Tagesarchiv für 8. September 2005

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Die Musikschule Hennigsdorf sucht den Musical-Superstar

Donnerstag, den 8. September 2005
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Casting für „Yomo“ hat begonnen / Das neue Stück hat im Oktober 2006 Premiere / 24 Rollen müssen dafür besetzt werden


MAZ Oranienburg, 8.9.2005

HENNIGSDORF

Kira, Elisabeth und Wiebke werden vor der Casting-Jury eine 20-strophige Ballade vortragen. Eichendorffs „Hochzeitsnacht“. Pia (13) und Nadja (14) singen einen Song von Natasha Thomas und tanzen dazu.
Nein, dabei handelt es sich nicht um die Kandidatensuche für „Deutschland sucht den Superstar“. Die Musikschule Hennigsdorf sucht Mitspieler für das neue Musical „Yomo“, das im Oktober 2006 uraufgeführt werden soll. In vielen Schulen des Kreises warb die Musikschule um Bewerber. „24 Rollen müssen besetzt werden“, meint Rolf-Peter Büttner. Der stellvertretende Musikschulleiter schrieb Text und Musik für „Yomo“.
„Mein Traum ist es, Schauspielerin zu werden“, meint die 13-jährige Wiebke aus Hennigsdorf. Mit ihren Freundinnen Kira und Elisabeth wartet sie, dass es endlich losgeht. Ganz unerfahren ist Wiebke nicht. Schon beim Musical „König Winter“, das die Musikschule vor einigen Jahren aufführte, war sie mit dabei. Ihre Hände zittern ein wenig. Sie sind nervös. Sehr nervös. Dann geht die Tür auf und Rolf-Peter Büttner bittet die drei Mädchen in den Raum, in dem die Jury sitzt. Er redet ihnen Mut zu: „Ihr seid doch schon Profis.“
Während die drei die Ballade aufsagen, hören ihnen Büttner, Musikschulleiter Ronny Heinrich und Lehrerin Barbara Foedde aufmerksam zu. Vor ihnen liegen Zettel mit den Rollen des Musicals. So kann gleich darüber nachgedacht werden, wer eventuell zu welcher Rolle passen würde. Kira, Elisabeth und Wiebke werden unterdessen sichtlich ruhiger.
Einen endgültigen Bescheid bekommen die Mädchen an diesem Tag aber noch nicht. „Was ich euch aber sofort anbieten kann, ist ein Platz im Chor“, meint Rolf-Peter Büttner. „Ob ihr auch Solorollen bekommt, entscheiden wir später.“
Mehr als 20 Bewerber haben sich Dienstag und Mittwoch der Jury, die später auch von Darstellendes-Spiel-Lehrer Achim Dawid unterstützt wurde, bereits vorgestellt. Es waren mehr Mädchen als Jungen. Nach jeder Vorstellung wird beraten. „Wichtig ist, zu sehen, mit welcher Körperhaltung sie hier reinkommen“, erzählt Ronny Heinrich. „Wenn gleich jemand sehr selbstbewusst vor uns steht, macht das sofort Eindruck.“ Die ersten Rollen sind jedenfalls schon vergeben.

Unter Tel.03302/802922 können sich Interessierte bei der Musikschule bewerben.

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