Monatsarchiv für Januar 2010

RTelenovela

Volojahre (42): Zentrales Kompetenzgerangel

Donnerstag, den 28. Januar 2010
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(41) -> 23.1.2010

Dies ist die Geschichte einer Recherche. Einer Recherche, die sich als schwieriger erwies wie anfangs gedacht.
Die spannende Frage war: Wie kommen eigentlich Uniformträger mit den klirrend kalten Temperaturen klar? Bundeswehrsoldaten, Polizisten, Müllmänner. Nun gut, eigentlich durfte dabei wenig Neues rauskommen. Sie ziehen sich eben wärmer an. Ich fragte trotzdem nach. Oder versuchte es zumindest.
Der Kampf konnte beginnen.

Kapitel 1. Die Bundeswehr in Geltow.
In Geltow befindet sich ein Bundeswehrstandort. Also suchte ich mir die Telefonnummer raus, um mich von der Zentrale aus zur Pressestelle weiterleiten zu lassen.
Ich wählte die Nummer. Und nach einer Weile hatte ich eine Dame am anderen Ende der Leitung. “Ich würde gern jemanden von der Pressestelle sprechen.” Daraufhin fragte die Frau: “Die in Schwielowsee?”
Wie jetzt, Schwielowsee? Ich überlegte kurz. Mir fiel ein, dass Geltow zur Gemeinde Schwielowsee gehört. Also, okay, dann eben Schwielowsee.
Die Dame sucht. Und findet nicht. Kein Eintrag in Schwielowsee. Ich präzisiere also: Geltow, sage ich. Und ich ergänze, dass ich ja auch die Geltower Nummer angerufen hatte. Die Dame antwortet, dass ich in der Bundeswehrtelefonzentrale in Hamburg gelandet sei.
Schön. Aber das hilft mir nicht weiter.
Die Telefonistin sucht nun in Geltow nach einer Pressestelle. Und findet sie nicht.
Ich habe vor elf Jahren im IV.Korps in der Pressestelle gearbeitet, da muss es das also geben, sage ich.
Die Frau kennt das Wort Korps nicht. Sie buchstabiert es “Corp”. Und findet natürlich nichts. Wir sprechen nun schon fast sieben Minuten miteinander.
Sie klinkt sich kurz aus, fragt irgendwo anders nach und erfährt, dass es kein IV.Korps mehr gibt. Okay, Punkt für sie. Oder so ähnlich.
“Und nun?”, frage ich. Sie will mich in irgendein Geschäftszimmer durchstellen. Danke, auf Wiederhören.
Leider meldet sich im Geschäftszimmer niemand. Ich lege auf.

Kapitel 2. Die Bundeswehr in Potsdam.
Auch in Potsdam gibt es eine Bundeswehrkaserne. Ich suche mir die entsprechende Nummer raus und wähle sie.
Überraschung! Ich lande wieder bei der freundlichen, aber nicht sehr wissenden Dame in Hamburg. Meine Freude hält sich in engen Grenzen.
Ich frage nach der Pressestelle. Sie fragt: Die in Potsdam? Ich sage: Ja, ich habe ja auch die Potsdamer Nummer gewählt. Sie sagt: Sie findet keine Pressestelle in ihrem Verzeichnis. Ich sage: Gibt es denn irgendjemanden, der mir irgendeine Auskunft geben kann?
Die Frau fragt nach. Und will mich dann zu einer anderen Potsdamer Dienststelle durchstellen.
Und tatsächlich meldet sich dort jemand. Ich teile dem Mann in der Geschäftsstelle mit, dass ich mit der Hamburger Telefonzentrale nicht so wirklich zufrieden bin. Der Mann lacht, das Problem scheint bekannt zu sein.
Zum Winterklamottenthema kann er allerdings nichts sagen, er stellt mich zu einem höheren Dienstgrad durch.
Und dann, oh Wunder! Ich habe jemanden in der Leitung, der mir etwas zu meinem Thema sagen kann. Nach 30 Minuten!
Dann aber, nachdem er mir alles erzählt hat, fragt er: Wollen Sie das als O-Ton verwenden? Ich sage: zumindest Teile davon. Er sagt: Sie dürfen mich nicht zitieren, da müssen Sie erst da und da anrufen und nachfragen.
Dolle Sache, der Bund. Wo doch Klamotten so ein großes Geheimnis sind. Ein Staatsgeheimnis.

