Monatsarchiv für Dezember 2000

RTelenovela

Kino 2000

Sonntag, den 31. Dezember 2000

TOPS
1. Kalt ist der Abendhauch
2. Der Krieger und die Kaiserin
3. American Beauty
4. The Sixth Sense
5. Leben und Lieben in L.A.
Scary Movie
An jedem verdammten Sonntag
Magnolia
Chicken Run – Hennen rennen
Vergiss Amerika
Juli
Crazy

FLOPS
1. Den einen oder keinen
2. Final Destination
3. Center Stage
4. Coyote Ugly
5. Otto – Der Katastrofenfilm

RTZapper

2000 – Das Quiz

Samstag, den 30. Dezember 2000
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FR 29.12.2000, 20.15 Uhr, RTL

Zum Jahresende wurden noch mal so ziemlich alle Promis verpflichtet, bei den diversen Quizshows der Fernsehsender mitzumachen. So geschah es, dass bei “2000 – Das Quiz” (RTL) und “Die Quiz Show – Prominentenspecial” (SAT 1) teilweise die gleichen Promis rumsaßen. Während Jörg Pilawa (wahrscheinlich) live moderierte, war er (aufgezeichnet) Gast in Peter Kloeppels Show.
Und nicht nur er. Leider muss ich an dieser Stelle noch einen ganz traurigen Punkt ansprechen. Es betrifft einen weiteren Gast in “2000 – Das Quiz”. Vielen Leuten ist er nämlich ein großes Rätsel: Cherno Jobatey. Irgendwie muss er an diesem Abend voll unter Drogeneinfluss gestanden haben. Anders kann ich mir sein vollkommen dämliches, überzogenes und einfach mal total nerviges Verhalten nicht erklären.
Und das Schlimme: Cherno kam auch noch ins Halbfinale dieser wunderbaren Show. Okay, eigentlich war auch dieses Spiel ziemlich doof, aber dann auch noch Cherno?
In dieser Spielrunde wurde ein Film mit Bildern von der EXPO in “Hännöwer” gezeigt. Zwischendurch wurden Szenen reingeschnitten, die nicht auf dem EXPO-Gelände gedreht wurden. Aber wer weiß das schon? Sogar eine Aufnahme von der chinesischen Mauer stammte aus Hannover. Abgefilmt von einem Foto. Echt kreativ und fast unlösbar. Ein Glücksspiel für die Promis. Aus für Cherno.
Und hatte Cherno (Markenzeichen: Turnschuhe) mal zufällig eine richtige Antwort genannt, war er dermaßen aus dem Häuschen, dass man als Fernsehzuschauer durchaus auf Mordgedanken kam. Nannte er eine falsche Antwort, rastete er fast aus. Übertrieben albern.
Stefan Raab, der auch zum Rateteam gehörte, hat sich bestimmt so seine Gedanken gemacht. Und nicht umsonst wird Cherno ja in vielen Fernsehshows gemobbt. Und seit gestern weiß ich auch warum.

RTZapper

Das war 2000!

