Tagesarchiv für 6. Juli 2011

aRTikel

Ein Haus voller Erinnerungen

Mittwoch, den 6. Juli 2011
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Historisches: In der Baustraße in Kremmen wird ein 160 Jahre altes Gebäude saniert

MAZ Oranienburg, 6.7.2011

Anneliese und Harald Doerksen haben lange Zeit in dem Haus gelebt. Gestern Nachmittag konnten sie sich erstmals seit vielen Jahren darin umsehen.

KREMMEN
Harald Doerksen blickt sich in dem kleinen Hof um. „Da war der Spielplatz“, sagt er. Heute liegt dort ein Schutthaufen. Er zeigt auf einen leer stehenden Stall. „Und da drin war das Außenklo.“ Außerdem noch der Misthaufen und der Schweinestall. „Es kommt alles wieder“, sagt Doerksen und lächelt. „Alle Erinnerungen.“ Auf dem Hof in der Kremmener Baustraße 10 ist er groß geworden.

Gestern Nachmittag konnte er sich gemeinsam mit seiner Mutter Anneliese auf dem Hof und in dem Haus umsehen. Für 350 000 Euro lässt die Wohnungsbaugesellschaft das im Jahre 1845 erbaute Haus sanieren. „Es ist viel zu tun“, sagt Geschäftsführer Horst Troppens. Das Dach ist schon neu gedeckt, die Balken müssen ausgewechselt werden, die Fenster, das Fachwerk, der Putz, dann die Fußböden, die Heizkörper und die Elektrik – und das alles bis November. Dann ziehen die vier Mietparteien dort ein. Keine der Wohnungen ist noch zu haben.

Gerda Schmitzdorf lebte einst 42 Jahre in dem Haus, von 1982 bis 2008 gehörte es ihr auch. Vor zwei Jahren kaufte ihr die Stadt das Gebäude ab und gab es weiter an die Wohnungsbaugenossenschaft. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, zieht Gerda Schmitzdorf wieder ein. „Wenn ich mich hier so umsehe, dann werde ich wohl nichts falsch machen“, sagt sie lächelnd.

Harald und Anneliese oerksen stehen inzwischen in der ersten Etage des Hauses. „Das war das Kinderzimmer“, erzählt die 80-Jährige, die inzwischen in Velten lebt. Der Fußboden verläuft leicht schräg. „Der Ball kullerte immer gleich an die Wand.“ Mit leuchtenden Augen läuft sie durch die Räume. „Menschenskinder“ ist das Wort der Stunde. Ihr Sohn Harald klopft an die Außenwand: „Hohl!“, ruft er. „Da ist nichts als Schilf und ein bisschen Putz darüber.“
Im November will Horst Troppens die Gäste durchs fertig sanierte Haus führen.

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RTZapper

Nightclips

Mittwoch, den 6. Juli 2011
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DI 05.07.2011 | 0.30 Uhr (Mi.) | iMusic1

Der Untertitel des Musiksenders iMusic1 lautet “Pure Music”. Aber irgendwie scheinen die Macher damit unzufrieden zu sein, denn nachts zeigt iMusic1 nicht wirklich Musikclips.
Stattdessen rekelt sich eine junge Blonde auf dem Bildschirm. Sie knetet sich ihre Brüste und leckt sich die Lippen.

“Nightclips” heißt die tägliche Sendung, die jede Nacht bei iMusic1 läuft. Mit Musik hat sie insofern zu tun, dass im Hintergrund zu den softpornösen Clips Musik zu hören ist. In dem Fall eine Elektroversion von “Riders On The Storm”. Das Konzept ist ähnlich wie bei Sport1, dort treiben die Nackten einfach irgendeinen Pseudosport, damit das Ganze auch wirklich was mit Sport1 zu tun hat.

Für iMusic1 war die Sexschiene in der Nacht das ganz große Ding. “,Nightclips’ besorgt es Dir jede Nacht”, hieß es da in einer begleitenden Kampagne. “Geile Beats, heiße Girls und jede Menge sexy Moves.”
Schade, dass iMusic1 das offenbar nötig hat.

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RTZapper

WM 2011 live: Nigeria – Kanada

Mittwoch, den 6. Juli 2011
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DI 05.07.2011 | 20.35 Uhr | ZDFinfokanal

Auf dem ZDF liegt der Stromfluch. Erst am Montag fiel der Sender samt Unterkanäle wegen Stromausfalls komplett aus. Und nun schon wieder.

Diesmal war es im Fußballstadion zappenduster. In Dresden spielten am Dienstagabend Nigeria gegen Kanada, da wurde es plötzlich dunkel. Die Flutlichtanlage fiel aus – kein Strom mehr.
Das WM-Spiel musste für 11 Minuten unterbrochen werden.

Kann man dem ZDF solche Events noch anvertrauen? Müssen wir weitere Strom-Gaus befürchten? Ist das vielleicht die Antwort auf den Atomausstieg?

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RTelenovela

Markthalle statt Gemüsestand

Mittwoch, den 6. Juli 2011
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Ein eklatanter Pizzafehlkauf! Nach Ewigkeiten bestellte ich mir wieder mal eine Pizza. “Call A Pizza” hat Deutschlandwochen.
Die Gemüsestand-Pizza sieht eigentlich ganz gut aus. Mit Käse, Schnitzelstreifen, sowie weißen und grünem Spargel, dazu Hollandaise. Ich rief die entsprechende Internetseite auf, klickte hier und klickte da, schon war alles in Sack und Tüten.

Eine gute halbe Stunde später. Der Lieferant brachte mir, was ich wollte. Drinnen packte ich sie aus und stutzte. Champignons? Kartoffeln? Wieso lagen da Champignons und Kartoffeln auf der Pizza? Ja, spinnen die denn? Ich hasse Champignons!
Mit der Pizzaschachtel in der Hand, lief ich zum Laptop, schmiss das Internet an und sah mir die Pizzen an.
Statt der Gemüsestand-Pizza hatte ich die Markthalle-Pizza bestellt. Ich hatte mich verklickt. Und die Markthalle war mit Champignos und Kartoffeln bestückt. Erstere entfernte ich. Und der Rest – nun ja, ich bestelle die Markthalle-Pizza kein zweites Mal. Nicht so dolle.

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