten wollte, hat es gerade noch geschafft, sich gegen 11.58 Uhr reinzublenden, als eigentlich alles schon wieder vorbei war.
Punkt 12 Uhr begann die Freiheitsglocke zu läuten – der eigentliche Moment des Schweigens. Doch da war bei der Gedenkfeier schon die Nationalhymne gesungen und das Lied “Die Gedanken sind frei” angestimmt.
Schade, dass offenbar niemand da war, der das hätte mal in die Hand nehmen können.

Auch einige Berliner und Brandenburger Radiosender beteiligten sich an der Schweigeminute. Leider hat sich da radioeins nicht mit Ruhm bekleckert. Die Schweigeminute, also das Glockenläuten folgte direkt nach einem Werbeblock mit Höffner und Co. Passte irgendwie so gar nicht zusammen.

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RTZapper

heute show xxs

Sonntag, den 14. August 2011
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FR 12.08.2011 | 23.30 Uhr | ZDFinfokanal

Na, vermisst ihr die “heute show” auch so sehr wie ich? Sommerloch hin oder her, es gibt viele Themen, die nur darauf warten, satirisch bearbeitet zu werden: die Börsenkrise, die Eurokrise, die miesen FDP-Wahlplakate in Berlin und und und. Aber die “heute show” kommt erst Mitte September auf die Bildschirme zurück.

Aber das ZDF kümmert sich um seine junge Zielgruppe. Auf dem digitalen Spartensender ZDFinfokanal git es jeden Freitag um 23.30 Uhr eine Miniausgabe, die “heute show xxs”. Sie besteht auch nicht aus Archivmaterial, sondern beleuchtet in etwas mehr als drei Minuten das Geschehen der Woche. So gibt es wenigstens ein paar kleine Häppchen Nachrichtensatire.

Und noch etwas gibt’s: das Buch zur “heute show”. Motto: “Smart, aber unfair”. Auf weit mehr als 200 Seiten bekommt die SPD ihr Fett weg (“Quatsch mit Sozen”), die Kirche (“Lass jucken, Kardinal!”) und natürlich die Guttenbergs (“ein deutscher Schundroman”). Dazu die besten Hassknecht-Kommentare (zu Sarrazin: “dämliche Froschfresser-Fresse”) und besten Interviews mit Martin Sonneborn.
Erschienen bei Rowohlt Berlin.

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ORA aktuell

Schlossparknacht: Tausende warten aufs Feuerwerk

Sonntag, den 14. August 2011
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Tauende Oranienburger kamen am Sonnabendabend zur Schlossparknacht. Bäume und die Orangerie wurden von buntem Licht angestrahlt. Auf mehreren Bühnen traten Live-Bands auf. Hauptact war Cora, die ihren Hit “Amsterdam” gleich mehrmals spielte.
Als allerdings das Feuerwerk beginnen sollte, kam es offenbar zu einem technischen Problem. Gleich mehrmals startete die Musik, aber nach einem Element erstarb das Feuerwerk. Erst nach 45 Minuten und fünf Startanläufen – die meisten Leute hatten den Park schon verlassen – begann gegen 0.15 Uhr das gut fünfminütige Feuerwerk.

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RTelenovela

Hohen Neuendorfer Mauerbau und Mauerfall

Sonntag, den 14. August 2011
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Zwischen Hohen Neuendorf und Berlin-Frohnau wurde am Sonnabendnachmittag für drei Minuten noch mal die Mauer aufgebaut.
Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus dachte sich die Junge Union diese recht spektakuläre Aktion aus. Bis zum Frühjahr 1990 war die B96 an der Stelle gesperrt – die Mauer stand dort. Daran sollte erinnert werden.

Dazu haben die jungen Leute lauter Pappkartons mitgebracht und übereinander gestapelt. So entstand eine kleine Mauer. Diese wurde dann über die straße geschoben, so dass diese gesperrt war. Der Verkehr war unterbrochen, die Autos mussten warten. Die Polizei sperrte die B96 an der Stelle, wo sie bis 1990 auch schon fast 30 Jahre dicht war.

Eine nicht ganz unumstrittene Aktion. Ich unterhielt mich mit jemandem, der diese Maueraktion völlig daneben fand. So etwas könnte man am Jubiläum des Mauerfalls machen. Man könne dann den Mauerfall symbolisch darstellen. Dass man dem bau der Mauer gedenke, halte er für widersinnig.
Ich sehe das anders. Dieser Akt soll einfach noch einmal daran erinnern, wie das war, als die Mauer noch stand. Wie es war, als man nicht einfach so von Ost nach West, von Hohen Neuendorf nach Frohnau fahren konnte. Es geht darum, an diesen Wahnsinn zu erinnern, auch an die Opfer, die zu beklagen waren.
Insofern war das alles recht beeindruckend.

Leider hat die Junge Union daraus ein hektisches Treiben gemacht. Klar, sie hatten nur drei Minuten. Die Straße durfte nur für drei Minuten dicht gemacht werden. Diese hätte für eine kurze Ansprache genutzt werden können, in der man noch mal hätte erläutern können, was an der Stelle eigentlich mal war.
Stattdessen posierte man für die Presse, stellte sich vor die Mauer, die dadurch gar nicht mehr zu sehen war. Hektisch hieß es, man wolle kurz mal schweigen. Nach der Schweigeminute stiegen Luftballons in die Luft – daran befestigt ein erklärender Flyer der Jungen Union. Dieser Partienzirkus hätte nicht sein müssen. Ein bisschen weniger Fotoschau und mehr Besinnlichkeit hätten dieser an sich spannenden Aktion sehr gut getan.

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Mauerjahre – Leben im geteilten Berlin

Sonntag, den 14. August 2011
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FR 12.08.2011 | 23.00 Uhr | rbb

Eine Mauer mitten durch die Stadt. Das kann sich heute kaum noch jemand richtig vorstellen. Von 1961 bis 1989 war das in Berlin die traurige Realität. Eine Realität, die heute gern vergessen wird, die runtergeredet wird, weil doch angeblich trotzdem alles so schön war.
Der rbb zeigte in den vergangenen Wochen die 30-teilige Reihe über die “Mauerjahre – Leben im geteilen Berlin”. In der Nacht zum Sonnabend liefen alle 30 Folgen noch einmal am Stück.

Damit schuf der rbb ein spannendes Stück Zeitgeschichte. Aus jedem Jahr der Teilung plus dem Einheitsjahr 1990 beleuchtet die Reihe, was in Ost- und West-Berlin passiert ist. Vom Leben an und mit der Mauer. Von den Repressalien in Ost und West. Aber natürlich auch von Trends und Lebensstilen.
Klar, es war nicht alles schlecht in dieser Zeit. Aber über allem legte sich der Schatten dieser Mauer. Wer die dreißig 15-Minüter gesehen hat, weiß, was ihm an der DDR nun wirklich nicht fehlen wird.

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