Dienstag, den 26. Dezember 2000
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Tja, das war’s schon wieder, das Jahr 2000 ist verbraucht. Was alles passiert ist?
Mit “Wer wird Millionär?” löste Günther Jauch einen neuen Quiz-Boom aus. Ein Kandidat hat’s geschafft. Eine Million mehr auf dem Konto.
Einen Hype löste RTL II mit “Big Brother” aus. Zlatko, Jürgen, Andrea, John und wie sie alle hießen, eroberten die Schlagzeilen. Kaum einer, der nicht darüber redete. Weit weniger interessant ist die noch laufende 2. Staffel, da die Leute nun wissen, dass sie draußen Stars sind, und sich dementsprechend verhalten. Und weil’s so schön ist, dominieren die “BB”-Stars auch die deutsche Hitparade.
Nachdem Alex ausgezogen ist und sich von seiner Container-Liebe Kerstin getrennt hat, kam es zum folgenreichen Treffen mit Jenny Elvers. Den beiden und der Boulevardpresse haben wir es zu verdanken, dass wir so ziemlich alle pikanten Details aus ihrem Leben erfuhren. Jenny ist schwanger. Aber wieder allein. Alex hat einen Schlussstrich gezogen. Und Jenny sang ein Lied. Genützt hat es wenig. Deutschland nimmt Anteil.
Auch an den auseinander gegangenen Ehen von Stichs, Beckers, von Herd Lind und Anke Engelke sowie an den Seitensprüngen von Franz Beckenbauer und Roberto Blanco. Und Dieter Bohlen und seine Teppichladenaffäre nicht zu vergessen.
Beim Sport hatten wir bei der Fußball-EM wenig zu lachen. Aus in der Vorrunde. Für die ARD gab es hier aber die Top-Quote des Jahres: 18,33 Millionen Zuschauer sahen die EM-Partie Frankreich – Italien.
Von Olympia haben wir wegen der ungünstigen Zeit nicht sehr viel mitbekommen.
Auch nicht vom Boxkampf des Jahres: Der Tiger und Rocky kämpften im Pay-TV.
Noch nie dagewesen: Während der “Tagesschau” läuft ein Typ durchs Bild und leert den Mülleimer. Sprecherin Susanne Daubner muss sich das Lachen verkneifen.
Susan Stahnke weiter im Pech: Ihr Magazin “Newsmaker” (SAT 1) wollte niemand sehen. Das Aus. Weitere Flops 2000: “Rudis Suchmaschine” (ARD), “Großstadtträume” (RTL), “Erstes Glück” (ARD).
Für immer verlassen haben uns Komiker Diether Krebs, “Peanuts”-Zeichner Charles M. Schulz und der Schauspieler Walter Matthau.
Stefan Rabb war auch 2000 wieder aktiv. Platz 5 bei Grand Prix Eurovision, Platz 2 in den Charts mit Schröders “Ho mir ma ne Flasche Bier”. “TV total” ab 2001 viermal pro Woche.
Na denn: Guten Rutsch!

aRTikel

Umfrage: Stress vor der Bescherung

Mittwoch, den 20. Dezember 2000
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Was passiert bei euch zu Weihnachten? / Was steht auf eurem Wunschzettel?

MAZ Oranienburg, 20.12.2000

Franziska Weder (18), Oranienburg: „Am Vormittag wird erst mal der Weihnachtsbaum geschmückt. Eigentlich war immer um 17 Uhr Bescherung, wegen meines kleinen Bruders, kann sich das diesmal aber verändern. Danach gibt es Abendbrot, wahrscheinlich wieder Frikassee. Später sitzen wir alle noch zusammen.”

Ricky Schlichting (17), Kremmen: „Weihnachten bin ich zu Hause und genieße die Zeit. Zur Bescherung Heiligabend wird alles reingetragen, danach gibt es Essen, dieses Mal wahrscheinlich Kartoffelsalat. An den Feiertagen sind wir bei Oma und Opa, die weiter weg wohnen. Ich habe mir dieses Jahr Geld für meinen Führerschein gewünscht.”

Ricarda Meinhardt (12), Oranienburg: „Meistens streiten wir uns am Vormittag erst mal, da gibt es Stress. Der Weihnachtsbaum wird geschmückt. Am Nachmittag werden die Geschenke eingepackt, dann ist meistens kein Band mehr im Haus. Ich wünsche mir einen Hund oder einen Computer, bin ansonsten wunschlos glücklich.”

Clemens Litschko (12), Sachsenhausen: „Die Bescherung machen wir bei Oma, mit der ganzen Familie. Nach der Bescherung gehen wir zusam-mejtzur Christmette in die Kirche. Am ersten Weihnachtstag treffen wir uns alle. Es gibt eine Pute zu essen. Ich habe mir Klamotten und eine Uhr gewünscht, aber keine Besondere.”

Martin Adolph (13), Oranienburg: „Gegen 18 Uhr gehen wir in die Kirche. Ich habe allerdings keinen Zusammenhang dazu. Es ist eine Tradition. Nach der Bescherung gibt’s Abendbrot, danach spielen wir dann mit unseren Geschenken. Die neue Play Station habe ich mir zwar gewünscht, aber ich glaube, sie ist zu teuer.”

