Tagesarchiv für 4. Juli 2008

RTZapper

Sarah & Marc crazy in Love

Freitag, den 4. Juli 2008
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DO 03.07.2008 | 20.15 Uhr | ProSieben

Mensch, bin ich müde! Ich kann ProSieben nur gratulieren! Die haben es geschafft, das “Sandmännchen” komplett überflüssig zu machen. Bei “Sarah & marc crazy in Love” lässt es sich wunderbar dahindösen.
In der sendung geht es um Sarah Connor und Marc Terenzi, die…
Ach Mensch, jetzt bin ich doch wieder kurz weggenickt. Die Sarah und der Marc hatten Streit. Der Marc war betrunken und hatte noch keinen Anzug an. Da war die Sarah mächtig böse! Ob sich Marc entschuldigt? Das sehen wir nach der…
Huch, schon wieder eingepennt. Jetzt sitzen die Sarah und der Marc total glücklich auf einem Sofa und küssen sich. Das ist aber romantisch. Da möchte man doch…
Mist, wieder kurz weggetreten. Hätte ich doch fast verpasst, die die sarah ihre neue Babymodekollektion vorstellt. Die ist total toll und muss ausführlich…
Nein! Auch das habe ich verschlafen. So ein Ärger.
Im Ernst: Selten so gelangweilt! Das Leben von Sarah und Marc ist so spannend wie das Nachtprogramm von Tier TV (stundenlanges Schwarzbild). Aber offenbar brauchten beide dringend wieder PR und ein bisschen Kohle. Wir sind gespannt auf Staffel 3: “Sarah & Marc heavy im Scheidungskrieg”.

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RTelenovela

Frankreich-Tournee (3): Kaysersberg, Straßburg und Paris

Freitag, den 4. Juli 2008
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(2) -> 2.7.2008

Auf dem Ehrenhof des Rathauses von Dijon ist heute mehr los als sonst. 30 Autos stehen da, um sich auf den Weg nach Straßburg zu machen. Natürlich nicht alleine. In jedem Auto sitzen zwei Leute. Die Teams kommen aus Frankreich, Bulgarien, Rumänien und Deutschland.
Die Tour “Paris – Berlin 2008” vom Deutsch-französischen Jugendwerk, dem ADAC und dem Automobile Club geht weiter. Ziel unserer Etappe diesmal: Straßburg, nahe der deutschen Grenze.
Das Hotel Campanile haben wir inzwischen verlassen, es ist sehr zu empfehlen.

Die Franzosen überlassen nichts dem Zufall. Blitzer an den Straßen werden meistens durch große Schilder angekündigt. Nur doofe Touris fallen da noch drauf rein – und auch die können die Dinger eigentlich auch nicht übersehen.
Dennoch gab es hin und wieder Ärger, weil irgendjemand mehr als 130 auf der Autobahn gefahren sein soll. Und das ausgerechnet dann, wenn jemand von der Organisation überholt wurde. Da gab’s einen Anschiss…
Viel Autobahn war heute Bestandteil unserer Strecke. Das ist auf die dauer ein wenig langweilig, gestern waren wir auf mehr Landstraßen unterwegs.
In Deutschland haben alle Angst vor der Maut. Zu recht: In Frankreich sind die Autobahnen teuer. Für eine gute Stunde Fahrt zahlt man schon mal um die 10 Euro. Und das Benzin ist dort genauso teuer wie in Deutschland, Diesel ist in Frankreich 5 bis 7 Cent teurer als Super.

Ab ins Elsass. An der elsässischen Weinstraße liegt Kaysersberg, eine kleine Stadt mit etwas mehr als 2000 Einwohnern. Hier machen wir Zwischenstation, in einem der Lokale gibt es für uns ein Mittagessen: Huhn, Bohnen, Spätzle. Ich bin kein Fan von Spätzle, aber alles in allem war es lecker.
Irgendwie scheint die Fahrt auch Werbung des Fremdenverkehrsvereins zu sein: Man möchte entweder bleiben oder wiederkommen, so schön ist es hier.
In der Ferne, über den Bergen, zieht ein Gewitter auf – aber wir können ihm noch entkommen.

