Tagesarchiv für 31. Dezember 2002

RTZapper

Das war 2002!

Dienstag, den 31. Dezember 2002
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2002 begann mit guten Vorsätzen: RTLII verzichtete auf Sex. Die Zuschauer dankten es mit sinkenden Quoten. Mit VIVA plus ging das „CNN des Musikfernsehens“ auf Sendung. Neues aus der Musikwelt, SMS-Grüße auf Laufbändern. Das Echo: verhalten. Seit Herbst laufen bei VIVA plus Videoclips pur. Das mit CNN ist vergessen.

Andererseits wollten die Leute eine Sendung gucken – konnten aber nicht. Bei „Wetten, dass…?“ kam es im März im Kabel Berlin-Brandenburg zum Bild- und Tonausfall. 45 Minuten Testbild zur Prime-Time. Und auch Ulrich Wickert staunte nicht schlecht, als bei den „Tagesthemen“ das Bild schwarz war. Sendeausfall. Der Platz bei der Telekom war nicht besetzt. Bis es weiter gehen konnte, vergingen lange Minuten.

Unsere Michelle: Was haben wir dieses Jahr nicht alles erfahren: eine Granate im Bett (Jens Riewa) und ein für die Presse erfundenes Intimtattoo. Weil ihr nichts Besseres für die PR einfiel. Ralph Siegel erlebte mit Corinna May beim Grand Prix eine Pleite. Der 22.Platz. Nie wieder! Schluss! Aus! Ende! Doch zu Weihnachten entschloss er sich (wie immer) dazu, im nächsten Jahr wieder anzutreten.
Susan Stahnke zeigte uns, wie ihr Darm von innen aussieht. Und Joschka Fischer wie es klingt, wenn selbiger scheinbar Töne von sich gibt. Sandra Maischberger (n-tv) guckte nicht schlecht.

Wenn es das Fernsehen nicht gäbe, wäre Edmund Stoiber heute wohl Bundeskanzler. Aber seine beeindruckenden „Ähh’s“ und seine „Frau Merkel“-Anrede bei Sabine Christiansen kamen nicht so gut an. Auseinander klafften die Hochrechnungen am Wahlabend bei ARD und ZDF. Im Ersten lag Edi vorn, im Zweiten der Gerd.

Astrid Lindgren, der Kabarettist Matthias Beltz, die große Hildegard Knef, der „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein: Abschied für immer.

Auf der Liste der Peinlichkeiten ganz vorn lag 2002 Johannes B.Kerner:
Nach dem Amoklauf in Erfurt reiste er dort hin, um einen jungen Schüler auszuquetschen. Eindeutig das ärgerlichste TV-Ereignis des Jahres.
Warten wir auf 2003!

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RT im Kino

Kino 2002

Dienstag, den 31. Dezember 2002

Die Kino-Hitliste 2002 umfasst 91 Filme.

TOPS:
1. Nackt
2. Führer Ex
3. Harry Potter und die Kammer des Schreckens
4. A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn
5. About a Boy oder: Der Tag der toten Ente
6. Die Bourne Identität
7. Das Jahr der ersten Küsse
8. Super süß und super sexy
9. Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin
10. Black Hawk Down
12. Spiderman
14. Iris
17. Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster
19. Das Haus am Meer
23. Ice Age
25. Das weiße Rauschen
28. 40 Tage und 40 Nächte
30. Bowling for Columbine
35. Fickende Fische
36. Ali

FLOPS
91. Gosford Park
90. Mulholland Drive
89. The One
88. Kleine Missgeschicke
87. Nomaden der Lüfte – Das Geheimnis der Zugvögel
86. Jeans
85. Army go Home!
82. Hundstage
79. James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag

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aRTikel

Probe mit Willi, dem Hasen

Dienstag, den 31. Dezember 2002
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Greensession und die MAZ: Ein Jahr mit Höhen, Tiefen und einem umjubelten Höhepunkt