RTZapper

Weihnachten 2000

Dienstag, den 19. Dezember 2000
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Weihnachten. Fest der Liebe. Zeit der Besinnlichkeit. Ganz in Familie. Oder? Was wohl die Stars machen?
Unsere Freundin Jenriy Elvers feiert bestimmt allein. Ohne Heiner, ohne Alex. Ganz allem wird sie im Sessel sitzen, sich den runden Bauch streicheln, auf dem Tisch eine Kerze, und heulend „Titanic” gucken. Beobachtet von 15 Kamerateams und 21 Fotografen.
Auch die Schlagersängerin Nicole ist traurig. Noch immer hat sie sich nicht vom Sonnabend erholt, an dem die al-leralteraüerletzte „ZDF-Hitparade” lief und sie in Tränen ausgebrochen war. Ab sie zum 25. Mal „Ein bisschen Frieden” unter dem Weihnachtsbaum anstimmt, vertässt ihre Familie unter Protest das Zimmer.
Vielleicht feiern Franz Beckenbauer und Roberto Blanco zusammen Weihnachten. Während Roberto auf Franzl einredet, dass er ja nun schon „fumfunzwanzüsch” Jahre mit seiner Ehefrau verheiratet ist, und Franzl daraufhin anfängt zu weinen und meint, er habe das alles nicht gewollt, machen Boris Becker und Michael Stich in der Küche das Abendbrot. Ex-Ehemänner unter sich.
Richtig gemütlich wird es aber bei Hera Lind. Zusammen mit ihrem neuen Lover sitzen sie gemütlich am Tisch und essen das beim Chinaim-biss geholte Mahl. Ein Stift und ein Block liegen bereit – falls sich ihr Typ an einer Sojabohne verschluckt. Wäre schließlich Stoff für einen neuen Bestseller!
Frohes Fest!

RTZapper

ZDF-Hitparade: Hits des Jahres 2000

Samstag, den 16. Dezember 2000
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SA 16.12.2000, 18.00 Uhr, ZDF

Etwas Ungeheuerliches geschieht heute. Das heißt, es passiert seit inzwischen 31 Jahren, doch heute eben zum letzten Mal. Mit “Hits des Jahres 2000″ flimmert die letzte “ZDF-Hitparade” mit Uwe Hübner über unsere Bildschirme. Zumindest wenn wir das ZDF eingeschaltet haben. Und das haben in den letzten Jahren immer weniger gemacht. Wer hat auch Lust, sich am Sonnabend um 18 Uhr schlechte Schlager reinzuziehen?
Und so geht eine Ära zu Ende, die der Dieter, der Thomas, der Heck in Ihrem, unserem Zett-Deh-Eff im Sommer 1969 begonnen hat. Damals hatte das ZDF wahrscheinlich zu wenig Personal, so dass Hecki den Abspann selbst sprechen musste. Hach, was waren das für Zeiten. Okay, ich war da noch nicht auf der Welt, aber wozu gibt’s die 3sat-Wiederholungen?
Und was machen jetzt eigentlich die ganzen Schlager… na gut, sagen wir mal… Stars? Sind die dann arbeitslos? Dazu verdonnert, sich ihr Geld mit Butterfahrten und Auftritten bei Dorffesten zu verdienen? Werden die alle am Sonnabendabend eine Protestdemonstration durch das Brandenburger Tor, angeführt von Jürgen Drews, veranstalten?
Und wird es dann etwa andere ZDF-Shows geben, in denen die Künstler für Tralala von sich geben dürfen? Das kann uns doch das ZDF nicht antun! Dann doch lieber “Hitparade”, da weiß man wenigstens, wann man umschalten muss.
Und Uwe Hübner? Der wird weiterhin Millarden Zuschauer bei seiner Show “Bei Hübner” im Abo-Kanal Goldstar TV haben.

aRTikel

Horoskope am Freitag, dem 13.

