Tagesarchiv für 24. Februar 2010

RTelenovela

Projekt Winterschuhkauf im Februar – gescheitert

Mittwoch, den 24. Februar 2010
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Ich hatte etwas schier Unfassbares vor: Schuhe kaufen. Winterschuhe. So richtige, warme Stiefel. Ja, genau, jetzt, im Februar, wo der Winter so gut wie zu Ende ist.
Aber für meine Schweiz-Tour brauche ich noch einmal vernünftige Stiefel. Meine jetzigen sind so gut wie ausgelatscht, die Sohlen schon ziemlich glatt. Das weiß ich spätestens, seit ich vorletztes Wochenende am Strand von Baabe auf Rügen auf einer festgetretenen Schneewehe ausgerutscht und so richtig auf dem Hintern gelandet bin.

Dummerweise ist in den Schuhläden schon der Sommer ausgebrochen, und das schon seit Wochen. Mit Winterschuhen muss man denen jetzt nicht mehr kommen.
Laden 1 in Oranienburg. Ein einziges Paar Winterschuhe sind noch da. Aber der Preis. Sehr weit über 100 Euro. Nun ja, vielleicht dann doch nicht.
Laden 2 in Berlin-Gesundbrunnen. Winterschuhe? Weit und breit nicht zu sehen. Zumindest Herren-Winterschuhe. Als Frau hätte ich noch das eine oder andere Stiefelchen noch bekommen können.

Potsdam scheint grundsätzlich einen besonders großen Bedarf an Schuhen zu haben. Wer einmal durch das Sterncenter schlendert, wird sage und schreibe sechs Schuhläden finden (wenn ich richtig gezählt habe). Wer soll das ganze Zeug bloß kaufen?
Laden 1 im Sterncenter. Winterschuhe? Wo denken Sie hin? Gucken Sie mal raus, da ist doch schon… Draußen schneite es gerade. Nun ja.
Laden 2 im Sterncenter. Ich sehe sie schon von weitem: Winterschuhe! So richtige Winterschuhe. Sogar mehrere Paare. Unglaublich.
Ich probiere eins an. Die Schuhe sind aus Leder und haben zweifarbige Schnürsenkel. Schwarz und Orange. Sie sehen gut aus. Und, na ja, die Sache mit dem Zuschnüren, das geht schon.

Am nächsten Tag. Die Sache mit dem Zuschnüren stellt sich als schwierig heraus. Ich komme schlicht nicht in die Schuhe rein. Da kann ich noch so drücken und ziehen. Ich muss die Schuhe wieder aufschnüren, bis fast nach ganz unten. Erst dann kann ich reinschlüpfen.
Einmal bis zum Bahnhof und zurück. Die Schuhe drücken ein wenig. Und über eine Naht auf der Oberseite zieht kalte Luft rein. Alltagstauglichkeit – kaum.
Wieder zu Hause versuche ich dann, die Schuhe wieder auszuziehen. Drücken. Ziehen. Wutanfall. Aufschnüren.
Fazit: Am Ende zerrte ich mir durch das Ziehen an beiden Armen die Muskeln unterhalb der Hände, was dazu führte, dass ich den restlichen Tag nichts mehr greifen konnte. Schmerzhaft.

Ich bringe die Schuhe wieder nach Potsdam zurück und suche mir andere. Ich entscheide mich für leichte Sommerschuhe. Meine Stiefel müssen nun doch auch noch in der Schweiz halten. Neuer Versuch: im Herbst 2010.

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RTZapper

n-tv live: Margot Käßmann tritt zurück

Mittwoch, den 24. Februar 2010
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MI 24.02.2010 | 15.55 Uhr | n-tv

Margot Käßmann ließ die Reporter von n-tv ein bisschen warten, bevor sie in einer Pressekonferenz ihren Rücktritt als EKD-Vorsitzende bekannt gab. Sie fuhr mit 1,54 Promille Alkohol im Blut über eine rote Ampel.
n-tv füllte die Zeit mit Interviews und einer Bilderschleife, die Bischöfin Käßmann in Aktion zeigte.
Eine Szene, die immer wiederkehrte: Frau Käßmann gießt sich ein Glas Wasser ein. Mit Zoom auf das Wasserglas.
Kein Wein, sondern Wasser. Und das Bild im Minutentakt. In der Hoffnung, dass es auch jeder n-tv-Zuschauer kapiert.

