Tagesarchiv für 11. September 2008

aRTikel

Klogespräche mit 539 Zuschauern

Donnerstag, den 11. September 2008
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Internet: Falkensee ist mit rund 160 Filmen in den Videoportalen Youtube und MyVideo vertreten

MAZ Falkensee, 11.9.2008

Das eingegebene Suchwort in den Videoportalen lautete schlicht „Falkensee“. Zu sehen sind Musikclips, Sportereignisse und Schulisches.

FALKENSEE
„Falkensee ist Kriminalität, Falkensee mit Promis übersät.“ Das singen die Rapper von „Die Brut“ in einem Videoclip, der im Internetportal Youtube zu finden ist. Der Song trägt schlicht und einfach den Namen ihrer Stadt: „Falkensee“.
Wer den Suchbegriff in einem der Internetvideoportale eingibt, bekommt bei Youtube rund 100 und bei MyVideo 61 Ergebnisse angezeigt. Die dort veröffentlichten Videos, die von jedem Internetnutzer dort reingestellt werden können, lassen einen Blick in das alltägliche Leben in der Gartenstadt zu.
„Erzähl mir nicht, was Ghetto ist, ich komm’ aus Falkensee“, rappen die jungen Leute von der „Brut“ in ihrem professionell anmutenden Clip. Immerhin 3058 Zuschauer hatte das Musikstück innerhalb von fünf Monaten.
Im Netz vertreten und 488-mal angeklickt ist aber auch die Falkenseer Kantschule mit der „AK 08“. Die Abschlussklasse dieses Jahres zeigt Impressionen einer Party, dazu singt im Hintergrund Enrique Iglesias, während die Schüler Luftsprünge machen. Ein Fundstück gibt es auch aus dem Lise-Meitner-Gymnasium: Fast vier Minuten lang dauert das „Klogeflüster“, ein Videoprojekt aus einem Wahlpflichtkurs. Junge Mädchen stehen vor einem großen Spiegel und lästern über andere, kämmen sich die Haare und schminken sich. 539 Zuschauer hatte der Film. Heimlich drehten Lise-Meitner-Gymnasiasten offenbar einen Mitschnitt aus dem Englisch-Unterricht. Während ein Text in verteilten Rollen gelesen wird, treiben andere Schabernack.
Doch auch wirklich Skurriles aus Falkensee ist zu finden. Ein gewisser HasiMausiFKS stellte eine 40-sekündige Autofahrt durch die leicht winterlichen Straßen ins Videoportal – mit immerhin 682 Klicks. Ein anderes Filmchen trägt den Titel „Kim springt über Brett (kackt aber ab)“, aufgenommen am Skateplatz am Rosentunnel. Besagter Kim will einen Stunt mit dem BMX-Rad hinlegen – scheitert aber. 206 Internetnutzer haben sich das heitere Debakel bereits angesehen. Fast schon grenzwertig ist ein Film bei MyVideo, das einen jungen Mann in einem nicht mehr ganz fitten, alkoholisierten Zustand zeigt. Peinlich scheint ihm das im Nachhinein jedenfalls nicht zu sein.
Ein 15-minütiges keck kommentiertes Tennisspiel, Lehrerspiele an der Kantschule, der Auftritt der Band Reisegruppe Morgentau, Fußballfans, die sich das WM-Spiel Deutschland gegen Polen ansehen und im Pool baden – das Spektrum an Videos aus und über Falkensee ist groß.
Auch die MAZ ist bei Youtube vertreten. „Bürgermeister in Boomtown Falkensee – die DVD“ zeigt Ausschnitte aus der MAZ-Video-DVD zur Falkenseer Bürgermeisterwahl: Porträts der Kandidaten und Auszüge aus dem Wahlforum. Ganz am Ende noch der Befehl: „Jetzt kaufen!“ Bis gestern hatte der Film im Netz 366 Zuschauer.

Die Portale im Internet: www.youtube.de und www.myvideo.de.

RTZapper

Oberhavel TV: CDU vs. FDP

Donnerstag, den 11. September 2008
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MI 10.09.2008 | 0.15 Uhr (Do.) | Oberhavel TV

Dass der FDP-Spitzenkandidat von Hohen Neuendorf, Christian Erhardt-Maciejewski, trotz Kommunalwahlkampf bei Oberhavel TV die Beiträge anmoderieren darf, darf als zweifelhaft bezeichnet werden. Dass er aber auch während seiner Moderationen politische Kommentare abliefert – das sollte eigentlich tabu sein. Den Beitrag über den CDU-Kreisparteitag in Grüneberg (seit zig Tagen rund 70-mal auf Sendung) kommentierte der FDP-Politiker und OHV-TV-Journalist mit den Worten “Die CDU im Kreis fiel in den vergangenen Jahren vor allem durch, gelinde gesagt, ihre Konfliktfähigkeit auf. Keine Veranstaltung verging ohne streit und Zank.”
Achso, ist das so? Christian Erhardt-Maciejewski von der FDP kann das gern über die CDU so finden, und vielleicht hat er ja sogar faktisch recht damit. Den Kommentar an dieser Stelle hätte er sich trotzdem sparen sollen: In einer zweifelhaften Parallelität seiner Funktionen als TV-Moderator und FDP-Spitzenkandidat.
Das ist ein ganz schlechter journalistischer Stil. Seine Tätigkeit bei Oberhavel TV sollte er bis mindestens nach der Wahl am 28. September ruhen lassen.
Sind ja sowieso nur ein bis zwei Sendungen bis dahin…

RTelenovela

Bahnbekanntschaften (33): Das heißt nicht jaja, sondern ja!

Donnerstag, den 11. September 2008
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(32) -> 14.8.2008

Natürlich hätte ich auch pünktlich am Bahnhof sein können. Und natürlich hätte ich dann auch noch Zeit gehabt, mir eine Fahrkarte zu kaufen.
Der Regionalexpress stand schon am Bahnsteig in Oranienburg, ich rannte also fix die Treppe hoch, um den Zug noch zu bekommen.
Ohne Fahrkarte. Ganz bööööse.
Nicht ganz. Denn noch vor der Abfahrt fragte ich die Schaffnerin, ob ich schnell bei ihr ein Ticket kaufen könne. Konnte ich. Als der Zug losfuhr, gingen wir zu ihrem Kabuff, wo sie mir einen Fahrschein ausstellte. “Das nächste Mal kaufen Sie sich aber gleich einen Fahrschein”, sagte ich. Ich hielt das für einen Scherz, erklärte ich ihr doch vorher meine Situation und antwortete lächelnd “Jaja.” Darauf sie: “Das heißt nicht jaja, sondern ja.”
Ahja. Da war ich tatsächlich baff. Warum sie denn plötzlich so patzig? Habe ich sie etwa in ihrer Pause gestört? Wäre es besser gewesen, ich hätte sie nicht gleich informiert? Dann wäre ich nämlich kostenlos gefahren, die Schaffnerin kontrollierte bis zum Potsdamer Platz nämlich nicht die Fahrkarten.
Aber dann wurde es mir klar: Die Bahnkunden nerven! Bahnkunden sind ätzende Störer. Oder warum sonst will der Verein in Zukunft 2,50 Euro haben, wenn man die Tickets am Schalter kauft?
Die Bahn will an die Börse. Vielleicht herrscht da ja mehr Freundlichkeit. Blöde Bahnkunden sind da sicher weniger anzutreffen.