RTelenovela

Das Stadion

Freitag, den 27. Februar 2009
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Manchmal klaffen die eigene Wahrnehmung und die Wirklichkeit ganz schön auseinander. In Zeestow im Havelland trifft der Herumreisende gleich am Ortseingang auf das Havellandstadion.
Wer vor dem großen Schild steht, hat eigentlich ziemlich genaue Vorstellungen von einem Stadion: Ein großes Fußballfeld und drum herum Sitz- und Stehplätze für die Zuschauer. Wikipedia spricht von einer nach oben offenen baulichen Struktur, die das Feld umgibt. Und dann denkt man an die großen Schlagerspiele in so einem Stadion. Die großen Derbys.
Nun ja, ein Fußballfeld gibt es im Zeestower Havellandstadion tatsächlich. Aber dann wird es kritisch. Von einer baulichen Struktur kann keine Rede sein. Sitzplätze sind auch sehr, sehr spärlich gesät, es gibt nur wenige. Ansonsten viele, viele Stehplätze am Spielfeldrand.
Das Havellandstadion ist nicht mehr als ein ganz normaler Sportplatz mit einem etwas überdimensionierten Namen. Aber der macht ja auch schon was her.
Andererseits: In Olympia hat es ja auch so ähnlich angefangen. Nur ist das schon ein Weilchen her.

aRTikel

Gehege wird umgebaut

Montag, den 23. Februar 2009
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Tiere: Die Zahl der Wildschweine am Zeestower Ortsrand soll auf 30 steigen

MAZ Falkensee, 23.2.2009

ZEESTOW
Quiekend laufen die Wildschweine auf Oliver Dreikant zu, der sich, durch den Schnee stapfend, dem Wildgehege nähert. Unter dem Arm hält er eine große Kiste mit alten Broten und Brötchen. Die hat er gerade aus Berlin-Charlottenburg geholt, dort bekommt er die Reste kostenlos.
Seit sieben Jahren hält sich der 38-jährige Brieselanger einige Wildschweine in dem kleinen Wildgehege zwischen dem Kanal und dem Sportplatz am Ortsrand von Zeestow. Momentan sind es sieben Alttiere und sechs Frischlinge. Die Übersicht ist ihm dabei noch nicht verloren gegangen. „Ich kann zu jedem Tier sagen, wann es gefrischt wurde und von wem es abstammt.“ Später sollen es mal 30 Wildschweine sein, die sich die Leute ansehen können.
Oliver Dreikant hat einiges vor mit dem Gehege. Die Pappeln auf dem Gelände sollen gefällt werden, die Genehmigung dafür hat er nach längerer Wartezeit bekommen. „Die Lebenserwartung der Bäume ist erreicht“, sagt der Wildschweinhüter. „Vor einiger Zeit ist eine der Pappeln umgefallen und tötete eine Leitbache.“ Auch für den Menschen gehe von den Bäumen eine Gefahr aus. Auf dem Grundstück, das Dreikant gepachtet hat, will er stattdessen 65 Trauerweiden pflanzen. Auch plant er ein Wechselgehege. „Damit keine Inzucht entsteht“, erklärt Oliver Dreikant.
Momentan wartet er auf die Baugenehmigung für neue Pfeiler. Die alten sollen durch Betonpfeiler ersetzt werden. Er habe einen Spießrutenlauf mit diversen Behörden hinter sich, sagt Oliver Dreikant. Wenn er grünes Licht hat, kann es losgehen. Dann werden auch die Weiden gepflanzt. „Das Gehege stelle ich mir so naturnah wie möglich vor“, sagt Oliver Dreikant. „Der Genehmigungsvorgang wird derzeit bearbeitet“, bestätigt Kreissprecher Erik Nagel gegenüber der MAZ. Wann sie erteilt wird, kann er jedoch noch nicht sagen. Oliver Dreikant jedenfalls ist startbereit, sein Projekt wachsen zu lassen.
Angefangen hat vor sieben Jahren alles mit einer Wette. „Auf einer Jagd erzählte ich, dass ich die Schwarzkittel interessant finde“, sagt er. „Ein befreundeter Jäger meinte dann, dass ich mir nun auch zwei Schweine kaufen muss.“ So kam es auch. Zunächst hielt er die Tiere auf seinem Grundstück, plante einen Streichelzoo. Den Plan verwarf er jedoch und pachtete das Gelände im Wald neben dem Sportplatz. „Das Gelände sah aus wie eine Müllkippe“, erinnert er sich.
Doch die Zeiten sind vorbei. Jetzt steht Oliver Dreikant in seinem Gehege und beobachtet die Tiere beim Fressen. Sie bekommen neben dem Brot auch Mais, Weizen und Fallobst. Der Dachdecker kommt jeden Tag für zwei Stunden zum Gehege, beobachtet die Tiere, das Treiben und ist ganz schön stolz auf das Geschaffene.

aRTikel

Neue Optik für das „Crazy“

Donnerstag, den 9. Oktober 2008
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Freizeit: Die Diskothek in Friesack wird derzeit renoviert / Eröffnungsparty am 18. Oktober

MAZ Falkensee, 9.10.2008

Drei Wochen später als geplant feiert die Friesacker Disko bald Wiedereröffnung. Bis dahin werden die Räume an der Hamburger Straße renoviert.

