Tagesarchiv für 20. Juli 2011

aRTikel

Alles andere als farblos

Mittwoch, den 20. Juli 2011
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Musik: Florian Büttner (25) und Christoph Hengelhaupt (26) drehen Musikclips

MAZ Oranienburg, 20.7.2011

Der Oranienburger und der Hohen Neuendorfer betreiben die Filmerei als Hobby. Trotzdem sieht das schon professionell aus.

SCHÖNFLIESS
Kilian bekommt eine klare Ansage: „Wenn du den hohen Ton singst, dann sieh nach oben, da ist dann mehr Action.“ Kilian Peters, Frontmann der Berliner Band Not Called Jinx, macht, was Regisseur Florian Büttner ihm sagt. Sie drehen die Szene noch mal, danach sagt Büttner: „Cool, hat mir gut gefallen.“

Auf einem Schönfließer Hinterhof entstanden in der vergangenen Woche Szenen für den Videoclip „Phoenix Arising“ (MAZ berichtete). Ausgedacht haben sie sich Florian Büttner aus Oranienburg und der Hohen Neuendorfer Christoph Hengelhaupt. Gemeinsam konzipieren und drehen sie Videoclips. „Wir haben schon für unsere eigene Band Radiopilot Filme gedreht“, erzählt Florian. Bei Youtube ist der Clip zu „Keine Panik“ zu sehen, den sich die beiden ausgedacht haben. „Das hat uns schon immer Spaß gemacht“, so Büttner. Der 25-Jährige studiert Betriebswirtschaft an der Berliner Hochschule für Wirtschaft.
Christoph Hengelhaupt arbeitet im Nebenjob als Schlagzeuglehrer an der Hennigsdorfer Musikschule. Genau das studiert er auch an der Berliner Universität der Künste. „Irgendwann kam die Berliner Band Harthof auf uns zu“, erzählt Florian. Sie kannten sich bereits von diversen Auftritten. Der Film zum Song „Farblos“ entstand in den Proberäumen von Radiopilot. Für die Erlanger Gruppe Random Hero drehten sie den Clip zu „Could You Be My Love“. Beim „Luise“-Musical der Musikschule Hennigsdorf waren die beiden für die DVD-Produktion zuständig.

„Die Filme sind immer Gemeinschaftsarbeiten“, sagt Christoph Hengelhaupt. „Wir denken uns die Geschichte aus, setzen uns mit der Band zusammen.“ Florian übernimmt die organisatorische Planung. „Aber an sich sind wir sehr variabel.“ Beim Dreh übernimmt Florian die Hauptregie und die Kamera. Christoph ist für das Licht zuständig. „Danach treffen wir uns und bearbeiten das Ganze“, so Christoph Hengelhaupt.
Beim Dreh mit Not Called Jinx in Schönfließ entstanden innerhalb von fünf Stunden die reinen Bandszenen. Im August will das Gespann in Berlin noch die passende Story drumherum drehen. „Da geht es dann um einen Mann, der etwas schafft, was ihm niemand zugetraut hat“, erzählt Florian Büttner.
Was die Zukunft bringt – darüber sind sich die beiden noch nicht klar. Büttner: „Momentan ist es nur ein Hobby.“

Bilder vom Dreh gibt’s auf www.facebook.com/MAZWilliOHV.

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RTelenovela

Lustmolch!

Mittwoch, den 20. Juli 2011
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Das Wetter war mies, es regnete den ganzen Tag. Nach dem Festivalreinfall gönnten wir uns einen Besuch in der Sauna. Und offenbar nutzen in Hockenheim viele die Gunst der Stunde, um ins Aquadrom zu fahren. Der Parkplatz war gerammelt voll.

Glücklicherweise gibt es dort ja nicht nur eine einizige Sauna, so dass sich die Leute auf mehrere Schwitzräume verteilten.
Dennoch war die 90 Grad heiße Blockhaussauna ganz gut gefüllt. Erstaunlich viele junge Leute waren da, auf der oberen Bank saßen einige Frauen und unterhielten sich.

Die Tür öffnet sich, ein älterer, fülliger Mann betritt den Raum. Er sieht sich um. Mehrere Plätze sind noch frei, auch auf der oberen Bank. Doch der Mann hat wohl anderes im Sinn. Er zwängt sich auf den schmalen, engen Platz zwischen der jungen Frau und der Wand. Die Frau muss sogar ein Stück zu ihrer Nachbarin rutschen. Es ist ihr sichtlich unangenehm.
Der Mann aber scheint sich wohlzufühlen, auch wenn er nicht wirklich Platz hat. Seine Augen jedoch wandern immer wieder nach rechts, zur jungen Frau und zu dem, was sie so zu bieten hat. So was bekommt er zu Hause wahrscheinlich nicht mehr zu sehen. Der Lustmolch.

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