Monatsarchiv für März 2008

ORA aktuell

Tibet-Flagge am Schloss

Montag, den 31. März 2008

Vor dem Schloss in Oranienburg weht heute die Tibet-Flagge. Die Stadt schloss sich einer europaweiten Aktion an, mit der Städte gegen die blutige Unterdrückung der Unruhen in Tibet durch China protestieren.

RTelenovela

Traumtagebuch (44): Die Automaten-Bildwoche

Sonntag, den 30. März 2008
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(43) -> 8.3.2008

Ich laufe zum Verkaufsfenster von Bäcker Plentz in der Oranienburger City. Im Traum ist es allerdings das Verkaufsfenster nebenan, vom Eiscafé des Bistros, von dem aus vor einigen Jahren tatsächlich noch Eis verkauft wurde.
Ich bestelle ein Stück Kuchen und einen Capuccino. Dann bemerke ich aber, dass ich gar kein Geld mehr habe. Ich bitte die Verkäuferin, Kaffee und Kuchen beiseite zu stellen, ich würde fix Geld holen. Sie moseet, dass der Kuchen dann schlecht werden würde, woraufhin ich entgegne, dass der sicherlich schon länger neben ihr rumlag.
Ich laufe zur Bank schräg gegenüber, zum Geldautomaten. Als ich den Raum betrete, sind da lauter Leute und Kinder drin. Alles ist total verqualmt.
Ich brauche eine “Bildwoche”, eine Fernsehzeitschrift, will sie aus dem Automaten ziehen. Es dauert ewig, alles einzugeben, was man eingeben muss. Die “Bildwoche” kostet 98 Cent (in Wirklichkeit teurer).
Neben mir steht ein Typ, der mich bequatcht und beobachtet, was ich da alles eingebe. Offenbar will er mich überfallen. Ich: “Lassen Sie mich doch wenigstens die Zeitung ziehen, was bringen Ihnen diese 98 Cent?”
Dann kommt eine Zeitung aus dem Automaten, ich ziehe sie raus und verlasse fix den Bankvorraum. Als ich draußen bin, bemerke ich, dass ich die “Auf einen Blick” in der Hand halte – dazu noch eine uralte. Na toll.
Als ich zurück zum Bäcker laufe, fällt mir ein: Ich habe ja immer noch kein Geld. Was für ein Idiot!!
Ich mache kehrt und laufe zu meinem Auto. Ich beschließe, den Kuchen Kuchen sein zu lassen, steige ein, starte den Motot und will umdrehen. Dabei sehe ich (inzwischen befinde ich mich rund 200 Meter weiter, in Höhe von Küchen Paeske), dass die Polizei gerade eine Gruppe von Männern festnimmt.

RTZapper

Werbung: Teenies intim

Sonntag, den 30. März 2008
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SO 30.03.2008 | 6.10 Uhr | Jamba TV

Ach, diese blöde Zeitumstellung! Da wird den werbetreibenden Fernsehsendern doch einfach eine Stunde geklaut, in der Sexspots laufen könnten.
Man kann es aber auch einfach ignorieren und den Sendecomputer munter weiterlaufen lassen. So war es heute bereits 6.10 Uhr, als auf dem Klingeltonsender Jamba TV noch immer diverse Telefonsexspots liefen: “Teenies intim”, die an Körperteilen herumgrabbelten, die jugendschutztechnisch nach 6 Uhr tabu sein sollten. Ebenso die “schärfsten Pin-Up-Girls des Tages”, die “gierig geilen Girls von Beate Uhse” oder Frauen ab 50, die voll rattig sind.
Offenbar haben die Herrschaften von Jamba TV (und übrigens auch vom Minisender dhd24.tv) die Sommerzeit verpennt und ihre Sexspots bis 7 Uhr laufen lassen.
Nun ja, Kinder, die um diese Uhrzeit schon vor der Glotze saßem und der Fernbedienung mächtig sind, werden zwischen 6 und 7 Uhr sicherlich einiges gesehen haben, dass sie so wohl erst später kennenlernen werden…

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Musikantendampfer Backstage

Sonntag, den 30. März 2008
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SA 29.03.2008, Velten, Ofenstadthalle

