Monatsarchiv für Juni 2010

ORA aktuell

Knöllchenaffäre: Kein Bußgeld gegen Grollmisch

Mittwoch, den 30. Juni 2010
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Karl-Heinz Grollmisch, der Vorsitzende des Seniorenbeirats in Oberhavel, muss kein Bußgeld wegen Falschparkens zahlen.
Am 20. Januar stellte er sein Auto auf dem großen Parkplatz in der Stralsunder Straße ab – allerdings auf dem Motorradstellplatz. Jedoch war der gesamte Platz an diesem Tag eine eisige, vom Schnee unberäumte Fläche. Dort, wo Grollmisch seinen Wagen parkte, sei die einzige gewesen, die noch nicht glatt gewesen sei, doch lag lockerer Schnee.
Er bekam ein Knöllchen und protestierte dagegen. Er sollte 33,50 Euro zahlen. Das Verfahren landetete vor dem Amtsgericht Oranienburg, dass die Sache nun zu den Akten legte.

RTelenovela

Aktion autofreies Oranienburg

Mittwoch, den 30. Juni 2010
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Oranienburg scheint auf die Aktion “autofreie Stadt” hinzusteuern. Das Ziel: Vor der Stadt wird auf einem Acker ein großer Parkplatz eingerichtet, und dann geht es nur noch mit dem Fahrrad weiter. Und dann können alle Straßen gleichzeitig neu gebaut werden, denn im Moment scheinen die Autos in der stadt ja nur zu stören.
Heute jedenfalls habe ich 30 Minuten gebraucht, um Oranienburg endlich zu verlassen.

Rund um den Bahnhof geht nur noch wenig. Die Stralsunder Straße ist nur einseitig, jeweils vom Bahnhof weg, befahrbar. Das heißt: Bald ist sie gar nicht mehr befahrbar, der Verkehr holpert über die kläglichen Straßenreste.
In der Saarlandstraße/Robert-Koch-Straße geht’s nur noch einspurig mit Ampel voran. Oder eher: nicht voran.
Die Berliner Straße ist an der Saarlandstraße auch gesperrt. Zwei von vier Fahrtrichtungen sind dicht.
Die Innenstadt ist am Tage regelmäßig zugestaut. Hinzu kam heute noch die Sperrung der B-96-Auffahrt Oranienburg-Zentrum-Süd – ohne, dass man hätte irgendwo ankündigen müssen.

Da hatte ich mich extra durch die Innenstadt gequält, um dann vor der gesperrten Auffahrt zur Schnellstraße zu stehen. Also umdrehen und weiter nach Süd. Ätzend!

Vielleicht sollte Oranienburg tatsächlich über eine Totalsperrung nachdenken. Dann könnten alle Straßen aufgerissen werden und gleichzeitig noch alle Bomben gesprengt werden. Für Letzteres müsste die Stadt natürlich auch dauerevakuiert werden – dann hätte sich das auch mit dem Autoproblem erledigt…

aRTikel

Auf ein Wort: Allein, allein!

Dienstag, den 29. Juni 2010
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Live-Musik oder Fußball? Für RT ist das am Sonnabend gar keine Frage

MAZ Potsdam, 29.6.2010

Hand aufs Herz: Was ziehen Sie vor? Ein kostenloses Konzert der Band City auf dem Stadtwerke-Festival? Oder doch lieber das WM-Viertelfinalspiel zwischen Deutschland und Argentinien? Sehen Sie, und deshalb hat City den Auftritt gestern vorsorglich schon mal abgesagt. Stattdessen wird an der Stelle das Fußballspiel in den Lustgarten übertragen. Und das ist auch ganz vernünftig so. Denn wahrscheinlich würde die Band beim Konzert am Sonnabend so ziemlich allein sein – mit nur wenigen unverbesserlichen WM-Ignoranten. Oder übertönt von den Vuvuzelas. Gestern outete sich allerdings auch City-Sänger Tony Krahl als Fußballfan. Was bedeutet: Auch er und seine Kollegen sehen am Sonnabend sicher lieber Fußball, als in Potsdam vor leeren Rängen aufzutreten. Wobei natürlich ein Kurzauftritt in der Halbzeitpause (wenn Deutschland dann 4:0 führt) die Stimmung unter den Fans weiter aufheizen könnte. Es ist doch ganz klar, wenn König Fußball regiert, haben andere Veranstaltungen nicht den Hauch einer Chance, Publikum anzulocken. Da könnte wahrscheinlich auch Prince, Grönemeyer oder ein Michael-Jackson-Double auf der Bühne stehen – manchmal sind andere Dinge einfach wichtiger. Und die WM ist eben so ein anderes Ding.

ORA aktuell

Unfall auf B96: Verkehrskollaps in Oranienburg

Dienstag, den 29. Juni 2010
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Nach einem Lkw-Unfall auf der B96 zwischen Oranienburg-Zentrum-Süd und Oranienburg-Zentrum am Montagmorgen musste die Strecke in Richtung Norden gesperrt werden. Der komplette Verkehr wurde durch Oranienburg geführt, wo er auch sofort zum Stillstand kam.
Der Stau führte von der Bernauer über die Berliner Straße bis in den Stadtteil Süd. Das vermutlich letzte Mal erlebten die Oranienburger einen solchen Stau vor 2002, als es die Umgehung noch nicht gab.

RTZapper

Lindenstraße: Ein großer Fehler!

