Tagesarchiv für 19. Juni 2011

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Radtour (6): Der Bladerbremser

Sonntag, den 19. Juni 2011
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(5) -> 13.6.2011

Unser Ziel: Vater Rhein. Ich auf dem Fahrrad, meine Begleiter auf Rollerblades. Meine Aufgabe: an Abhängen mit dem Rad der Bremser zu sein, damit die anderen beiden bergab nicht in den nächsten Graben brettern.
In Neulußheim fuhren wir durch eine noch relativ neue Reihenhaussiedlung. Immer wieder erstaunlich zu sehen, wie die Wiesen zugeknallt werden. Kleine Grundstücke, ein Haus drauf und den Nachbarn direkt vor der Nase, weil es platzmäßig für einen Garten drumherum nicht mehr reicht.

Weiter ging’s aus dem Dorf heraus zum Radweg auf dem Rheindamm. Hinter einer Brücke dann auch schon meine erste Bewährungsprobe als Bladerbremser. Die beiden anderen hielten sich hinter mir fest und ich rollte bremsenderweise den Berg runter. Als es aber hinter der Rechtskurve wieder hoch auf den Damm ging, da ging dann gar nicht mehr. Stopp. Absteigen.
Der Rheindamm ist genau da, wofür sein Name steht. Führt der Rhein Hochwasser soll an der Stelle das Wasser gestoppt werden.

Auf dem Damm wehte uns der Wind um die Nase. Links von uns lag der Blausee in Altlußheim. Angesichts des nicht ganz so warmen Wetters – eine Stunde zuvor ging ein kräftiger Regenschauer nieder – war das Freibad leer.
Zwei Kilometer weiter erschienen die beiden riesigen Schornsteine des Atomkraftswerks Phillipsburg. Nur aus einem stieg Rauch auf, weißer Rauch.

Wir erreichten Rheinhausen und somit auch den Rhein selbst, den wir vorher immer nur aus der Ferne erspähen konnten.
Ein interessanter Fluss. Der Rhein hat keine einheitliche Strömung. Am Rand ist ein Strudel, daneben fließt das Wasser langsam, und in der Fahrrinne rauscht es in Höchstgeschwindigkeit vorbei.
In Rheinhausen selbst war Straßenfest. Oder sagen wir mal so: Da standen ein paar Bänke auf der Straße rum, und drei Stände gab’s auch. Bratwurst, Pommes, Cola, und weiter ging’s auf den Weg zurück.

Auf dem Rückweg, an der Brücke bei Altlußheim, dann das ähnliche Spiel. Bergab war ich der Bremser, bergauf musste ich die beiden ziehen. Wir kamen im Dreierpack nur die Hälfte des Berges hoch. Puuuh! Das machen wir nächstes Mal aber besser…

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RTelenovela

Computerspiele: Von wegen faul

Sonntag, den 19. Juni 2011
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Erst neulich gab es mal wieder eine Studie, dass die Jugendlichen immer fauler werden. Fernsehen und Computerspiele statt Spiel und Sport.
Ich bin glücklicherweise nie so wirklich den Computerspielen verfallen (der Blog hier reicht schon), jetzt kam ich aber dann doch mal in den Genuss. Und mit Faulheit hat das nun wirklich nichts zu tun.
Wir haben nämlich mit einer Konsole gespielt, die die Bewegung des Mitspielers erfordert. Die Frage: “Wollen wir heute noch bowlen?” bekommt da eine ganz neue Dimension.

Also Bowling als Computerspiel. Das ist mehr als nur Knöpfchen drücken. Man meldet sich an, muss dem Computer ein Zeichen geben, indem man die Hand hebt. Mit einer Kamera erkennt das Teil alle meine Bewegungen, selbst wenn ich mich am Kopf kratze – das Männchen auf dem Monitor kratzt sich dann auch am Kopf.
Dann muss ich mit der Hand anzeigen, ob ich mit rechts oder links spielen will. Und im grunde macht man dann dieselbe Bewegung wie beim echten Bowling.
Ich erreichte – zumindest in Runde 1 – weit mehr als 100 Punkte. So viel habe ich real jedenfalls noch nie geschafft.

Nun gehört Bowling noch zu den einfacheren Spielen. Schwitzig wird es beim Siebenkampf. Den 100-Meter-Sprint muss man in entsprechenden Bewegungen mitmachen, da kommt man ganz schön außer Puste. Oder Speerwerfen: laufen und werfen. Auf die richtige Armbewegung kommt es da an, sonst landet das Ding schon bei 18 Metern.
Oder Beachvolleyball: Da zog ich es vor, den anderen beiden zuzusehen. Aber sie kamen erheblich ins Schwitzen.

Bräsig vor dem PC zu sitzen scheint jedenfalls der Vergangenheit anzugehören. Wenn man will, kann man sich da sehr schön hineinsteigern. Und dann duschen gehen.

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Wetten, dass…?: Mallorca

Sonntag, den 19. Juni 2011
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SA 18.06.2011 | 20.15 Uhr | ZDF

Auch wenn ständig der Eindruck herrschte: Nein, das war am Sonnabend noch nicht die letzte “Wetten, dass…?”-Show mit Thomas Gottschalk. Aber wenn sie es gewesen wäre – es wäre ein echter Abschiedskracher gewesen.

Vor der Megakulisse einer großen Arena auf Mallorca zelebrierte das ZDF eine großartige Show. Gottschalk war gut gelaunt, gelöst und entspannt wie lange nicht mehr, die Wetten allesamt unterhaltsam und spannend.
Okay, Heidi Klum hätte er sich sparen können, auch Dieter Bohlen scheint inzwischen Pflicht zu sein, wenn die Show auf Malle gastiert. Seine angeblichen Superstars hätten ihr Lied gern auch mal live singen können. Aber egal. Was zählte: Die Stimmung war prächtig, und das übertrug sich auch auf den Zuschauer.

Als Gottschalk spontan eine Laola-Welle startete, hörte diese spontan nicht mehr auf. Da konnte der Moderator noch so lange betteln und damit drohen, dass Dieter Bohlen singt.
Jennifer Lopez lieferte eine tolle Show ab, drei junge Männer aus Italien begeisterten mit ihren Opernstimmen, Kevin James machte Gags und Cindy aus Marzahn hatte sie auch alle lieb.
Es sollte eine lockere Sommerparty sein, die Showregeln weniger streng als sonst. Und es hat funktioniert – eine großartige Party war’s.
Was wäre die nur ohne Gottschalk gewesen? Und wer könnte sein Nachfolger sein? Gottschalk vielleicht?

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