Tagesarchiv für 27. Dezember 2003

RTZapper

Das Traumschiff: Südsee

Samstag, den 27. Dezember 2003
Tags:

FR 26.12.2003, 20.15 Uhr, ZDF

Na, wenn das mal gut geht. Wenn es auf dem ZDF- „Traumschiff“ eine Havarie gäbe – nicht auszudenken, was dann passieren würde. Denn wer eine Folge dieser Reihe sieht, wird kaum Personal entdecken. Es scheint nur einen Kapitän, einen Schiffsarzt und eine Managerin zu geben. Und Gaststar Ralf Bauer als Barkeeper. Nun gut, eine Havarie wird es nicht geben. Dann wäre das Traumschiff eher ein Alptraumschiff. Ein Alptraum war nur die Story, die uns an Weihnachten aufgetischt wurde. Ein junges Paar trennt sich, weil die jeweiligen Exen (auch ein Pärchen) ebenfalls an Bord sind. Sie stellen fest, dass der Ex viel netter ist. Der Ex wird zum Ex-Ex und alle sind happy. Was für ein Märchen.

Hits: 3030

aRTikel

Wenige feiern Major Tom

Samstag, den 27. Dezember 2003
Tags: , , ,

Beachparty mit Peter Schilling in der Erlebniscity

MAZ Oranienburg, 27.12.2003

ORANIENBURG
Es ist ein böser Kreislauf: Schlimm genug, wenn eine Veranstaltung relativ schlecht besucht ist. Wenn aber später ankommende Leute von draußen schon die Leere sehen können, drehen sie sich gleich wieder um und gehen wieder. So bleibt es auch weiterhin leer. So zählten die Organisatoren der Beachparty mit Peter Schilling am Abend des 1.Weihnachtsfeiertages in der Turm-Erlebniscity nur etwa 300 Gäste. „Sonst sind bei einer regulären Beachparty im Laufe des Abend bis zu 1500 Menschen in der Halle“, meint Veranstaltungsteamleiterin Jeanette Gordjy enttäuscht. „Schade, dass so wenige gekommen sind.“ Vielleicht lag es schlicht daran, dass zu Weihnachten nicht so viele Menschen Lust auf Party haben. „Heute ist doch Feiertag“, meint deshalb auch Danielle Naujeck aus Oranienburg, die die Karten bei der MAZ gewonnen hatte. „Sonst wäre es voller.“ Andererseits: Wer kennt heute schon noch Peter Schilling? Jeder muss erst die Textzeile „Völlig losgelöst von der Erde“ aus „Major Tom“ vorgesungen bekommen, damit der Groschen fällt.
Die wenigen Gäste mussten dann lange auf Peter Schilling warten. Und tatsächlich: Als er kurz nach Mitternacht die Bühne betritt, ist „Major Tom“ sein Eröffnungssong. Mit Halbplayback folgt „Terra Titanic“ und noch weitere, nicht ganz so bekannte, Lieder. Später will er noch eine ganz neue Single vorstellen. „Heute noch mal im Halbplayback“, kündigt Schilling an, „aber übermorgen ist die große Live-Premiere in der Dortmunder Westfalenhalle.“ Wahnsinn. Bleibt nur für ihn zu hoffen, dass da ein paar Leute mehr kommen. „Sonne, Mond und Sterne“ lautet dieser neue Titel, aber irgendwie ist er dann doch nicht so neu. Alles schon mal gehört, vielleicht einfach nur noch mal neu und peppiger aufgenommen.
Die Fans vor der Bühne tanzen, jubeln und feiern den ehemaligen Star der Neuen Deutschen Welle. Viel hat er nicht mehr zu bieten. Sein nur etwa 30-minütiges Programm schließt er erneut mit „Major Tom“ ab, diesmal in einer Gitarrenversion, um dem Ganzen wenigstens einen anderen Stil zu verpassen.
„Er kam ein bisschen spät, aber es war sehr schön“, ist Danielle Naujeck am Ende recht zufrieden. Peter Schilling machte zwar gute Miene zum nicht ganz so guten Spiel, aber entäuschend ist es bestimmt schon, wenn einem nur ein paar Hanseln zujubeln. Aber er hat die Zeichen der Zeit erkannt: „Schilling ist mein Name“, stellte er sich zwischendurch vor. Das war wichtig zu sagen, denn nur wenige kennen ihn noch. Und kaum jemand wird ihn aber auch noch kennen lernen wollen, nach diesem recht müden 30-Minuten-Programm.
Heute kommt Mickie Krause, Silvester ist die 3.Generation im Turm zu Gast. Der Veranstalter hofft, dass da die Resonanz größer sein wird. Dann würden derartige Party öfter stattfinden.

Hits: 6079

aRTikel

Oranienburger bleiben daheim

Samstag, den 27. Dezember 2003
Tags: , ,

In der Kreisstadt wollte niemand „Der Sonne entgegen“

MAZ Oranienburg, 27.12.2003

ORANIENBURG
„Wollen Sie verreisen?“ Mit dieser Frage konfrontierte Andreas Hahn vor kurzem Passanten in Oranienburgs Innenstadt. Der Haken: Die Reise musste sofort angetreten werden. Das sind die Spielregeln von „Der Sonne entgegen“, einer Spielshow im RBB Brandenburg, die am vergangenen Dienstag gesendet und in der Nacht zum Freitag letztmalig wiederholt wurde.
Während am Flughafen Berlin-Tegel der Joker-Kandidat darauf hoffte, dass Andreas Hahn und sein Team in Oranienburg niemanden finden würden, liefen die Fernsehleute die Bernauer Straße und die Lehnitzstraße auf und ab. Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen mussten absagen – sie hatten schließlich Unterricht. Im Zoohaus Strate legte sich Hahn mutig eine Schlange um den Hals – einen Reiselustigen fand er aber auch dort nicht. Die Oranienburger sind offenbar weniger spontan und bleiben offensichtlich lieber daheim. Schade.

Hits: 6510