Montag, den 28. Juni 2010
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MO 28.06.2010 | 5.00 Uhr | Das Erste

Genau. “Lindenstraße” am Montagmorgen um 5 Uhr. Richtig gelesen.

Nein, nein, nein! 70 Minuten reichen einfach nicht! 70 Minuten sind viel zu wenig, um ein Fußballspiel zu besprechen. Da muss noch Spieler 1 befragt werden, Spieler 2 auch noch, und Spieler 11 ebenfalls. Genau wie der Trainer. Von den einen und den anderen. Und die Analyse brauchen wir ja auch nicht. Und die Analyse der Analyse. Und ein paar Leute müssen ja auch noch was sagen. 70 Minuten können da keineswegs reichen.

Weil das WM-Spiel zwischen Deutschland und England so toll, toll, toll war, ließ die ARD seine Sportreporter einfach noch eine halbe Stunde länger quasseln, um dann bei “Waldis WM-Club” gleich noch weiter quasseln zu lassen.
Da war einfach kein Platz mehr für die “Lindenstraße”.
Nach der “Tagesschau” lief dann ein “Tatort” von 2003. Da war einfach kein Platz mehr für die “Lindenstraße”.
Danach ermittelte “Mankells Walander” in einem Film von 2006. Da war einfach kein Platz mehr für die “Lindenstraße”-Erstsendung.
Nach den “Tagesthemen” war auch kein Platz mehr für die “Lindenstraße”, und nach dem Kulturmagazin auch nicht mehr.
Platz hatte die ARD nur noch um 5 Uhr. Am nächsten Morgen.

Das ist eine Premiere. Seit 25 Jahren zeigt die ARD Sonntag für Sonntag die “Lindenstraße”. Selbst bei Wahlen wird sie irgendwo dazwischengequetscht. Und nun das.
Welchen Stellenwert hat die “Lindenstraße” noch für die ARD? Wie billig muss der Dreh gewesen sein, wenn die Folge mit dem verheißungsvollen Titel “Ein großer Fehler!” am Montagmorgen um 5 Uhr verschrottet wird? Wann ist ganz Schluss mit der Dauerserie? “Abschied für immer” heißt übrigens die nächste Folge und die danach “Das war’s”. Ein Omen?
Und mal im Ernst: Eigentlich war um 19 Uhr alles zum Fußballspiel gesagt, die Programmänderung war völlig überflüssig.

Nur wenige Fans werden die Erstausstrahlung um 23.15 Uhr bei einsfestival gesehen haben, denn Das Erste hatte es nicht nötig, darauf hinzuweisen. Ansonsten hilft nur noch der Recorder, die Mediathek oder die Wiederholungen in den Dritten, die allerdings auch nur noch frühmorgens laufen.
Der Anfang vom Ende?

RTZapper

FIFA-WM 2010 live, Achtelfinale: Deutschland – England

Montag, den 28. Juni 2010
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SO 27.06.2010 | 15.50 Uhr | Das Erste

Herrgott, wie sind wir Deutschen bloß noch aufzuhalten??
Unfassbar, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat bei der WM gegen England gewonnen! 4:1!! Das Reporterteam der ARD war nach dem Spiel ganz außer sich. Die Herren sehen den Pokal schon im Flieger nach Deutschland.

Sind wir Deutschen denn überhaupt noch aufzuhalten? Das war dann auch die beherrschende Spiel an einige der Spieler nach dem Abpfiff. Was, bitteschön, sollen denn die Jungs darauf antworten?
a) Ja.
b) Nein.
c) Vielleicht.
d) Ich weiß nicht.
e) Ich habe die Frage nicht verstanden.
f) Wer sind Sie eigentlich?
g) Wer bin ich eigentlich?
h) Haben wir schon gespielt?

Vielleicht lassen sich die begeisterungstaumeligen Sportreporter für das Spiel gegen Argentinien noch ein paar andere Fragen aus. Wenn wir ins Halbfinale eingezogen sind. Denn wer soll uns denn noch stoppen, nicht wahr?

RTelenovela

29c

Montag, den 28. Juni 2010
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Klingt eigentlich 29c besser als 32?
Die 29 wahrscheinlich schon, das C stört allerdings ein wenig. Also: 32. Der 32. Geburtstag.

Die Feier stand ganz unter dem Eindruck der Fußball-WM. Wie auch schon bei der WM 2006 stellte ich meinen Fernseher in den Garten. Das allerdings war schon ein Kraftakt.
1. Fernseher von mir zu Hause dorthin wuchten. Treppab, ins Auto, und wieder raus.
2. DVB-T-Receiver und die restlichen Teile suchen.
3. Gefunden.
4. Die Steckdose (oder der Verteiler) funktionierte nicht. Neuer Verteiler gesucht.
5. Das Stromkabel für den Receiver fehlte. Wutanfall. Das vom Radio musste dran glauben.
6. Alles angeschlossen, aber den Sender nicht gefunden.
7. Wutanfall.
8. Stecker umgesteckt. Immer noch nichts.
9. Neues Scartkabel geholt. Und tatsächlich: Es funktionierte. Das alte Kabel war kaputt.

Die Gäste konnten kommen, und sie kamen auch. Deutschland gewann das Spiel 4:1, und alle waren glücklich. Und die schwarz-rot-goldene Vuvuzela kam auch ein paarmal zum Einsatz.
Am Ende waren wir um die 20 Leute, das Büfett und die Getränke waren erstaunlich genau kalkuliert, so dass alle rundum glücklich waren. Hoffentlich.