Tagesarchiv für 12. Januar 2007

RTZapper

Jauch sagt Nein zur ARD

Freitag, den 12. Januar 2007
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Tja, Tante ARD! Das hast du nun davon! Deine geschwätzigen Untertanen haben es geschafft. Günther Jauch wird nun doch nicht Teil der großen ARD-Familie, wird doch nicht der Nachfolger von Sabine Christiansen am Sonntagabend.
Das kommt davon, wenn jeder überall reinquatschen und besserwissen will. Das kommt davon, wenn jeder ARD-Intendant seinen Senf dazu geben will. Senf zu Dingen, die eigentlich schon ausgehandelt waren, die ihnen aber vielleicht nicht passten? Weil sie keiner gefragt hat – oder weil sie überstimmt und nun beleidigt waren? Warum auch immer.
Das kommt davon, wenn man Dinge verkündet, die vertraglich noch gar nicht Dach und Fach hat.
ARD – “Alle reden durcheinander”, meinte rbb-Intendantin Dagmar Reim selbstkritisch. In der ARD hat jeder was zu sagen – auch unaufgefordert. Aber es ist eben nicht immer gut, wenn 20 Leute immer und überall was zu sagen haben, mitentscheiden wollen.
So was funktioniert nicht.
Günther Jauch hat nun die Notbremse gezogen, wollte eben nicht hin und hergezerrt werden zwischen den Meinungen und Ansichten unzähliger ARD-Intendanten und Redakteure.
Jetzt hat ihn RTL weiterhin ganz. Die Forderung der zukünftigen WDR-Chefin Monika Piel erscheint da auch heutzutage eher weltfremd, wenn sie forderte, Jauch dürfe nur noch für die ARD arbeiten.
Jetzt arbeitet Jauch eben gar nicht für die ARD.
Wir werden damit leben können – sehr gut sogar.
Und die ARD hat ja noch einen fähigen Mann im Hintergrund: “Hart aber fair” mit Frank Plasberg im WDR ist momentan eine der besten – wenn nicht gar die beste – politische Talkshow in Deutschland. Bald am Sonntag um 21.45 Uhr im Ersten?

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RTelenovela

bahnbekanntschaften (10): Der Anschlusszug

Freitag, den 12. Januar 2007
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Es hätte passen können, auch wenn die Zeit knapp war. Um 19.32 Uhr setzte sich die S-Bahn am Bahnhof Savignyplatz in Bewegung. Im günstigen Fall konnte ich den Regionalexpress am Hauptbahnhof noch schaffen – Abfahrtszeit 19.41 Uhr.
Die Alternative wäre die S-Bahn um 19.49 Uhr ab Friedrichstraße. Dann wäre ich allerdings nicht 20.06 Uhr, sondern erst 20.30 Uhr in Oranienburg.
Eine Minute vor dem Abfahrtstermin kam die S-Bahn im Hauptbahnhof an. Doch das Umsteigen ist langwierig – vom 2. OG ins 2. UG. Schnellen Schrittes geht es die Treppen nach unten.
Um dann an der Anzeigetafel im 1. UG dies zu lesen: RE 5 nach Stralsund – 40 Minuten Verspätung.
Naaa toll.
Gleichzeitig war es nun natürlich auch zu spät für die Alternative. Ich hätte wieder ganz nach oben laufen, auf die S-Bahn warten und eine Station weiter fahren und da erneut in den Keller rennen müssen. In nur 6 Minuten.
Nur fuhr der RE5 also nicht 19.41 Uhr, sondern etwa 20.21 Uhr. Und wäre also etwa 20.46 Uhr in Oranienburg. Also – warten. 40 Minuten lang. Mit der nächsten S-Bahn von Friedrichstraße aus wäre ich noch später da gewesen.
Einziger Trost: Im Hauptbahnhof ist immer was zu sehen.
Aber 40 Minuten sind eben 40 Minuten…

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