Überraschung in Colmar: Die Freiheitsstatue in einem Kreisverkehr sorgt für Aufruhr in unserem kleinen Auto. Die beiden Mädchen sind so beeindruckt, dass wir gleich nochmal im Kreisverkehr herumfahren. Dass sie hier steht, hat vielleicht damit zu tun, dass der Künstler, der die Außenhaut der Statue entwarf, aus Colmar kam. Oder so ähnlich.

Als wir in Straßburg ankommen, haben wir schon länger das Gefühl, wieder in Deutschland zu sein. Man kann gar nicht genau sagen warum, aber die Straßen und die Umgebung sieht irgendwie deutsch aus.
In Straßburg ist es brütend heiß. Mit Rucksach und Tasche begebe ich mich auf die Suche nach meinem Hotel. Denn wir sind nicht bei den jungen Fahrern untergebracht.
Viele Straßen und Plätze haben in Straßburg schon eine doppelte Beschilderung: auf französisch und auf deutsch. Da ich eine Karte dabei habe, finde ich das Hotel fix.
Ein seltsames Hotel. Die Einrichtung meines Zimmers ist schlicht. Einerseits. Ein Bett, ein klobiger Tisch, ein Sitzklotz, ein Stuhl aus durchsichtiger Plaste. Im Bad fehlt das Duschgel, Zahnputzbecher gibt es auch nicht. Das kennen wir aus Dijon und Reims anders. Andererseits: Es gab eine Küchenzeile mit Kühlschrank, Herd, Mikrowelle. Später musste ich dann noch feststellen, dass es nur im Eingangsbereich und am bett Licht gab. Der Raum blieb eher dunkel, zu dunkel zum eventuellen Kochen. Da wollte wohl jemand modern sein, dachte dabei aber nicht wirklich mit. Wenn ich der französischen Sprache mächtig gewesen wäre (und hätte ich das Zimmer zahlen müssen), hätte ich mich dazu geäußert. So bleibt mir nur hier zu sagen: Das Hotel Victoria Garden in Straßburg ist nicht zu empfehlen.

Und wieder: Bürgermeisterempfang im Rathaus. Es ist drückend heiß, alle schwitzen. Aber am Ende gibt es wieder Häppchen, Weinchen und Säftchen.
Weiter ins Restaurant “L’ancienne Douane” in der Nähe der Kathedrale. Unter anderem gab es Rinderrouladen mit – Spätzle. Für die Vegatarier wurde auch was gereicht: Lachs. Denn Fiscvh ist schließlich auch vegatarisch. Dachten die jedenfalls…

Hier endet meine Reise mit der Jugendtour “Paris – Berlin 2008”. Nacht einer leicht gewittrigen Nacht im Hotel breche ich mit Christin wieder auf, um mit dem TGV nach Paris zurückzudüsen.
Von Straßburg nach Paris in nur etwas mehr als 2 Stunden. Der blanke Wahnsinn. Im Zug, der aus Stuttgart kommt, sind auch viele deutsche Stimmen zu hören. Der Schaffner machte den Eindruck, als ob er ganz schön einen im Tee hatte.

