extra 3

DO 20.09.2007, 23.00 Uhr, NDR fernsehen

Nein, so ganz hat sich der Neue bei „extra 3“ noch nicht eingearbeitet. Und dabei habe ich mich durchaus über die Nachricht gefreut, dass Tobias Schlegl der Nachfolger von Thomas Pommer wird.
Schlegl, der vor und sieben Jahren mit „kewl“ bei VIVA mitunter sehr unterhaltsam war, probiert sich nun als Moderator einer politischen Satiresendung. Besser: DER politischen Satiresendung, die älter ist als er selbst.
Das Problem: Oft nimmt man Schlegl die Rolle einfach nicht ab. Zu sehr wirken die Moderationen, als seien sie für Pommer geschrieben worden, zumal sich Tobias sehr an seinen Vorgänger zu orientieren scheint. Nur einmal fiel er heute aus seiner Rolle: Nach dem sehr witzigen Beitrag, in dem Olivia Jones dabei scheitert, bei einer NPD-Veranstaltung etwas über das Parteiprogramm herauszufinden, muss er selbst lachen. Da kommt der Tobi durch, den wir kennen. Mehr davon.
Üben muss Schlegl definitiv bei den Gäste-Interviews. Ging das heute bei der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing recht flott zur Sache, sah das vergangene Woche beim Hamburger Politiker Roger Kusch noch ganz anders aus. Hier wirkte Schlegl wie ein peinlicher Pennäler, der seinen gast nicht ausreden ließ und mit plumpen Scherzen (nicht) aus der Reserve lockte. Eine peinliche Nummer.
Wir bleiben in guter Hoffnung, aber Tobias Schlegl muss in „extra 3“ noch seinen eigenen Stil finden. Dass er das noch hinbekommt, ist für die Sendung und uns Zuschauer zu hoffen!


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Kommentare

2 Antworten zu „extra 3“

  1. superstorm

    Ich habe das Donnerstag komplett gesehen. Die Idee „Komm, wir schicken Olivia Jones als BDM-Mädel-Reporterin auf den NPD-Parteitag!“ fand ich sensationell. Schlegl hat erneut auf ganzer Linie versagt. Das Interview fand ich erneut unterirdisch. Allerdings hielten sich geschmackliche Entgleisungen im Rahmen.

  2. BSF

    Seine gestrige Darbietung hat mir ein wenig besser gefallen als beim letzten Mal, allerdings lag es meines Erachtens deutlich am jeweiligen Interviewpartner. Während Roger Kusch die Fragen nicht einmal ansatzweise humorvoll beantwortete und sich ebenso wenig souverän durch das Interview schlängelte, hatte Sabine Bätzing es doch wesentlich besser drauf. Der Unterschied war deutlich zu spüren, obwohl die Fragen auf ziemlich ähnliche Weise gestellt wurden wie in der Vorwoche. Im Grunde hängt es davon ab, ob der Interviewpartner vernünftig mit Satire umgehen kann oder nicht und das konnte Roger Kusch nicht, der die gesamten Fragen eher persönlich nahm (man kann es wohl nachvollziehen, schließlich dürfte er solche Fragen ständig zu Ohren bekommen).

    Das eigentlich Schöne an der vergangenen Sendung war aber das Interview auf dem Landesparteitag der NPD

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