Mittwoch, den 13. Dezember 2000
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Okkultismus war das Thema einer Veranstaltung im Runge-Gymnasium

MAZ Oranienburg, 13.12.2000

Ein kühles Lüftchen wehte am Donnerstag in der Aula des Runge-Gymnasiums in Oranienburg. Passend zum Thema der Veranstaltung: Teufelsanbetung, Okkultismus, Aberglaube.
Tini möchte nur eins: im Bett liegen bleiben. Denn Tini hat Angst: Es ist Freitag, der 13. Ein Unglückstag, glaubt sie. Etwas ganz Furchtbares wird passieren. Tinis Freundin ist da allerdings ganz anderer Meinung. Unglücke können jeden Tag passieren. Ihr Hund Hässo wurde an einem Montag, dem 4., überfahren. Soll sie jetzt immer montags im Bett bleiben? So etwas, wie es in dem kurzen Sketch von, Astrid und Dörte Böttger vorgespielt wurde, soll es wirklich geben.
Zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Auf Teufel komm raus?” luden die Jugendlichen der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Oranienburg Pastor Helmut Gohr ein, der vor ungefähr 30 interessierten Gästen einen Vortrag rund um das Thema Aberglaube und Okkultismus hielt: Wenn aus magischem Spiel bitterer Ernst wird.
„Das Thema ist nicht so harmlos, wie es scheint”, meinte der Pastor, der Experte in diesem Themengebiet ist, zu Beginn seiner Rede. Das fängt meistens mit den Horoskopen an. Die meisten Menschen lesen sie zwar, glauben aber im Großen und Ganzen nicht daran. Andere aber richten ihr Leben darauf ein. „Eine Macht, die man nicht definieren kann, regiert ihr Leben”, so Helmut Gohr.
Etwa 41 Prozent der Deutschenglauben, dass die Sterne ihr Leben bestimmen, jeder Zweite meint, dass sein Horoskop-schön mal gestimmt hätte. In Paris, der abergläubigsten Stadt der Welt, gehen täglich 30000 Leute zum Wahrsager. In Amerika gebe es sogar schon Wahrsagerautomaten. Und auch Deutschland werde gerade von einer okkulten Welle überrollt.
Okkultismus bedeutet soviel wie der Griff ins Verborgene, eine Geheimwissenschaft. Etwa 300 verschiedene okkulte Praktiken sind in Deutschland bekannt.
Immer mehr junge Leute beschäftigen sich mit Satanismus. Der Aberglaube ist da noch am harmlosesten.
In Hotels sind die Zimmer mit der Nummer 13 relativ unbeliebt, ebenso wie die 13. Reihe im Flugzeug. „Aber wollen wir auch auf das 13. Monatsgehalt verzichten?”, zitiert Gohr den ZDF-Moderator Peter Hahne.
Glücksbringer wie Hufeisen oder Maskottchen bezeichnete Helmut Gohr als einen noch harmlosen Einstieg in den Okkultismus. Beschwörungen wie der Gruß „Hals- und Beinbruch” hat bestimmt auch schon jeder einmal verwendet.
Gefährlich wird es dann allerdings beim Spiritismus. „Da gibt es Praktiken, bei denen Tierschützer auf jeden Fall auf die Barrikaden gehen würden”, meinte der Pastor. „Ekelerregend, was Menschen da mitTieren machen.”
Ein Problem sei auch, dass einige okkulte Praktiken erst einmal positiv erscheinen. Wenn zum Beispiel Krankheiten geheilt werden (Wunden besprechen). Eine wissenschaftliche Erklärung gebe es für diese Phänomene meist auch nicht.
Alles in allem ist so ein bisschen Aberglaube durchaus in Ordnung, nur übertreiben soll man es eben nicht. Darin waren sich alle Beteiligten einig.
Am Ende der Veranstaltung zeigte sich Dörte Böttger, eine Mitorganisatorin, durchaus zufrieden und hoffte, dass die Menschen vorsichtiger mit dem Thema umgehen.