Paris. Nur gut fünf Stunden habe ich für Frankreichs Hauptstadt. Am Louvre stieg ich aus der Metro. Klang an sich erstmal gut, war aber keine gute Idee. Mit Rucksack und 7-kg-Tasche trottete ich durch die Stadt. Und schon bald war ich genervt. Ich fand keinen Ort, an dem ich die Tasche abladen konnte. So stiefelte ich fluchend am Saine-Ufer entlang.
Ich beschloss, mich auf zwei Orte zu beschränken: den Triumphbogen und den Eiffelturm, den ich aus der Ferne schon sah. Ich suchte mir einen Bahnhof, kaufte mir ein paar Tickets und fuhr zur Avenue des Champs-Élysées, zum Triumphbogen. Hier hätte ich auch die Möglichkeit gehabt, eine Stadtrundfahrt zu machen, aber 28 Euro waren mir zu viel.
Wie immer im Ausland, durfte auch der McDonald’s-Besuch nicht fehlen. Ich aß an der Champs-Élysées und es schmeckte wie in Deutschland – nur teurer.
Zurück zur Metro, weiter zum Eiffelturm. Rauf wollte ich nicht, ich lief in den Park und legte mich auf die Wiese mit direktem Blick auf den Turm. Wenn man ihn sich so ansieht – schön ist der Turm nicht. Aber so alt wie er schon ist, kann man ihm mit anderen Türmen auch nicht vergleichen. Sicher waren wir auch, bewaffnete Polizisten patroullierten immer wieder im Park herum.

Auch in Paris wird gebettelt. Und es gibt dabei zwei Methoden: Eine kennen wir auch aus Berlin. Eine junge Frau fragt, ob man denn Englisch könne. Wenn man dies bejaht, bekommt man einen Zettel vor die Nase gehalten, auf dem um Geld bebeten wird. Das passiert einem in Paris halbstündlich, sehr bald ignoriert man das.
Methode zwei: Ich sitze an einer Mauer am Saine-Ufer. Plötzlich bückt sich vor mir eine Frau. Sie hat einen Ring in der Hand. Sie fragt was auf Französisch, vermutlich, ob mir der Ring gehöre. Ich schüttele den kopf, sie geht weiter. Ehrliche Franzosen! Denke ich zumindest. Denn nur Minuten später beobachte ich eine ähnliche Szene, diesmal ist es ein junger Mann. Gleich danach nochmal, diesmal wieder eine Frau. Und jetzt sehe ich: Sie beugt sich runter – und da liegt kein Ring, sie hat ihn in der Hand. Was damit bezweckt wird, kann ich nur vermuten. Wollen Sie Geld fürs “Finden”? Einen Finderlohn? Oder soll man ihnen das ganz abkaufen?

Schild in der Metro: Ein Angebot für eine Audioführung in einem Museum. Kinder ab 7 Jahren seien eingeschlossen am Eingangsschein. Ich versuche mir das bildlich vorzustellen – und es sieht seltsam aus.

Abschied von Frankreich. Mit dem fahrerlosen Zug nach Orly ging es zurück zum Flughafen.
Im Flugzeug passierte erstmal gar nichts. Draußen wurde es dunkel, es begann zu regnen – und die Abflüge wurden verschoben. Unser Start erfolge in etwa 45 Minuten, heiß es. Unterdessen beobachtete ich die auf Orly zufliegenden Maschinen. Im Abstand von 2 bis 3 Minuten landeten sie und man konnte schon die Lichter der nächsten drei Maschinen dahinter sehen. Und den Regenbogen über Orly. Das konnte kein schlechtes Zeichen sein.
Dennoch hatte ich den unruhigsten Flug meines Lebens. Auch über Deutschland tobte ein Unwetter, wir flogen über die Wettergrenze, hin und wieder schüttelte es uns heftig durch, die Essensausgabe wurde eingestellt.
Auch über Brandenburg lief es eher nicht so schön. Es wehte ein heftiger Wind, die Maschine trudelte immer sehr seltsam herum. Trotzdem war die Stimmung super, die Asiaten im Flieger amüsierten sich prächtig. Als wir in Schönefeld landeteten, hatten wir 70 Minuten Verspätung.

Die Frankreich-Tournee ging zu Ende. Das wird sicher nicht mein letztes Mal gewesen sein. Gerade Dijon war sehr reizvoll, eine Autotour sollte eigentlich nochmal drin sein. Auch von Paris habe ich ja nicht wirklich viel gesehen. Es muss also ein Wiedersehen geben!
Au revoir!

Am Sonnabend kommt die Jugendtour übrigens auf dem Alexanderplatz an. Am Nachmittag gibt es dort eine große Party.

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