MAZ Oranienburg, 31.12.2002

OBERHAVEL
Ist es wirklich schon 16 Monate her, dass ich das erste Mal im Proberaum von Greensession stand? Proben, Konzerte, Fototermine: Fast immer war ich dabei. Lernte die Jungs näher kennen, viele Leute, viele Orte. „Die MAZ-Jugendseite begleitet Greensession auf dem Weg nach oben“, heißt es immer im Vorspann zu den Artikeln dieser Reihe. Und auch ich selbst hätte nie gedacht, wo uns dieser Weg überall hinführen würde.
Zum Beispiel nach Kremmen, in die Stadtparkhalle. Wo man offensichtlich nicht mitbekommen hat, dass der Aschermittwoch schon vier Tage zurücklag. Egal, beim Kinderkarneval achtet da eh’ keiner drauf. Die vier Jungs, Rafi, Flo, Christoph und Benny, hatten die Ehre, das abgeschlossene Faschingsprogramm abzuschließen. Nun ja. Nach eben diesem lustigen Programm mit Büttenrede und „Mini-Playback-Show“ waren alle Leute bereits gegangen, weshalb das Greensession-Konzert auch vor der abbauenden Truppe stattfand.
Umso erfreulicher war der 4.Platz beim Rockwettbewerb im Fuchsbau Mitte März in Berlin-Reinickendorf. Insgesamt 50 Bands haben sich beworben. Greensession schaffte es bis ins Finale, in dem ansonsten eher die härtere Musik-Fraktion vertreten war. Die Freude bei allen war riesengroß, der Finaleinzug aber auch verdient.
Im Mai gab es dagegen von der Jury des RockPopJazz-Festivals in Strausberg härtere Worte. Die Herren waren nicht zimperlich. Sätze wie „Du stehst nicht dahinter!“ fielen. Das hat erst mal gesessen, damit hat niemand gerechnet.
Ganz anders, viel erfreulicher, sah das schon wieder im Juni bei „La Jeune Fête de la Musique“ in der Wuhlheide aus. Der erste Platz! Der erste gewonnene Bandwettbewerb. Leider nur vor 16 Zuschauern. In dem Zusammenhang ist es auch immer wieder interessant, was die Veranstalter im Vorfeld eines Konzertes für Besucherzahlen ankündigen. So hieß es, beim Naturparkfest in Briese rechne man mit Leuten im vierstelligen Bereich. Nun gut, es waren nicht ganz so viele. Vor der Bühne standen vielleicht zehn Leute. Das war einer der weniger angenehmen Momente.
Dies war auch Rafis letzter Auftritt als Sänger, er wollte sich schon immer lieber nur um die Gitarre kümmern. Da kam Tobi gerade richtig. Für eine Demo-CD sollte er Greensession seine Stimme leihen. Für ihn selbst war recht schnell klar, dass er länger bleiben wolle. Nun mussten ihn die Jungs nur noch fragen. Sie trauten sich: auf der Party zu Christophs 18. Geburtstag. Der flotte Fünfer war perfekt.
Als solcher ging es Mitte November ins Hennigsdorfer Conny Island. Vor mehr als 100 Gästen gab Greensession das bisher größte Konzert. Vor jubelnden Fans stellten Tobi, Rafi, Flo, Christoph und Benny das Ergebnis einer langen und ertragreichen Probenphase vor. Mit zwei Zugaben – ein voller Erfolg. Ein Jahresabschluss, wie wir ihn uns alle gewünscht haben: Die Zuschauer waren begeistert, die „Greenies“, wie sie danach im Forum ihrer Internetseite genannt wurden, überglücklich. Und ich natürlich auch. Denn natürlich sind uns allen Erfolge lieber als alles andere. Der Auftritt im „Conny“ fand nicht nur in der MAZ Erwähnung. Auch von den Kollegen kamen anerkennende Zeilen.
Meine interessantesten und schönsten Augenblicke mit Greensession hatte ich selbst allerdings vor und nach den Konzerten, beziehungsweise ganz abseits der großen und kleinen Auftritte. Auf langen Autofahrten wurde viel gelacht, während mancher Probe gab’s ein Extra-Ständchen
à la „Willi, der Hase“.
Und wohin führt der Weg im nächsten Jahr? Egal wohin – viel Erfolg dabei!

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