Tagesarchiv für 11. August 2001

RTZapper

Street Parade 2001

Samstag, den 11. August 2001
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SA 11.08.2001, 3sat

Wer sich noch an die Live-Übertragungen von der Love Parade vor einigen Wochen erinnert, wird bei der Reportage von der Züricher Street Parade am Sonnabend auf 3sat seine wahre Freude gehabt haben.
Da die schweizerische Sprache recht schwer verständlich ist, übernahm der Sender vom SF DRS nur die Bilder und ließ das Ganze von zwei Herren in Hochdeutsch kommentieren. Und weil 3sat so etwas wie ein Kultursender ist, setzte man nicht etwa junge, flippige Menschen ans Mikro. Nein, zwei ältliche Journalisten machten sich während der Übertragung ihre Gedanken zu den Bildern, die da zu sehen waren.
Eine halbe Ewigkeit schwafelten die beiden darüber, dass das ja im Gegensatz zur Berliner Love Parade eine politische Demonstration sei oder rätselten, warum so viele so viel nackte Haut zeigen. Sehr spannend. Und sehr passend zu den lockeren und heiteren Bildern. Ein Kommentar, als ob auf Phoenix ein Parteitag übertragen wird.
Einer von den beiden muss ein Schriftsteller gewesen sein, denn ständig schmiss er mit literarischen Zitaten um sich. Als irgend so ein Strandbad ins Bild kam, merkte er an, dass er darüber schon mal ein Buch geschrieben hat. Will das jemand wissen?
Somit passten auch die dann doch jungen, hippen Live-Reporter nicht so ganz in die Übertragung, die mal wieder zeigte, wie unterschiedlich die Generationen sind.

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Die Meute

Samstag, den 11. August 2001
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FR 10.08.2001, 21.45 Uhr, ARD

Einen spannenden Einblick in die Arbeit der Journalisten in Berlin bekam „Otto-Normal-Zuschauer“ in der Dokumentation „Die Meute“ am Freitagabend in der ARD.
Journalisten filmten Journalisten, wie sie auf etwas warteten, was sie wiederum filmen konnten. Und was haben wir gelernt? Ein Journalist hat es echt nicht einfach. Wirklich.
Auch ein ganz besonderer, ach, was sag ich… Berlins Top-Journalist Nummer Eins wurde vorgestellt. Georg Gafron hat bei einer Berliner Boulevardzeitung, bei TV.Berlin, einem kleinen, gernegroßen Fernsehsender und bei Hundert,6, einem ehemals großen Radiosender etwas zu sagen.
An dieser Stelle sei der Anwalt von Gafron gegrüßt, der eventuell diese Zeilen liest. Denn Georg liest nie Artikel über sich. Er lässt lesen. Und es ist ihm egal, was alle über ihn sagen, Hauptsache es ist „justitiabel“. Nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hat sich unser Georg nun aber am Sonntag in einem Radio-Interview mit Gregor Gysi. Georg wollte seinen Hörern zeigen, wie böse der Gregor ist. Ist leider schief gegangen. Gysi war Gafron rhetorisch um Längen überlegen. Da hat sich unser Georg wohl überschätzt

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