Tagesarchiv für 20. Oktober 2005

RTelenovela

Schau mir ins Auge, Baby!

Donnerstag, den 20. Oktober 2005
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Doch, es gibt noch Dinge, die man umsonst bekommt. Ich habe heute mal wieder die Damen und Herren (nein, da waren nur Damen) bei Fielmann besucht. Ich möchte nämlich ausprobieren, ob ich hin und wieder Kontaktlinsen tragen kann. Zum Badminton oder zum Schwimmen zum Beispiel. Da würde sich so was ja gut machen.
Und wenn man das testen will, geht das ganz umsonst – also kostenlos.
Vorher müssen die Augen nochmal kontrolliert werden. Und dabei kam oh Wunderliches heraus. Binnen zwei Wochen haben sich nämlich meine Augen auf einer Seite noch mal um 0,25 Dioptrin (wird das so geschrieben?) verschlechtert. Auf der anderen Seite hat sich meine Sehkraft (auch wieder binnen zwei Wochen) von 80 auf 120 Prozent verbessert…
Dann wurde mir noch ins Auge geleuchtet – sehen Sie mal ans Fenster – jetzt nach links – nach oben – nach unten… Und bei einer weiteren Untersuchung kann man sich sogar selbst ins Auge sehen. Wie nett!
Am 1. November geht’s dann darum, ob ich mir die Dinger überhaupt ins Auge stopfen kann. Wenn ja, bekomme ich fünf Testlinsenpaare – auch kostenlos. Und wenn das funktioniert und mir gefällt, kann ich dann 30 Tageslinsenpaare nehmen. Kostet dann 66 Euro. Ich bin gespannt.
Ist das jetzt eigentlich Schleichwerbung?

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aRTikel

Antworten auf sechs W-Fragen

Donnerstag, den 20. Oktober 2005
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Besuch des „Zisch“-Unterrichtes an der Oberschule Sachsenhausen / Mieser Schulzustand


MAZ Oranienburg, 20.10.2005

SACHSENHAUSEN

„Lach nicht, die Presse ist da“, meint Andrea zu ihrer Banknachberin Nicole. Die MAZ war gestern Vormittag zu Gast im „Zisch“-Unterricht des Deutsch-Erweiterungskurses der 8.Klasse in der Oberschule Sachsenhausen.
Zunächst möchte Kursleiterin Silvia Lewinsohn den Stoff wiederholen, den die Klasse Montag durchgenommen hat. Welche Arten von Texten gibt es in der Zeitung? Die Schüler zählen auf: informierende und meinungsäußernde Texte.
Thema des Unterrichts gestern war ein MAZ-Artikel auf der Brandenburg-Berlin-Seite mit der Überschrift „Kabinett billigt Leitfaden zur Familienpolitik“. Herauszufinden waren Antworten auf die „W-Fragen“: Was? Wer? Wann? Wo? Wie? Warum?
Viele der Schüler haben einige Probleme mit dem Text. Was bedeutet das Wort „Erziehungskompetenz“? Oder was bedeutet „billigen“? Mit „billig“ hat es jedenfalls nichts zu tun, sondern damit, einer Sache zuzustimmen. Die Antworten auf die „W-Fragen“ werden aber dennoch gefunden. Die Klasse findet heraus, dass es in dem Artikel darum geht, dass Brandenburg familienfreundlichere Politik machen will. Auch, damit Kinder gewaltfrei aufwachsen.
Am Ende fragt Silvia Lewinsohn ihre Klasse: „Und was haltet ihr von diesem Beschluss? Fühlt ihr euch wichtig genommen?“ Die Antwort kommt prompt: „Die Auseinandersetzung mit uns ist nicht so doll.“ Die Lehrerin hakt nach: „Woran merkt man an der Schule, dass die Familienpolitik nicht funktioniert?“ Eine der Antworten: dass einige Schüler sehr aggressiv sind. „Kinder müssen dazu gebracht werden, Spaß am Lernen zu haben“, meint Andrea, die in diesem Augenblick das einzige Mal während des Unterrichts ernsthaft ist. „Aber hier ist es sehr eintönig“, meint sie. Die Klos seien dreckig, ewig sei hier nicht mehr renoviert worden, meinen andere. „Ich bin mehr als zehn Jahre hier und ich habe es nicht erlebt, dass hier mal renoviert wurde“, sagt Silvia Lewinsohn. Aus der Arbeit am MAZ-Artikel wurde so eine Abrechnung mit der Schule, mit der Politik, mit dem System. „Eine Woche hier und man hat Haare auf den Zähnen“, meint einer der Achtklässler.
Neben der Gemeinschaftsarbeit haben die Schüler aber auch eigene kleine Projekte. So beschäftigt sich Christopher mit den Folgen der Wahlen. Da hat er einiges auszuschneiden…

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