Tagesarchiv für 24. Juli 2011

ORA aktuell

Keine Verlängerung: Laesickes Amtszeit endet 2017

Sonntag, den 24. Juli 2011
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2017 geht er: Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke kündigt das Ende seiner Amtszeit an. Er werde keine weitere Periode zur verfügung stehen, sagte er.
Sein Amt als Bürgermeister endet zwei Wochen vor seinem 64. Geburtstag im Jahre 2017. Die 14 Tage werde er zu überbrücken wissen, so Laesicke.

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RTZapper

Tagesschau: Die Anschläge in Norwegen

Sonntag, den 24. Juli 2011
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SA 23.07.2011 | 15.00 Uhr | Das Erste

Der fürchterliche Doppel-Anschlag in Norwegen: Die ARD reagiert flexibel und verlängert am Sonnabendnachmittag die eigentlich dreiminütige “Tagesschau” auf 30 Minuten. Dummerweise müssen diese 30 Minuten aber auch irgendwie gefüllt werden.
Korrespondenberichte, Interviews, Analysen. Okay.

Aber müssen wir jetzt in Deutschland auch wieder Angst haben? Nein, so heißt es in einer Meldung. Aber fragen wir doch besser nochmal den Hauptstadtkorrespondenten. Und auch der sagt: nein. Die Sicherheitslage hat sich nicht geändert. Gut, dass wir da mal nachgefragt haben.
Und weil die 30 Minuten immer noch nicht vorbei waren, mussten dann auch noch Touristen befragt werden, die mit der Fähre aus Norwegen kamen. Als das massaker passierte, waren die zwar auf See, haben damit also eher wenig zu tun, aber fragen kann man sie ja trotzdem mal.

Die Berichterstattung hat wieder mal sehr seltsame Ausmaße. Vielleicht lernt man ja auch bei der ARD, dass Masse nicht mehr gleich Klasse ist.

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RT im Kino

Arschkalt

Sonntag, den 24. Juli 2011

Der alte Berg (Peter Franke) hat zu seinem Geburtstag nur einen Wunsch. Er will eine Party feiern. Seine mitbewohner im Pflegeheim hat er bereits in seine alte Tiefkühlkost-Fabrik eingeladen. Sein Sohn hatte sie einst übernommen und führt sie nun weiter.
Was der Mann nicht weiß: Die Firma ist längst pleite. Sein Sohn (Herbert Knaup) musste die Fabrik schließen. Inzwischen arbeitet er als fahrender Verkäufer von Tiefkühlkost. Aber auch in der Firma läuft es schlecht, gerade hat Berg eine neue Chefin bekommen, die wieder mal alles umkrempeln will. Und dann hat er auch noch einen neuen Kollegen, der ständig an seiner Seite sitzt. Berg soll Moerer (Johannes Allmayer) einarbeiten, aber eigentlich geht ihm der junge Schnösel einfach nur total auf die Nerven.

Nicht nur die Ware, die Berg und Moerer ausfahren, ist Arschkalt. Auch Berg selbst ist es. Und “Arschkalt” heißt auch der Film von André Erkau. Er erzählt die Geschichte von einem frustrierten Mann, der mit seinem Leben komplett unzufrieden ist und das seinen Mitmenschen auch anmerken lässt. Aber auch der junge Moerer ist eine vielschichtige Figur. Vordergründig der lustige, unbedarfte Typ, aber später zeigt sich, dass er auch einen Hintergrund hat. Ganz nebenbei erfährt man auch noch etwas über Wirtschaft, Ernährung und natürlich über das Frosten von Lebensmitteln.
“Arschkalt” beginnt etwas dröge, etwas frostig vielleicht, aber nach und nach taut Erkau auf, sein Film wird locker, hat einige witzige oder rührige Momente.
Zugute halten kann man ihm auf jeden Fall das recht ungewöhnliche Thema. “Arschkalt” könnte auch in der Telekolleg-Reihe über das Einfrieren laufen…