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RTelenovela

Vor 20 Jahren (29): Abschied vom Lada

Mittwoch, den 24. Februar 2010
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(28) -> 17.2.2010

Sonnabend, 24. Februar 1990.
Bis zu diesem Tag fuhren wir einen roten Lada. Aber dieser Sonnabend vor dem Rosenmontag 1990 war unser letzter gemeinsamer Tag. An diesem Tag ging alles ganz schnell.

Mein Vater traf an jenem 24. Februar einen Bekannten, der erzählte, er bräuchte für sich und seine Familie ein Auto. Ziel der Reise: Köln. Der Karneval. Mein Vater wurde hellhörig. Summen wurden genannt. Bald einigten sie sich auf einen Betrag. Ohne an dieser Stelle zu viel zu erzählen: Ende Februar 1990 haben wir für unseren Lada erstaunlich viel Geld bekommen.

Meine Mutter war, sagen wir es mal vorsichtig, nicht begeistert. Die familiäre Stimmung war am Boden.
Unser Lada musste nur noch ausgefegt werden, dann war er auch schon weg. Innerhalb von Minuten mussten wir Abschied von unserem Auto nehmen.
Immerhin konnte sich unser Weggefährte zunächst ins Kölner Getümmel stürzen. Was dann aus ihm wurde, ist unbekannt.
Und wir hatten plötzlich nur nur den Trabi meines Bruders und den Firmen-Barkas-B1000.

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ORA aktuell

Schlosspark: 1736 Unterschriften gegen Zaun

Mittwoch, den 24. Februar 2010
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Während der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung übergab Manuela Graumann am Montagabend 1736 Unterschriften, die sich gegen eine Umzäunung des Schlossparks wenden. Hintergrund ist, dass der Schlosspark mit der Landesgartenschau nicht mehr öffentlich zugänglich war. Das soll nun auch so bleiben.
Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) nahm die Aktuion zur Kenntnis, berief sich jedoch auf den Beschluss der Abgeordneten. Gleichzeitig verwies er auf mehr als 4000 Unterschriften, die für die Umzäunung des Parks abgegeben wurden.

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RTelenovela

Die Promillebischöfin

Mittwoch, den 24. Februar 2010
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Das ist dumm. Das ist fahrlässig. Mein Gott, Margot! Was haben Sie da nur getan?
Die Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann ist in der Nacht zum Sonntag in Hannover von der Polizei erwischt worden. Fehler Nummer 1: Mit ihrem Dienstwagen raste sie über eine rote Ampel. Fehler Nummer 2: Sie war besoffen, mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut. Da überhaupt noch auf den Beinen zu stehen, schaffen meist nur Alkoholiker.

Sie ist erschrocken, sagt Frau Käßmann. Ja, genau. Und ich bin’s auch. Diese Frau steht der Evangelischen Kirche in Deutschland vor. Sie hat Vorbildfunktion. Und die Menschen schauen sowieso argwöhnisch auf sie und ihren Posten. Und dann das.
Nun ist es so, dass es durchaus mal passieren kann, dass man über eine rote Ampel fährt. Aber dass der Alkoholpegel so hoch ist – und 1,5 Promille sind verdammt viel -, nein, das darf nicht passieren. Und schon gar nicht der EKD-Vorsitzenden, die unter medialer und kirchlicher Dauerbeobachtung steht. Und überhaupt gar nicht zur Fastenzeit, wo doch das alles sowieso tabu ist, und die Kirche Wasser predigt, während Frau Käßmann offenbar sehr, sehr, sehr tief ins Weinglas schaut (oder was auch immer sie nicht in Maßen genossen hat).

Was will diese Frau ihren Anhängern eigentlich noch erzählen? Welche Werte will sie noch vermitteln? “Besoffen bei Rot – kann ja mal passieren? Bitte verziehen Sie mir!”? Es ist wirklich schade um sie.

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