FRIESACK
Derzeit wummern im „Crazy“ keine Bässe, ist keine Musik zu hören. Stattdessen wird in der Friesacker Diskothek geklebt, gehämmert, geräumt und gesäubert: Es ist Renovierungszeit. „In der Branche muss man sich ab und zu erneuern“, sagt Matthias Kroll (31), Geschäftsführer der Go-Event-Limited. „Die Jugend strebt ja immer nach etwas Neuem.“
Etwa alle zwei Jahre werde das „Crazy“ ein wenig umgestaltet. „Wir wollen die Optik der einzelnen Räume ein wenig verändern.“ Einer werde mexikanisch aussehen, ein anderer im Retrostyle. Ursprünglich sollte in Friesack schon Ende September die Wiedereröffnung gefeiert werden. „Aber den Termin konnten wir leider nicht halten“, so Matthias Kroll. Der neue Termin ist Sonnabend, 18. Oktober. Bis dahin soll alles fertig werden, dann können wieder mehrere 100 Jugendliche bis morgens um 6 Uhr feiern. „Für die ländliche Gegend hier können wir auf eine recht erfolgreiche Geschichte zurückblicken“, sagt Matthias Kroll. Die Disko wird im Dezember zwölf Jahre jung. „Und die Konkurrenz ist ja nicht weniger geworden.“ Man müsse sich eben etwas einfallen lassen, meint der Geschäftsführer, sonst gehe das alles nicht mehr. „Wir versuchen, die Leute aktiv zu beschäftigen.“ Tänzer, Karaoke, Showprogramme. Der Gast als Teil des Programms. Auch mit Preisaktionen ziehe die Disko Publikum an. „Flatratepartys haben wir aber nie angeboten“, sagt Matthias Kroll. Verbilligte Preise für Alkohol aber schon. Aber stark Angetrunkene kämen vorn an den Ordnern nicht vorbei.
Im Zwei-Jahresrhythmus finde ein Generationwechsel statt, so der Diskobetreiber. Und auch die Mentalität ändere sich: „Zwischendurch, so vor vier Jahren war es schwierig, die Leute zum Feiern zu bekommen“, sagt Matthias Kroll. „Aber das hat sich gebessert, die Leute sind wieder ungezwungener.“
Am 18. Oktober um 22 Uhr öffnet das „Crazy“ wieder. Geplant ist ein Showhighlight. Was das ist, verrät Kroll jedoch noch nicht.

www www.crazy-friesack.de

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Aus für Nauener Disko
Die „Musicarena“ in Nauen schloss im Sommer ihre Türen. Endgültig. „Da kommt auch nichts mehr“, sagt Jörg Hardorf, Geschäftsführer der Betreiberfirma „Da geht die Post ab“. Drei Jahre habe alles reibungslos funktioniert. Doch mit dem Besitzerwechsel beim „Nauener Karree“ kam auch das Aus für die Disko. Der Mietvertrag wurde nicht verlängert. „Alle waren traurig“, so Jörg Hardorf. Die „Musicarena“ habe sich in drei Jahren zu einer festen Institution entwickelt, doch dann sei Schluss gewesen.
Als Alternative bietet sich voraussichtlich ab dem kommenden Jahr das Musikzelt im Gewerbegebiet in Zeestow. „Wir wollen das Zelt im Frühjahr aufbauen“, sagt Jörg Hardorf. Der Pachtvertrag sei unterschrieben, jetzt stehe nur noch die Baugenehmigung aus. Unklar ist, ob das Zelt ganzjährig, also auch im Winter betrieben werden kann.
Die Diskothek „Crazy“ in Friesack wird von der Firma Go-Event-Limited betrieben. Der vormalige „Crazy“-Chef Michael Post gab das Geschäft vor einiger Zeit an Matthias Kroll ab. Post wolle sich mehr um seine Familie kümmern, sagte er.
Go-Event-Limited betreibt auch die Diskothek „Nightstar“ in Walsleben (Ostprignitz-Ruppin).