Tagesarchiv für 24. Mai 2011

RTelenovela

Hilfe, das Internet ist tot!

Dienstag, den 24. Mai 2011
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In Berlin brennt ein Kabel, und wir alle haben kein Internet und können nicht telefonieren. So läuft das in unserer modernen Welt.
Linksautonome haben am Montagmorgen einen Anschlag auf die Bahn verübt. Durch den Kabelbrand kam nicht nur der Bahnverkehr im Berliner osten zum Erliegen, sondern auch das Telefonnetz von Vodafone.
Telefon tot. Festnetz und wohl anfangs auch das Mobilfunknetz. Internet gleich mit tot. Vodafone stand am Montag für “Nichts geht mehr”.

Die Rathäuser von Städten und Gemeinden sind nicht erreichbar. In Oranienburg das Schloss und die Schröter-Gang. In Birkenwerder ist auch niemand zu erreichen, ebenso in Glienicke, beim Energieversorger in Hennigsdorf. selbst die Kliniken in Oranienburg, Hennigsdorf und Gransee waren abgeklemmt. Da ist’s dann auch schon nicht mehr lustig.

Am Abend entspannte sich die Lage, und bei Facebook häuften sich die Jubelmeldungen. Es heißt, die Autonomen wollten dagegen protestieren, dass die Bahn Automüll umherkutschiert. Tja, da haben sie es uns allen ja mal richtig gezeigt. Ob beabsichtigt oder nicht, sei mal dahingestellt.

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RT im Kino

Wasser für die Elefanten

Dienstag, den 24. Mai 2011
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Ist es wirklich so toll, im Zirkus zu sehen, wie Tiere im Kreis rumlaufen und blödsinnige Sachen machen?
Ich hatte mein Aha-Erlebnis 2009 in einem großen Zirkus, der in Neuruppin gastierte. Ich saß in der ersten Reihe, direkt an der Manage. Und ich konnte den Tieren in die Augen sehen. Die traurigen Elefanten, die seltsame Figuren machen mussten. Sie waren völlig apathisch.
Tiere im Zoo sind schon ein zweischneidiges Ding. Tiere im Zirkus sind problematisch. Braucht man eigentlich nicht.
Wer sich “Wasser für die Elefanten” ansieht – der wird sich dazu ebenfalls eine Meinung bilden.

Jakob Jankowski (Robert Pattinson) wollte eigentlich Karriere machen. Als aber seine Eltern sterben, ist er mittellos. Er springt auf einen Zug, um ins Irgendwo zu reisen. Bei Tage stellt er fest: Es ist ein Zirkuszug.
1931 ist für diesen Zirkus ein schweres Jahr. Amerika steckt in seiner größten Wirtschaftkrise. August Rosenbluth (Christoph Waltz) führt ein hartes Regime. Die Tiere müssen spuren, seine Mannschaft muss das auch. Fehlt Geld, fliegt einer. Aus dem fahrenden Zug. Rosenbluth ist ein explosiver Mann.
Doch Jakob will dabei sein. Der Zirkus ist sein Leben. Bald bekommt er die Aufgabe, die Elefantin Rosie zu hüten. Und sich nicht in Rosenbluths Frau Marlena (Reese Witherspoon) zu verlieben.

Viele Mädchen werden sich Francis Lawrences Drama sicherlich nur wegen Robert Pattinson ansehen. Damit tut man dem Film aber unrecht. “Wasser für die Elefanten” ist ein spannender, ja, aufwühlender Film. Er zeigt, welche Qual die Arbeit beim Zirkus war. Für Mensch und Tier. Es ging nicht um den Spaß, es ging um Geld und die harte Arbeit. Die Show ist der schöne Schein.
Die Liebesgeschichte, die sich im Laufe des Film ergibt, ist fast überflüssig. Die Geschichte des Zirkus trägt den Film auch allein.
Wieder einmal zeigt sich Christoph Waltz in Höchstform. Den leicht irren, egomanischen, explosiven Mann spielt er mit einer Verve, die fesselt. Der Wahnsinn ist spürbar.
Nebenbei aber ist – und man weiß gar nicht, ob das beabsichtigt ist – “Wasser für die Elefanten” aber ein ein Plädoyer für einen tierfreien Zirkus.

8/10

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ORA aktuell

Stadtwerke: Eklat um Zeitungsanzeige

Dienstag, den 24. Mai 2011
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Eine am Sonnabend in der Lokalpresse veröffentlichte Anzeige des Energieversorgers Gelsenwasser sorgt in Oranienburg für einen Eklat.
Kürzlich wurde bekannt, dass die Strimkonzession der Stadt nicht an die Stadtwerke, sondern an Eon-Edis geht.

Gelsenwasser behauptet in der Anzeige, dass in Sachen Vergaberecht seitens der Stadt Oranienburg gelogen wurde. Das Vergaberecht sei nicht bei der Vergabe der Stromkonzession anwendbar. Auch habe sich Oranienburg nicht für das günstige Angebot entschieden. Auch sei es falsch, dass eine Netzgesellschaft mit Eon-Edis eine Rekommunalisierung darstelle.

Dirk Blettermann, der Oranienburg Fraktionschef der SPD und der Grünen, hält die Aussagen für unverfroren. Auch will er wissen, wer die Anzeige bezahlt hat und davon wusste. Oranienburg und Gelsenwasser sei erheblicher Schaden entstanden. Auch fordert Blettermann, der selbst zum Stadtwerke-Aufsichtsrat gehört, eine Aufsichtsratssitzung, die es nun bald geben soll.

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