Kapitel 3. Die Polizei.
Ich rufe den Pressesprecher in Potsdam an. Und es scheint simpel zu sein. Der Herr erzählt mir, was ich wissen will. Dann sagt er aber, dass ich mich an einen Herren in Wünsdorf wenden soll. Der arbeite im Zentraldienst und könne mir das sehr viel genauer erzählen.
Also wähle ich die Wünsdorfer Nummer. Tatsächlich habe ich den Mann am Rohr, den mir der Pressesprecher empfohlen hat. Blöd nur: Er darf mir nichts sagen, sagt er. Ich müsse das Innenministerium in Potsdam anrufen. Er ist dazu nicht befugt.
Ich klingele also in Potsdam an. Zwei Gespräche verlaufen im Sande, ich habe immer Leute dran, die nichts zu meinem heißen Klamottenthema sagen können. Ich solle mich per Mail ans Ministerium wenden.
Ich schreibe also die Mail.
Eine gute halbe Stunde später: Der Wissende vom Innenministerium ruft an. Meine Mail hat er noch nicht gelesen, ich schildere ihm also noch mal, was ich wissen möchte. Er wolle sich drum kümmern.
Eine weitere gute Stunde später. Der Wissende schickt mir tatsächlich eine Antwortmail mit meinen Fakten. Dann ruft er mich an.
Er hoffe, dass ich jetzt alles hätte, was ich wissen möchte. Und er meint, dass das Innenministerium solche Auskünfte eigentlich nicht gebe. Es gebe einen Mann in Wünsdorf, der mir alles erzählen könnte. Ich sage: Ich habe mit dem Mann gesprochen, er darf nichts sagen. Der Ministeriumsmann sagt: Klar darf er. Mit solchen Kleinigkeiten gebe sich sein Amt nicht ab. Ich solle doch bitte noch mal in Wünsdorf anrufen, er habe mich bereits dort angekündigt. Er gibt mir noch mal die Telefonnummer.
Es ist leider die Falsche. Die Frau, die ich nun am Apparat habe, kennt den Mann nicht, mit dem ich vorher gesprochen hatte. Sie muss in irgendeiner Liste nachschauen, wo sie ihn überraschenderweise sogar findet. Sie sagt mir seine Nummer.
Ich wähle besagte Nummer. Aber der Mann ist nicht mehr da.
Ich gebe auf. Und ich habe ja sowieso, was ich wissen will.

Alles andere funktioniert verhältnismäßig reibungslos. Aber die Bundeswehr und die Polizei haben mich sehr viele Nerven gekostet. Die Sache mit den Kompetenzen sollte vielleicht mal geklärt werden. Und die Bundeswehr sollte ihre seltsame Telefonzentrale am besten gleich mal wieder abschaffen. Rührt euch, weggetreten.

RTZapper

Dr. House: Wiederholungen

Mittwoch, den 27. Januar 2010
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DI 26.01.2010 | 21.15 Uhr | RTL

„Hässlich“ hieß nicht nur die gestrige Folge von „Dr. House“ bei RTL. Hässlich ist auch, wie der Sender inzwischen mit seinen Zuschauern umgeht. RTL ödet uns nämlich in diesem Winter mit lauter Wiederholungen an. Neue Folgen bekommen wir nur noch häppchenweise. Ganze Staffeln am Stück gehören ebenfalls der Vergangenheit an. Stattdessen schenkt uns RTL hier mal sechs neue Folgen, da mal ein paar Wiederholungen, und dann noch mal ein bisschen was Neues.

House kehrt beispielsweise erst am 9. März mit noch nicht gezeigten Folgen zurück. Wir sehen dann das Ende von Staffel fünf und den Anfang von Staffel sechs. Ähnlich geht es den Fans von „Monk“ und „CSI: Miami“. Die derzeit donnerstags laufenden „Cobra 11“-Folgen sind sogar schon aus dem Jahr 2006.

Die Frage ist: Wenn RTL schon sparen muss, wieso zeigt der Sender die Wiederholungen ausgerechnet im Winter, wenn sehr viel mehr Leute vor der Glotze hängen als im Frühling oder Sommer? Kein Wunder, dass die Quoten sinken und sich die Fans die Serien lieber auf DVD ansehen.

RTelenovela

Mein erster Windelkauf

Mittwoch, den 27. Januar 2010
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Ein ganzes Regal voller Windeln, Fläschchen, Nuckel, Puder und Cremes. Alles für die Kleinen. Bisher habe ich nie so genau darauf geachtet, was in der Babyabteilung des Supermarktes so alles rumliegt.
Aber diesmal ist das anders. Ich will nämlich Windeln kaufen.
Nein, nein, nicht für mich. Einer meiner Freunde wird bald Vater, und da suchte ich nach einem passenden Geschenk. Und was passt da besser, als die erste Packung Windeln.

Doch das ist nicht so einfach, wie es scheint. Na ja, eigentlich ist es schon einfach, aber man muss da erst mal durchsehen.
In dem Regal liegen nämlich zig verschiedene Packungen. Unterschiedlicé Größen. XL, Maxi und so weiter. XL ist allerdings für ein Neugeborenes zu groß. Und so fand ich am Ende doch noch, was ich suchte: Windeln für Neugeborene. Die Packung ist erheblich kleiner die anderen.
Und so lief ich also mit einer Packung Windeln zur Kasse. Das passiert mir wahrscheinlich so schnell nicht wieder.

