Tagesarchiv für 12. Januar 2006

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Feuer!

Donnerstag, den 12. Januar 2006
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Kein guter Tag für unsere Familie. Die nächste Schreckensnachricht hat es allerdings sogar auf die lokale Hauptseite der MAZ von heute geschafft.
“Glienicke. Ein brennender Weihnachtsbaum musste Dienstagnacht in einem Einfamilienhaus an der Schönfließer Straße in Glienicke von der Feuerwehr gelöscht werden. Wie sich herausstellte, hatten brennende Wachskerzen den Weihnachtsbaum entflammt. Das teilte die Polizei gestern mit.
Die Bewohnerin des Hauses hatte gegen 23.30 Uhr die Polizei alarmiert. Das Wohnzimmer stand zu dem Zeitpunkt bereits in Flammen. Der Ehemann hatte zuvor noch versucht, das Feuer zu löschen. Als dies nicht gelang, verließ er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen das Haus. Die Glienicker Wehr, die mit drei Fahrzeugen und 15 Brandschützern vor Ort war, bekam den Brand dann in den Griff.
Der 49-jährige Ehemann hatte sich bei dem Löschversuch Brandwunden an Gesicht und Armen sowie eine Rauchvergiftung zugezogen. Er wurde in ein Berliner Krankenhaus gebracht. Auch seine 47-jährige Frau zog sich leichte Verbrennungen zu. Das Wohnzimmer ist zurzeit nicht bewohnbar.”
Mein Cousin liegt zurzeit in Marzahn in einem künstlichen Koma. Er hat Verbrennungen zweiten Grades im Gesicht und an den Armen.
Echte Kerzen am Weihnachtsbaum, der seit 3 Wochen im Wohnzimmer steht. Welch ein scheiß Leichtsinn!

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Crash

Donnerstag, den 12. Januar 2006
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Fast acht Jahre blieb ich von Unfällen verschont (-> Blog vom 18.6./1.12.1998). Heute Nacht war die Schonzeit vorbei. Leider.
Gegen 1.50 Uhr auf der Bernauer Straße in Oranienburg. Ich komme aus Richtung Schmachtenhagen, habe das erlaubte Tempo drauf. Die Straßenverhältnisse sind okay, von der angekündigten Glätte ist nichts zu spüren. Noch.
Auf der Fahrt von Berlin dachte ich mehrmals: Gut, dass es doch nicht glatt geworden ist. Und: Meine Reifen sind ja erstaunlich gut. Und: Denk das lieber nicht. Noch bist du nicht zu Hause.
Irgendwann wird aus der Asphaltstraße ein Kopfsteinpflaster. Als ich es befahre, merke ich schon, dass irgend etwas nicht stimmt. Ich habe keinen Halt mehr, schlingere hinten nach links und rechts. Ich kann weder bremsen, noch beschleunigen, noch heftige Lenkbewegungen machen.
Ich bekam es nicht in den Griff. Ich schleuderte leicht nach links.
Da ist der Baum. Nein! Scheiße! Nein! Stop!
Der Baum kommt näher. Seitlich von mir.
Gleich. Gleich.
Es knallt ein wenig.
In meiner Wahrnehmung muss ich seitlich gegen eine Holzbegrenzung gedonnert sein. Ich prallte ab und schleuderte zurück auf die Straße.
Ich würge den Motor ab.
Ich stehe quer auf der Bernauer. Auf der spiegelglatten.
Ganz ruhig bleiben.
Mir ist nichts passiert.
Der Motor springt wieder an. Ich will anfahren, doch das ist bei der Glätte nicht so einfach. Ich biege in die Koblenzer Straße ein, parke dort das Auto.
Ich steige aus. Will mir das Elend ansehen. Tief durchtamen. Es ist ja alles nicht so schlimm.
Und tatsächlich: Glück gehabt. Auf den ersten Blick gibt es nur leichte Schäden vorne rechts. Das Nummernschild und ein Nebelscheinwerfer sind abgefallen. Leichte Dellen an der Stoßstange.
Ich laufe zum Unfallort. Niemand scheint was bemerkt zu haben. Oder doch? In einem der Häuser brennt Licht.
Ich sammle alles ein, was mir gehört. Das Wichtigste: mein Nummernschild.
1998 hatte ich einen ähnlichen Unfall, habe erst am nächsten Tag den Schaden gemeldet – und hatte eine Anzeige wegen Fahrerflucht am Hals.
Ich gehe auf Nummer Sicher und rufe die Oranienburger Polizeiwache an. Gut 15 Minuten später kommt ein Wagen. An der Einfahrt zur Koblenzer Straße kommt auch er kaum weiter, wegen des Glatteises.
Der Polizist schliddert mit mir zum Unfallort. Einer der Holzpflöcke ist rausgebrochen.
Ich werde verwarnt. Ein Bußgeld gibt es wegen der Witterung nicht. Was die Holzbegrenzung angeht, werde ich sicherlich irgendwann ein Schreiben bekommen, wobei der Polizist nicht weiß, ob die der Stadt oder den Anliegern gehören. Die Holzdinger haben jedenfalls mich und mein Auto vor Schlimmerem bewahrt.
Ich lege alles, was beim Unfall abgefallen ist, in meinen Kofferraum und fahre nach Hause. Aber gaaanz langsam…

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Badeschiff

Donnerstag, den 12. Januar 2006
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Seit einiger Zeit gibt es an der Arena in Treptow das Badeschiff. Da kann man – logisch – baden. In einem Becken innerhalb der Spree, nur mit suaberem Wasser. Jetzt, im Winter, ist das Ganze überdacht, zusätzlich befindet sich eine Sauna auf dem Winter-Badeschiff.
Eigentlich eine schicke Sache. Es gibt zwei Saunen und ein Schwimmbecken. Letzteres mit 18 Grad allerdings ziemlich kühl. Aber nach einem Saunagang tut die Kühle dem Kreislauf ja ganz wohl.
Was den Aufguss angeht, war heute Selbstbedienung. Der “Aufgussmeister” hatte leider Schnupfen, oder so. So mussten das die Saunagänger halt selbst machen. Aber so kommt man wenigstens ins Gespräch.
Lohnt sich durchaus, da mal hinzugehen – saunieren mit Blick auf die Spree…

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