Tagesarchiv für 9. März 2006

aRTikel

Durchgehört: 19-mal ATB

Donnerstag, den 9. März 2006
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MAZ Oranienburg, 9.3.2006

 

André Tanneberger, besser bekannt als ATB, haut in schöner Regelmäßigkeit ein bis zwei CDs im Jahr raus. Bei seinem neuesten Werk betätigt er sich als DJ. „The DJ 3 – In The Mix“ ist ein Sammelsurium von 29 Stücken. Angefangen, wie sollte es anders sein, mit ATB kommt unter anderen auch Tiësto zum Zuge. Mark Norman ist mit „Touch Down“ vertreten, Nalin & Kane rufen „Open Your Eyes“. Und so weiter.
Da wummern die Bässe, da wackelt die Hütte. Und das weit mehr als zwei Stunden lang.
Auch wenn auf seinem DJ-Mix nicht nur er selbst verwurstet wird, findet es ATB ganz sicher sehr schön, sich selbst zu sehen. Ihm kann geholfen werden: Insgesamt 19-mal ist der André im Book-let und der CD-Hülle zu sehen. Das sollte reichen.

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Angeeckt: Richtig bloggen

Donnerstag, den 9. März 2006
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MAZ Oranienburg, 9.3.2006

 

Heute schon gebloggt? Immer mehr Menschen breiten in einem Blog, einer Art Tagebuch im Internet, ihr Leben in der Öffentlichkeit aus. Da wird über den Besuch bei Oma geschrieben oder über den Kauf des neuen DVD-Recorders.
Bekannt ist www.bildblog.de. Hier schreiben Stefan Niggemeier und Christoph Schultheis über die „Bild“-Zeitung und ihre Fehler.
Ganz wichtig bei einem Blog: immer die Wahrheit schreiben. Denke daran, dass deinen Blog im Internet alle Leute lesen können, die das interessiert oder zufällig auf deine Seite stoßen.
Diese Erfahrung muss nun die 26-jährige Anja W. aus Würselen machen. Die in Hohen Neuendorf aufgewachsene Bloggerin behauptet in einem Eintrag vom Dezember 2005 über die Hohen Neuendorfer Himmelspagode: „In diesem Restaurant wurden Hunde- und Katzenfleisch verarbeitet.“ Sie vermutet es nicht, sie weiß es. Angeblich. Beweise fehlen. Kein Wunder: Es ist nichts dran. Es ist schlicht falsch, was sie schreibt. Einem Anwohner soll aufgefallen sein, dass Katzen in der Umgebung verschwanden und meldete dies dem Ordnungsamt. Anschließende Kontrollen deckten den angeblichen Skandal auf.
Aber: haben sie nicht. Denn es gibt keinen Skandal. Nur den, dass irgendwelche Leute behaupten, es gäbe beim Chinesen Hunde und Katzen zu essen. Was nicht stimmt.
Eigentlich könnte jeder selbst drauf kommen, dass an dem Gerücht nichts dran ist. Kein Restaurant könnte sich solche Schlagzeilen leisten. „Da sage einer, Klischees können nicht bedient werden!“, schreibt Anja W. am Ende des Blogeintrages. Und bediente das Klischee selbst kräftig weiter. Das könnte nun zu einem Bumerang werden: Der Restaurantbesitzer schaltete den Anwalt ein.

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Der nächste Bahnhof

Donnerstag, den 9. März 2006
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Warum Hohen Neuendorf bei der S-Bahn herausragend ist


MAZ Oranienburg, 9.3.2006

HOHEN NEUENDORF

Jeden Morgen fährt der 19-jährige Felix aus Oranienburg zu seiner Zivildienststelle in den Berliner Bezirk Wedding. In Oranienburg setzt er sich in die S-Bahn der Linie 1.
Bevor der Zug in die jeweiligen Bahnhöfe einfährt, werden alle Fahrgäste informiert: „Nächste Station: Lehnitz.“ Und später: „Nächste Station: Borgsdorf.“ So geht das munter weiter. Nur Hohen Neuendorf bildet eine Ausnahme. Hier heißt es: „Nächster Bahnhof: Hohen Neuendorf.“ Während sämtliche Haltepunkte der S-Bahn als Station bezeichnet werden, bekommt Hohen Neuendorf eine Extrawurst, den Bahnhof.
Warum ist das so? Mit dieser Frage wandte sich Felix an die MAZ. Nachfrage bei Ingo Priegnitz, dem Pressesprecher der S-Bahn-Berlin-GmbH. Doch so spontan kann er diese Frage nicht beantworten. Allerdings: „Das Wort Station ist international verständlicher“, erklärt er. Weshalb neuerdings dieses Wort anstatt des Bahnhofs auch in der Anzeige in der S-Bahn auftaucht.
Texte wie „Nächste Station: Birkenwerder. Übergang zum Regionalverkehr.“ werden auch nicht im Ganzen aufgenommen. Ingo Priegnitz erklärt: „Das Ganze wird aus Versatzstücken zusammengesetzt.“ Die Einzelelemente, also „Nächste“, „Station“ und der Name der nächsten Haltestation, werden, je nach Bedarf, zusammengefügt. „Das alles wurde in einem Tonstudio produziert“, erklärt der S-Bahn-Sprecher. Die Stimme gehört übrigens Ingo Ruff, der auch die Stationen im Regionalverkehr in vielen Regionen Deutschlands ansagt.
Bleibt als Erkenntnis: Hohen Neuendorf ist im S-Bahn-Verkehr immer noch etwas Herausragendes.