Tagesarchiv für 4. Juni 2010

RTZapper

Rock am Ring 2010 live

Freitag, den 4. Juni 2010
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DO 03.06.2010 | 21.25 Uhr | EinsPlus

“Das ist der Hammer! Erstmals überträgt der ARD-Digitalkanal EinsPlus die wichtigsten ‘Rock am Ring’-Konzerte: mehr als 30 Stunden live und in voller Länge! Dazu gibt’s Interviews und Reportagen.”
Die Leute von der ARD sind total begeistert. Vor allem über sich selbst, wie an diesem Infotext zu den “Rock am Ring”-Konzerten deutlich zu merken ist. Allerdings: das sind dann auch schon die einzigen Informationen darüber.

Wie die ARD mit “Rock am Ring” umgeht, ist schon seltsam. Vier Tage werden die Konzerte stundenlang auf EinsPlus übertragen. Sonst laufen dort nur Service- und Wissenssendungen. einsfestival dagegen würde schon vom Namen her passen. Was also die ARD dazu bewogen hat, das Ganze auf EinsPlus zu zeigen, erfährt nur der Experte. EinsPlus wird nämlich vom SWR verantwortet, und der Nürburgring liegt im SWR-Bereich. Heißt: Mit Logik hat das alles nichts zu tun, sondern nur mit Proporz.

Und weil das ja alles wirklich der Hammer ist, will die ARD seine vier jungen zuschauer auch nicht mit weiterführenden Informationen belästigen.
Infos darüber, wann welche Band auftritt? Fehlanzeige, weder im Internet noch im Videotext ist etwas zu finden – bis auf immer den gleichen Ankündigungstext. Der Hammer.
Die Sache mit dem jungen, hippen Programm, das muss die ARD noch üben.

Vorhin spielte Kiss, und gerade ist die Band H-Blockx bei EinsPlus zu sehen. Über dem Festivalgelände scheint die Sonne. Mitten in der Nacht? Nun ja, da haben sie beim Sender wohl vergessen, das “Live”-logo wegzublenden.

PS: MTV überträgt auch – inklusive Bandvorschau im Internet.

Hits: 24

RT im Kino

Streetdance

Freitag, den 4. Juni 2010
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Coole Musik, gutaussehende junge Leute und eine nicht allzu tiefschürfige Geschichte. Das ist das Rezept des britischen Tanzfilms “Streetdance”. Und damit die Teenies erst recht ins Kino gelockt werden, kommt das Ganze auch noch in 3-D daher. Damit die gutaussehenden Tänzer den Zuschauer quasi anspringen.

Carly (Nichola Burley) ist am Boden zerstört. Sie wird von ihrem Freund verlassen. Das bedeutet aber auch: Ihre Streetdance-Truppe steht vor dem Aus. Doch das will Carly nicht hinnehmen. Sie nimmt die Sache in die Hand, sucht nach einem Raum für die Proben. Schließlich wollen sie an der britischen Streetdance-Meisterschaft teilnehmen. Einen Raum findet sie in der Ballettschule. Aber die dortige Lehrerin Helena (Charlotte Rampling) hat eine Bedingung: Carly und ihre Freunde müssen mit den Balletttänzern zusammenarbeiten. Auch mit Tomas (Richard Winsor), der bald ihr näheres Interesse weckt.

Für den europäischen Filmmarkt ist “Streetdance” eine Premiere: Der erste britische komplett in 3-D gedrehte Film. Der erste 3-D-Tanzfilm überhaupt.
Die Intension erscheint jedoch zunächst zweifel- und klischeehaft: Streetdance ist cool. Ballett ist uncool. Streettänzer sind angesagt. Balletttänzer sind Spießer. Toleranz gibt es auf beiden Seiten nicht. Glücklicherweise bleibt es dabi nicht die ganze Zeit, aber es ist ein ziemlich nerviges Klischee. Ansonsten ist die Geschichte von der Stange, so oder ähnlich schon mal gesehen. Dennoch macht der Film Spaß: Die Schauspieler/innen und Tänzer/innen sind ansehnlich, sie stammen übrigens teilweise aus der britischen “Das Supertalent”-Version und weiteren Castingshows. Auch die Musik sorgt dafür, dass sich der Fuß rhythmisch mitbewegt. Und die 3-D-Effekte sind annehmbar. 97 Minuten nette Unterhaltung.

7/10

Hits: 30