Tagesarchiv für 1. April 2007

RT im Kino

Hände weg von Mississippi

Sonntag, den 1. April 2007

Detlev Buck zeigt nach “Knallhart”, dass er auch anders kann. Mit einer Verfilung eines Cornelia-Funke-Romans ist er jetzt im Kino vertreten.
“Hände weg von Mississippi!”, ruft die 10-jährige Emma (Zoë Mannhardt) zu Albert Gansmann (Christoph Maria Herbst). Der will das Pferd nach dem Tod seines Onekls unbedingt zurückhaben, nachdem er es dem Mädchen verkauft hatte. Denn: Nur wenn er sich um das Pferd kümmert, erhält Albert die Erbschaft seines Onkels. Doch da hat er die Rechnung ohne Emma und ihre Oma Dolly (Katharina Thalbach) gemacht.
Detlev Buck hat es recht geschickt gemacht: Normalerweise sind Kinderfilme für Erwachsene nicht sehr verdaulich. Doch “Hände weg von Mississippi” bietet hier und da und vergnügliche Stellen für die älteren Begleiter.
Vor der Kulisse eines verschlafenen Dorfes in Mecklenburg (in dem es noch geschäfte gibt, hört, hört!) wird eine spannende und gleichzeitig heitere familiengerechte Geschichte erzählt. Andererseits fehlt dem Film aber auch ein wenig das gewisse Etwas. Wirklich heraus aus dem Kinderfilm-Einheitsbrei sticht er an kaum einer Stelle.
Bemerkenswert ist aber auf jeden Fall der (wohl letzte) Auftritt von Heidi Kabel, den Detlev Buck regelrecht zelebriert hat. Die an Demenz leidende Schauspielerin hatte sich eigentlich vor Jahren schon aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

-> 3/5

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RTelenovela

Bahnbekanntschaften (16): Der irre Pöbler

Sonntag, den 1. April 2007
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Die Sache begann harmlos, wenn auch rätselhaft. In der S-Bahn zwischen Oranienburger Straße und Friedrichstraße. Ein Junge, der zu einer nichtdeutschen Reisegruppe gehörte, unterhielt sich mit seinem Sitznachbarn. Dann zeigte er mit dem Typ nach vorn. Ich konnte von meiner Position aber nicht sehen (und auch akustisch natürlich nicht beurteilen), wohin er zeigte und was er meinte. Zeigte er auf den Mann, der vielleicht irgendwas an sich hatte? Oder zeigte er etwas, was sich hinter ihm befand?
Wie auch immer: Den Mann machte es wahnsinnig. Ein Junge, der mit dem Finger auf ihn zeigte. Immer wieder. Und nicht Deutsch spricht.
“Nimmst du jetzt den Finger runter?”, blaffte er den Jungen an. Wieder zeigte er mit dem Finger. “Hörst du damit auf??” Die Stimme des scheinbar leicht wirren Mannes wurde lauter.
Der Junge wurde leicht verunsichert. Und der Typ brüllte weiter. “Hör damit auf, oder ick knall dir eine!”
Das (vermutlich spanische) Tuscheln des Jungen zum Sitznachbarn stiegerte die Wut des irren Berliners. “Wir können in Friedrichstraße auch die Polizei rufen!!”
Ich weiß ja nicht, wen er mir “Wir” meinte. Vielleicht sich selbst … und … na ja, sein anderes Ich?
Ich bot dem Jungen den Platz neben mir an, um aus der Schusslinie des blökenden Hauptstädters zu kommen. Aber er lehnte ab.
Der Mann stand auf und ging zur Tür, weil auch er in Friedrichstraße raus wollte. Und dimmer wenn der Junge was sagte, wedelte der Mann mit dem Arm durch die Luft – als er er ihn schlagen wollte.
Was für irre Pöbler laufen eigentlich frei durch die Stadt? Ist seine Therapie nicht angeschlagen?
Oder erlaubte er sich einen Aprilscherz? Wenn ja – dann wäre er allerdings gelungen! Wenn nein – gute Besserung!

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RTZapper

RTL Boxen: Maske – Hill

Sonntag, den 1. April 2007
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SA 31.03.2007, 22.10 Uhr, RTL

Was ist eigentlich mit der Nase von Henry Maske los? Ständig fummelte der Schendelmen-Boxer während des Kampfes mit seinen dicken Boxhandschuhen daran rum. Ein richtiger Spleen!
Was war los? Wollte Henry testen, ob noch alles dran ist? Obs blutet? Ob was gebrochen ist? Oder kitzelte es permanent am Näschen?
Wie auch immer – Henry hat gewonnen. In einem, wie er auch selbst sagte, für uns Zuschauer nicht immer einfachen Kampf. Zwischendurch machte Maske durchaus einen seltsam müden Eindruck. Aber das täuschte, denn es war – Achtung! – ein Kopfkampf!
So isser, so war er schon immer, unser Henry! Und gebracht hat es ja auch etwas: den Sieg!
Was macht eigentlich der Axel?

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RTelenovela

Siedlung II

Sonntag, den 1. April 2007
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Auf der Strecke zwischen Zehdenick und Liebenwalde gibt es einen Ort, bei dem offenbar vergessen wurde, ihm einen vernünftigen Namen zu geben: Siedlung II. So steht es auch auf dem Ortseingangsschild (Ortsteil von Zehdenick).
Auf dem Nachhauseweg von der Templiner Naturtherme ließen wir es uns nicht nehmen, in Siedlung II eine kleine Rast einzulegen. Im Wald veranstalteten Jakob, Felix und ich ein Minipicknick. Es gab Bananentoffifee.
Wie es wohl ist, ein Siedlung-IIer zu sein? Ob die Siedlung-IIer traurig sind, dass ihr Örtchen keinen Namen abbekommen hat? Oder ist Siedlung II inzwischen so kultig, dass ein richtiger Name gar nicht mehr erwünscht ist?
Was ist da los in Siedlung II? Und wo ist eigentlich Siedlung I – und gibt es die Siedlung III?

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