6/10

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RTelenovela

Der Bud-Spencer-Tunnel

Sonntag, den 24. Juli 2011
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Manchmal ist es wahrscheinlich doch nicht die beste Idee, das Volk abstimmen zu lassen. Ein Tunnel in Schwäbisch Gmund könnte bald Bud-Spencer-Tunnel heißen. Im Internet ist bereits ein Hype um dieses Thema entstanden. Bei Facebook haben sich schon 40.000 Leute dafür ausgesprochen.
Darf man sagen, dass man diese Idee ganz schön bescheuert findet?
Nein? Egal.
Ich finde diese Idee ganz schön bescheuert.

An sich ist das alles gar nicht mal so weit hergeholt. Unter seinem bürgerlichen Namen Carlo Pedersoli hatte Bud Spencer 1951 die Stadt als Leistungsschwimmer besucht. Aber warum nennt man den Tunnel dann nicht Carlo-Pedersoli-Tunnel? Wahrscheinlich weil das dann nicht mehr so cool und lustig wäre.

Wenn Schwäbisch Gmund tatsächlich den Bud-Spencer-Tunnel bekommt, dann habe ich bereits weitere Vorschläge: den Teletubbie-Tunnel. Schließlich haben die Teletubbie vielen Kindern wertvolle Dinge gelehrt. Oder wie wäre es mit einem Roland-Kaiser-Tunnel? Oder der Cindy-aus-Marzahn-Tunnel.
Wennschon, dennschon.

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RTZapper

aspekte: Thilo Sarrazin in Kreuzberg

Sonntag, den 24. Juli 2011
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FR 22.07.2011 | 23.25 Uhr | ZDF

Über das ZDF-Kulturmagazin “aspekte” reden die Leute … sagen wir mal … eher selten. Wenn man dann aber mit einem Kamerateam Thilo Sarrazin durch Berlin-Kreuzberg begleitet, dann ist einem die Aufmerksamkeit sicher.
Thilo Sarrazin. Das ist doch der Typ, der gesagt hat, dass uns in Sachen Einwanderung in Deutschland Intelligenz fehlt. Und so weiter, haben wir ja alles schon zigmal gehört.

Und mit dem Mann spaziert also ein “aspekte”-Team durch den Einwanderer-Brennpunkt. Am Gemüsestand ist noch alles okay. Der Verkäufer sagt, er fühle sich nicht als Ausländer, wohl fühle er sich aber auch nicht in Deutschland. Ein anderer beschwert sich, dass alle Menschen über einen kamm geschert werden. Da ist immerhin noch ein Meinungsaustausch gegeben.
Doch der Wind dreht sich. Denn immer mehr Medienleute scharen sich um das ZDF-Team. Zeitungsreporter, Fernsehleute. Eine immer größere Menschenmasse drängt sich über den Markt. Die Stimmung wird hitzig. Sarrazin besteht kühl auf seine Zahlen und Fakten: Polen seien anders als Araber, Polen seien nicht aggressiv und bekommen weniger Hartz-IV, sagt er. Die Orientalen seien ständig beleidigt, so Sarrazin.

Die Situation wird immer aufgewühlter. Ein Paar ruft “Sarrazin raus!” In einem Lokal kann der Dreh nicht fortgesetzt werden, weil die Masse davor protestiert. “Sie sind ein ganz widerliche Linksfaschist!”, ruft Sarrazin einem der Demonstranten zu. Die ZDF-Leute treten den Rückzug an.
Es sollte eine Art Experiment sein, hieß es beim ZDF. Dass es eine gezielte Provokation sein sollte, das wies man beim Sender zurück. Dabei hätte man ahnen könne, was passiert, wenn man mit Sarrazin durch Kreuzberg spaziert. Diesen Skandal, wenn es denn einer war, hätte man voraussehen können.

“Darf man das?”, fragt das ZDF im Sarrazin-Beitrag. Klar darf man. Aber man muss nicht.

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