Da waren sie, die Fernsehlieblinge der Volksmusik. Als ich die Veltener Ofenstadthalle betrat, standen sie auch schon vor mir: die “Gandersheimer Gesichtsbaracken”. Das heißt, so toll finden sie ihren Namen nicht, in Wirklichkeit nennen sie sich Judith & Mel. Ihren Spitznamen bekamen sie einst von Oliver Kalkofe in seiner “Mattscheibe” bei Premiere verpasst. Und Judith & Mel hassen Oliver Kalkofe. Nun standen sie in Velten und unterhielten sich mit den ersten Fans, die schon fiebrig auf den Beginn der Volksmusikshow-Show warten.
Der “Musikantendampfer” der ARD gastierte in Velten, und ich hatte einen Interviewtermin mit dem Kapitän Maxi Arland.
Arland, am Mittwoch gerade mal 27 geworden, hat den Hut auf bei der Veranstaltung. Als ich in die Halle vorgelassen werde, steht er mit seinem Team zusammen, um offenbar noch einige Dinge zu besprechen.
Er sieht so gar nicht volksmusikalisch aus. Sondern ganz leger, mit leicht tiefhängender Jeans und einem roten Shirt. Wie ein 27-Jähriger eben so rumläuft, wenn er nicht gerade eine Volksmusikshow moderiert.
Nein, es war keine Pflichtübung, Maxi Arland zu moderieren. Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich den Typen sogar ganz cool finde. Er wirkt in seinen Sendungen nicht steif und aufgesetzt wie der unsägliche Stefan Mross. Arland ist immer locker, macht Witze und wirkt sehr jugendlich, natürlich. Im Business ist er seit 14 Jahren, seit er bei Carolin Reibers “Volkstümliche Hitparade” mit seinem Vater gewonnen hatte. Die Schule brach er nach der Elften ab, um ein Volontariat bei Radio Melodie zu beginnen.
Er hat also seinen Job gelernt, weiß, wovon er spricht. Er nimmt seine Arbeit ernst, trotzdem kann er sich auch ein wenig über “Das längste Weihnachtslied der Welt”lustig machen. Die Show war extrem skurril, doch er nahm es locker, ist dadurch kaum angreifbar.
Am Ende des Gesprächs lässt sich Maxi noch in der Kulisse seines “Musikantendampfers” fotografieren.
Noch eine Stunde bis zum Beginn der Show, die inklusive Pause fast vier Stunden dauern wird. Die Leute müssen schließlich was geboten bekommen für ihr Geld.
Die Stars zogen sich in der Zwischenzeit in die Garderobe zurück, um sich auf ihren großen Auftritt in Velten vorzubereiten.
Aber da musste ich wieder – leider – los. Nun ja, fast vier Stunden Volksmusik, da wäre dann doch ein wenig zu viel des Guten gewesen…

Das Interview mit Maxi Arland steht ab 2. April gegen 18.30 Uhr im aRTikel-Bereich.

RTelenovela

Umzug (8): Die Übergabe

Sonntag, den 30. März 2008
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(7) ->28.3.2008

Draußen regnete es in Strömen, als der große Akt vollzogen wurde. Die Übergabe der Wohnung in der Schulstraße. In Zukunft meine Wohnung. Ab jetzt bin ich Mieter.
Gemeinsam mit der Vormieterin und der Hausverwalterin besahen wir uns die gesamte Wohnung, um irgendwelche Macken festzustellen. Das Wenige wurde genau im Übergabeprotokoll festgehalten. Am Ende erfolgte noch die Schlüsselübergabe.
Jetzt ist es also amtlich, auch wenn ich noch nicht drin wohne. Aber ich kann jederzeit rein.
Und jetzt geht es richtig los. Es muss eingekauft werden – allein schon diverse Lampen und Leuchten. Ich brauche noch einen Tisch. Diversen Kram für die Küche, fürs Bad und und und.
Montag muss ich den Stadtwerken Bescheid sagen, mich ums Telefon kümmern, bald auch zum Einwohnermeldeamt…
Viel zu tun.

ORA aktuell

Oranienburg ist anders

Samstag, den 29. März 2008

Die Stadtmarketingkampagne der Landesgartenschau 2009 trägt den Titel “Oranienburg ist anders”. „Oranienburg ist besser als der Ruf der Stadt“, sagte Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) bei der Vorstellung der Kampagne. Die Stadt sei mehr als Bombenblindgänger und KZ-Vergangenheit. Erinnert wird an Louise Henriette, an den Erfinder Friedlieb Ferdinand Runge, den Nobelpreisträger Walther Bothe und an den Leiter des Jüdischen Museums, Michael W. Blumenthal.
Das Leitthema der Stadt sei Toleranz.

RT im Kino

Vielleicht, vielleicht auch nicht

Samstag, den 29. März 2008

Uijuijui! Da haben doch in einer US-Schule Zehnjährige schon Sexualkundeunterricht. Wissen jetzt ganz genau Bescheid, wie das ist mit dem Penis und der Vagina. Die Eltern sind empört.
Will Hayes (Ryan Reynolds) ist dagegen amüsiert – bis zu dem Punkt, an dem ihm seine Tochter Maya (Abigail Breslin) fragt, wie das denn damals bei ihm und Mayas Mama war. Die beiden leben in Scheidung und die Kleine hat Angst, dass sie gar nicht gewollt war. Will erzählt ihr daraufhin die Geschichte seiner Frauenbeziehungen – und Maya muss raten, wer davon ihre Mutter ist. Drei Frauen kommen in Frage: Emily (Elizabeth Banks), April (Isla Fisher) und Summer (Rachel Weisz).
“Vielleicht, vielleicht auch nicht” ist eine überlange Geschichte eines ganz schön langweiligen Mannes, der Jahre damit verbringt, immer die gleichen drei Frauen zu lieben. Mal trennt er sich von Emily, verliebt sich in Summer, dann in April, dann kommt Emily wieder ins Spiel, später wieder Summer, dann… nun ja.
Es nervt mit der Zeit. Es nervt unglaublich. Mal abgesehen davon, dass die Gagdichte sehr überschaubar ist – spätestens nach 70 Minuten wünscht man Will, sich doch endlich mal entschieden zu haben und uns mit dem Müll in Ruhe zu lassen. Oder eine größere Stadt wie New York, wo er nicht immer nur – rein zufällig natürlich – den gleichen Frauen begegnet.
Und dann – man möchte es fast für Schleichwerbung halten – arbeitet Will auch noch als Wahlhelfer für Bill Clinton. Das war zwar 1992 – aber beim Namen Clinton denken die meisten Amis sicherlich sofort an Hilary. Geschickt. Sehr geschickt.
Diesen Film kann man sich ansehen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Nein, lieber nicht. Echt nicht.

3/10