RTZapper

Rosenstraße

Dienstag, den 26. Januar 2010
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MO 25.01.2010 | 22.52 Uhr | MDR-Fernsehen

Zunächst eine wichtige Frage, die mich beim Sehen des Films beschäftigt hat: Die Kulisse der “Rosenstraße” – das ist doch dieselbe wie die “Sonnenallee” und die Kulisse von “Herr Lehmann”, oder? Eigentlich sollte das an Filmen reichen, die sichtbar in der in Potsdam-Babelsberg aufgestellten immer selben Straße stattfinden…

“Rosenstraße” erzählt eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, die bisher weitestgehend unbekannt war. Auf jeden Fall ein interessanter Stoff. So ist der Film von Margarethe von Trotta keineswegs uninteressant – nur leider relativ langatmig. Um diese Geschichte ranken sich nämlich gleich zwei Rahmenhandlungen, von denen eine überflüssig ist. Eine junge Journalistin reist nach Berlin, um diese Geschichte von einer 90-Jährigen (eine der Frauen, die um ihren Mann kämpften) zu erfahren. Und um diese junge Frau widerrum rankt sich eine ziemlich langweilige und dazu noch schlecht gespielte Rahmenhandlung. Was zur Folge hat, dass der Film eine langweilig und uninteressante Einführung hat. Andererseits sind die Szenen, in den die 90-Jährige erzählt, die besten, rührendsten. Die alte Frau ist das Highlight des ganzen Films.
Insgesamt ist “Rosenstraße” leider viel zu trocken – er krankt vor allem an sehr gestelzten Dialogen und schauspielerisch fragwürdigen Szenen. So wirkt die Szene, in der die Frauen lautstark protestieren eher unfreiwillig komisch.
Leider erfüllt “Rosenstraße” alle Vorurteile derer, die den deutschen Film an sich ablehnen, weil er zu schwerfällig, behäbig, kopflastig und schlecht inszeniert sei. So wurde ein sehr interessantes Thema leider verschenkt.

RTZapper

M Is For Music

Dienstag, den 26. Januar 2010
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MO 25.01.2010 | 18.30 Uhr | MTV

Zeichentrickserien, dämliche Dokusoaps, trashige Kuppelshows. Da fragt sich doch jeder: Wofür steht eigentlich das “M” in MTV?
Das scheinen sich die Verantwortlichen bei MTV auch gefragt haben – und sie haben eine überraschende Antwort gefunden: M is for Music. Aha. Musik also. Nur spielt die Musik nur noch eine untergeordnete Rolle im MusikTV. Da muss man seinen Zuschauern eben schon mal mitteilen, dass dieses M auch noch eine Bedeutung hat.

90 Minuten lang zeigt MTV jeden Abend ab 18.30 Uhr, wofür MTV eigentlich bekannt geworden ist: Videoclips. Musik. Die pure Musik. Mal was anderes im billigen Doku-Einerlei. Und hoffentlich mussten die MTV-Leute selbst nicht allzu lange überlegen, wofür ihr M eigentlich steht – oder mal stand.

RTelenovela

Dauerduscher (7): Lange nicht gesehen, Jünter!

Montag, den 25. Januar 2010
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(6) -> 24.11.2008

Erst vor einigen Tagen wurde ich gefragt, was eigentlich aus Jünter, dem Dauerduscher, geworden ist.
Die Frage kann ich heute beantworten. Jünter duscht immer noch gern.

Jünter heißt nicht wirklich Jünter. Ich weiß nicht, wie der Typ heißt, der im Turm öfter mal dauerduscht. Aber ich hab ihn schon so oft dort getroffen (und am 28.11.2005 erstmals über ihn geschrieben), dass ich ihm bald einen Namen gegeben habe.
Die eisigen Temperaturen nutzten Nico und ich für einen Besuch der Sauna. Und Jünter war schon da. Stand in der Saunadusche rum und duschte. Keine Ahnung, wie lange schon.

Etwa 40 Minuten (!) später, wir waren das erste Mal im Heißen und lagen nun auf einer der Liegen, lief Jünter an uns vorbei. Ab ins Schwimmbad. Nun bin ich ihm allerdings nicht gefolgt, um herauszufinden, ob er einfach nur die Duschlocation gewechselt. Aber ich vermute mal, er setzte seine Dauerduscherei in einer der Schwimmbadduschen fort.
Was wäre der Turm nur ohne Jünter?

RTZapper

Der schöne Morgen: Seiffert vs. Jauch

Montag, den 25. Januar 2010
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MO 25.01.2010 | 5.05 Uhr | radioeins

Fast hätten die Hörer von radioeins auf ihren Morgenmoderator Marco Seiffert verzichten müssen. Wer weiß, wie lange er den “schönen Morgen” noch moderiert hätte, wäre er als Gewinner der Million bei Günther Jauchs RTL-Quiz “Wer wird Millionär?” aus dem Studio gegangen.

Am Ende gewann Seiffert aber “nur” 125000 Euro. In der Show am Freitag wusste er nicht, wo der Oktober 1867 nur rund drei Wochen dauerte. In Alaska nämlich.
Nun kauft sich Seiffert eine Wohnung in Berlin-Tegel und wird weiterhin zweiwöchentlich nach Potsdam düsen und die Morgenshow moderieren. Gott sei Dank!